Gitter auf Bürgersteigen können zur tödlichen Falle werden

Asunción: Wer Passanten aufmerksam beobachtet, wird feststellen, dass viele lieber Gittern ausweichen, die auf Bürgersteigen als Abdeckungen dienen. Und das hat durchaus seinen berechtigten Grund.

Das linke Bein einer Frau, die auf einem Weg in der Innenstadt spazierte, war zwischen den Gittern einer unterirdischen Einrichtung gefangen, die der ANDE gehören soll. Der Vorfall endete mit drei gebrochenen Zehen. Wer ist für diese Einrichtungen verantwortlich?

Es gibt Passanten, die solche Gitter wie der Teufel das Weihwasser meiden. Wenn sie eines sehen, überqueren sie lieber die Straße und laufen zwischen den Autos hindurch, nur um nicht auf eines solcher Gitter zu treten, die die Schächte auf den Gehsteigen der Innenstadt von Asunción bedecken.

Was für viele Fußgänger ein Albtraum ist, passierte Pilar Royg: Sie war in einem der Gitter gefangen, die normalerweise unterirdische Transformatoren des Nationalen Stromversorgers ANDE abdecken.

Das Unglück geschah auf der Straße Fulgencio R. Moreno zwischen Yegros und Independencia Naciona. Royg machte einen kleinen Spaziergang aufgrund medizinischer Empfehlung, weil sie kürzlich operiert wurde. Sie berichtete, dass sie in das Gitter eingebrochen und 10 bis 15 gefangen gewesen sei. Der Vorfall endete mit drei gebrochenen Zehen am linken Fuß.

Sie bedauerte, dass trotz der tödlichen Gefahr für die Passanten, das Gitter, in das sie eingebrochen sei, kein Warnsignal über die Gefährlichkeit angebracht worden wäre. Die Eisen waren anscheinend schon gebrochen und jemand hatte sie mit einem Draht provisorisch befestigt.

„Es ist ein Wunder, dass mir nicht mehr passiert ist. Ich möchte mir kein Kind vorstellen, das seinen Fuß dort drinnen hat, oder eine Person mit mehr Gewicht oder älter als ich“, klagte sie.

Um Royg aus der misslichen Lage zu befreien, war es notwendig, drei Passanten herbeizuziehen, die ihr dabei halfen, die Gitterstäbe auseinander zu biegen. Über den Notruf kam es zu medizinischen Hilfeleistungen durch die Freiwillige Feuerwehr.

Laut Quellen der ANDE liege diese Art der Installation in der Regel in der Verantwortung ihrer Institution, aber es wurde behauptet, dass es auch Einrichtungen gebe, die nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen würden. Sie können nicht beantworten, ob dieser aufgetretene Fall ausgelagert oder der ANDE zuzuordnen sei.

Man kontaktierte auch Jorge Samaniego, Direktor der Straßen aus der Gemeinde Asuncion. Er bestätigte, dass in der Regel die ANDE für diese Gitter verantwortlich sei. Er versprach, so schnell wie möglich mehr Informationen über den Fall einzuholen. Inzwischen ist das Gitter schon repariert worden, sodass die tödliche Gefahr vorerst gebannt ist.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Gitter auf Bürgersteigen können zur tödlichen Falle werden

  1. Da sind wir jetzt aber alle beruhigt, dass DAS Gitter zwischenzeitlich repariert wurde, welches gemäß dem Staatsbetrieb ANDE durch den Borkenkäfer, BSE, Ozonloch, Waldsterben, Klimawandel und fliegende Beutelratten beschädigt wurde.
    Nehme an, in spätestens 14 Tagen muss die durch den paragauyschen Handwerksmeister reparierte Reparatur zur Reparatur. Oder wurde es nur frisch angestrichen und muss in 14 Tagen nur wieder neu angestrichen werden.
    Naja, ab Säuglingsalter bist ja hier im Lande Schildbürgistan selber schuld wenn in ein Loch fällst oder dir ein nationaler Satellit auf den Kopf fällt. Musst halt besser aufpassen.
    Bleibt nur zu hoffen, dass der paragauysche dipl. Handwerksmeister kein zweites Schachtgitter in Asuncion anbringen wird.

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