Generation Y: Egoistisch und ohne Eigeninitiative

Asunción: Die Unternehmerin Patricia Santos nahm die Generation Y, oder auch Millennials genannt, aufs Korn. „Millennials sind sich selbst verpflichtet, sie sind eine egoistischere Generation“, sagte sie während eines Interviews.

Angesichts dieser starken Aussagen verteidigten sich junge Menschen und erhoben sich, um einen echten Krieg in Netzwerken zu führen.

Laut der Geschäftsfrau und Beschäftigungsspezialistin sind diese jungen Menschen nicht der Gesellschaft verpflichtet, was sie zu einer egoistischeren Generation macht. „Ich möchte sehen, was mit ihnen passieren wird, wenn sie heiraten, Kinder und mehr Verantwortung haben. Sie sind egozentrischer“, sagte Santos im Kontakt mit Radio Ñandutí.

Ebenso betonte sie, dass sie keine großen Bestrebungen haben, weil der wirtschaftliche Erfolg nicht innerhalb ihrer Lebensparameter läge. „Sie leben bei ihren Eltern oder zur Miete, sie haben kein eigenes Haus. Für sie kommt Wohlstand aus dem Lebensstil“, argumentierte dos Santos.

Diese Aussagen verursachten ein starkes Unbehagen bei jungen Menschen, die nicht darauf warteten, ihre Meinung zu äußern und sich in sozialen Netzwerken verteidigten. „Tut mir leid, Frauenspezialistin, dass ich mich zu 100% auf meine Arbeit konzentriere und mich deshalb dafür entscheide, vorerst keine Kinder zu haben. Tut mir leid, dass ich mich selbst verpflichtet habe“, twitterte Lis María Torres als Antwort auf Santos.

Fernanda Matiauda ihrerseits empfahl Santos, sich zu beruhigen und ihren Groll gegen Millennials zurückzuhalten. In der Zwischenzeit verteidigte Monica Toppi die Generation mit den Worten: „Egoismus bringt Kinder auf die Welt, ohne die Fähigkeit zu haben, ihnen ein anständiges Leben zu ermöglichen, nur um Ihrer Existenz einen Sinn zu geben“.

Von der “Acción Sindical Clasista“ zeigten man eine völlige Ablehnung der Kommentare von Patria Santos. „Wir lehnen die Äußerungen der Geschäftsfrau ab, ein Mitglied von Patria Querida, die bekräftigte, dass junge Millennials keine Bestrebungen haben, egoistisch sind und Unternehmen ihre Belegschaft in einem Land ausnutzen sollten, in dem Jugendliche unter prekären Bedingungen arbeiten“, äußerte man sich in den sozialen Medien.

Es wurde hinzugefügt, dass Paraguay eines der Länder in der Region ist, in denen neun von zehn jungen Menschen zwischen 15 und 19 Jahren im informellen Sektor arbeiten, mit Arbeitsplätzen von mehr als 12 Stunden pro Tag ausgebeutet werden, ohne den Mindestlohn zu erhalten und auch keine soziale Sicherheit haben.

Angesichts dieses Problems betonte der Beschäftigungsspezialist Enrique López Arce, dass es keine bessere Generation als die andere gebe, da sie einfach nur unterschiedlich seien. „In diesem Fall haben die Millennials unterschiedliche Qualitäten, aber sie sind Menschen, die sich wie andere Generationen bemühen. Sie sind sehr gut, aber man muss sie motivieren“, sagte er.

Wochenblatt / La Nación

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3 Kommentare zu “Generation Y: Egoistisch und ohne Eigeninitiative

  1. Generation Y: Egoistisch und ohne Eigeninitiative, trifft so ziemlich auf fast alle zu, die ich hierzulande angetroffen habe. Vom Alter her mit 40 nicht zur Generation Y dazugehörend, aber von der Mentalität auf jedenfall zu den ab 2016 (1616 Lokalzeit) Geborenen dazugehörend.

    1. 2016? Zur Generation Y gehören Menschen, die zwischen 1980 und 1994 geboren wurden. Die Generation Y wird auch nicht nur in Paraguay mit den Worten „egoistisch & ohne Eigeninitiative“ beschrieben, sondern weltweit. Die Generation Z (1995 – 2010) wird hingegen etwas schöner beschrieben; bspw. heißt es, dass die „Gen Z“ eine der optimistischsten Generationen sei. Man muss aber dazu sagen, dass es keine wirkliche Richtlinie für die Generationenbezeichnung gibt. Manche sagen, dass Generation Y von 1980 – 1999 geht, und die Generation Z von 1997 bis 2012.

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