Gleich die Abkürzung genommen

Asunción: Eine Hochzeit die kurz nach der Ausgangssperre und Quarantäne stattfand, sorgte in der Bevölkerung für Entrüstung. Nach Wochen klagte man die wohlhabenden Eheleute und Gäste an. Jetzt endet der Prozess mit einer Spende.

Am 25. April heirateten Gabriel Esculies Arditi und Heidy Soledad Martínez hinter verschlossen Türen mit einem rauschenden Fest, zu dem diverse Gäste eingeladen wurden. Auch wenn die Gäste Atemschutzmasken trugen war allein das Zusammentreffen mehrerer Personen schon ein Grund für eine Anklage. Die Braut versuchte sich herauszureden, dass eine Richterin meinte, hinter verschlossenen Türen dürfte man heiraten, was im Gegensatz zu dem steht, was das Standesamt mitteilte. Dass sich dennoch ein Standesbeamter finden ließ, dem auch während der Ausgangssperre nichts heilig ist, muss wohl mit finanziellen Anreizen zu tun haben. Sobald alle Daten geprüft wurden und der Verstoß beweisen ist, erhebt man Anklage, hieß es Ende April. Erst Mitte Mai kam es zur Anklage des Brautpaars und der Gäste, die wegen des Einflusses des Bräutigams als Inhaber der Firma ITCS S.A. zuerst dachten ohne Probleme davonzukommen.

Heute kam es endlich zu einer ersten Anhörung bei Richterin Lici Sánchez, die ihnen die Möglichkeit zur Abkürzung des Prozesses anbot. Nötig dafür waren 28 Millionen Guaranies für Covid-19 Herbergen. Braut und Bräutigam zahlen jeweils 5 Millionen Guaranies und die Gäste sowie der „korrupte“ Standesbeamte ebenso 2 Millionen Guaranies, womit das Verfahren wegen Verletzung der Gesundheitsvorschriften offiziell eingestellt wird. Für den frisch vermählten Gatten ist diese Zahlung, gelinde gesagt ein Tropfen auf den heißen Stein und ihm sicherlich der Spaß wert.

Wochenblatt / Abc Color

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