Geschäftsleute kritisieren Knappheit von Zement

Asunción: Seit Monaten schon fehlt Zement aber das verschlimmerte sich noch mehr seit rund drei Wochen. Eigentümer von Produktionsstätten, die Gehwegplatten herstellen oder armierte Betonteile, kritisieren diesen Zustand der zu Verzögerungen und teilweiser Einstellung der Arbeit führt. Die Beamten der staatlichen Zementproduktionsgesellschaft (INC) leugnen das weniger produziert und verteilt wird aber Baumaterialverkäufer und Geschäftsleute des Sektors versichern das sie INC schuld sei an der Situation. Laut dem Chef der Produktionsstätte der INC, ist die tägliche Menge, die das Werk in Villeta verlässt 50.000 Sack, von Montag bis Freitag. Baufachleute sagen wiederum, dass der Markt die Menge nicht erhält, was zur Fehlmenge von mehr als 30.000 Sack Zement pro Tag führt. Die Konsequenz dieser hohen Nachfrage ist ein Preis zwischen 50.000 und 60.000 Guaranies pro Sack, laut

Anibal Viñuales, Eigentümer der Gehwegplattenmanufaktur „Pingüino” in Fernando de la Mora. Für Viñuales sind die Aktivitäten in der staatlichen Fabrik quasi zum Stillstand gekommen und es kommt zu einer Unterbeschäftigung, die vom Staat also von uns getragen werden muss. „Es gibt nicht genügend und nur unregelmäßig Zement, womit wir aber nicht arbeiten können, trotzdem haben wir laufende Rechnungen. Die kleinen Betriebe leiden am meisten unter der angespannten Situation“, fügte er hinzu.

Müde von der INC

„Wir sind genervt und ermüdet von der Korruption in der INC“, sagte seinerseits Lorenzo Barreto, Eigentümer der Gehwegplattenmanufaktur „Piturro”, aus Villa Elisa. Er macht die staatliche Fabrik verantwortlich und hinterfragt die bis zu 10.000 Guaranies Bestechungsgeld pro 50 kg Sack. Er sagte weiter, dass der Sektor keinen Schmuggel aus Brasilien vertrage. Die Administration im staatlichen Werk sei so schlecht, wie die Produktion. Jeder private Betrieb hätte schon die Hälfte des Personals entlassen, bei solch einem Maß an Unterbeschäftigung, unterstrich Barreto.

Der Eigentümer der Gehwegplattenmanufaktur „La Victoria” aus Asunción, Ivón Cristaldo, warnte davon, dass man Zement nur noch auf dem Schwarzmarkt bekomme zu überhöhten Preisen. Die zusätzlichen Kosten bleiben am Geschäftsmann hängen denn den Kostenvoranschlag für einen Auftrag hat man ja schon beim Kunde abgegeben und kann den Preis nicht mehr ändern.

Wiederkehrende Probleme

Für Pedro Cataldo, Präsident der Gesellschaft für armierte Betonstrukturteile (CEHA), ist das Problem ein sich wiederholendes. Einmal ist es weil Klinker fehlen, dann wegen Öl und danach weil der Motor aufgibt. „Es ist eine veraltete Fabrik mit einer armen Wartung.”, sagte er. Weil die INC die Kunden nicht warnt, dass die produzierte menge geringer wird, bleiben die Kosten an den Geschäftleuten hängen. So etwas kann nur bei einem Monopol passieren, einem schlecht organisiertem!

Hohe Preise

Die „Industria Nacional de Cemento“ verkauft den Zement an die Vertreiber den Sack Zement für 35.000 Guaranies. Somit ist der Normalpreis, wenn genügend da ist, zwischen 38.000 und 40.000 Guaranies pro Sack á 50 kg. Zurzeit wird das Material zwischen 50.000 und 60.000 Guaranies angeboten, außerhalb vom Großraum Asunción sogar bis zu 65.000 Guaranies.

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