Gleiche Vorlieben

Ybycuí: Bei einem kurzen Besuch in der Stadt im Departement Paraguarí, schoss Vorkandidat Santiago Peña scharf gegen die beiden, großen Tageszeitungen des Landes. Sie sind schuld, wenn es nicht bergauf geht.

“Sobald man diese Zeitungen aufblättert, meinte man das Land stehe in Flammen, dass alles ruiniert sei. Wir sehen jedoch wie die Wirtschaft wächst, wir sehen, dass was sie uns nicht zeigen wollen“, erklärte Peña.

Die Eigentümer der beiden Medien, Aldo Zuccolillo und J. A. Vierci, wollen keine Konkurrenz im Lande. Ihnen kommt es entgegen wenn alles seinen alten Gang geht. Peña erklärte als Beispiel, dass wenn diese ein Shopping Center bauen, sie die Investition in 3 Jahren wieder drin haben wollen, während der Guatemalteke Mario López die 220 Millionen US-Dollar Investitionsvolumen für das Paseo Galería in 50 Jahren wieder zurück haben möchte.

Ähnlich wie Präsident Horacio Cartes ist die Beziehung Peñas zu den beiden vorherrschenden Medien keineswegs als gut zu bezeichnen. Der Kauf der Tagesezeitung La Nación wurde wegen der geringen Anzahl der Leser nicht zu dem Gegengewicht, was Cartes erhoffte.

Wochenblatt / Abc Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Gleiche Vorlieben

  1. So ist das nun mal in einer funktionierenden Demokratie. Es ist Aufgabe einer freien Presse die Arbeit der Politik kritisch unter die Lupe zu nehmen und zu kritisieren. Es ist nicht Aufgabe einer Presse, die Politik nur zu loben und nach dem Mund zu reden. Es scheint so, daß manchen Poltikern diese Spielregeln entweder nicht bekannt sind oder nicht gefallen. Wenn es dummt läuft, erhalten wir hier Zustände wie in Rußland unter Putin. Dort sind mittlerweile beinahe alle Presse-, Rundfunk- und FS-Organe in Staatshand. Die wenigen freien Sender werden beständig drangsaliert. Das gleiche gilt für die Türkei und ohnehin für alle noch-kommunistischen Länder. Dort herrscht in der Tat nur Lob für alles was die Regierung treibt. Auch in Deutschland wird seit Merkel dieser Weg beschritten. Es ist dort offenkundig, daß der Großteil der Presse im Gleichschritt nur noch das veröffentlicht, was die rot-grüne Politik vorgibt. Wer sich kritisch äußert wird in den rechten Rand gestellt oder gar als Nazi tituliert. So kann festgestellt werden, daß sich weltweit immer mehr ein Klima der Meinungsunterdrückung etabliert. Selbst in den USA geht Trump diesen unseligen Weg in dreister und beleidigender Art. Alles kein gutes Omen für die Menschheit.

  2. Wenn Medien gegen Bezahlung gezielt falsche Informationen verbreiten, dann hat das nichts mehr mit der „Meinungsfreiheit“ zu tun. Diese Medien berufen sich gern lauthals auf das „Recht“ der Meinungsfreiheit, obwohl sie völlig undemokratisch das Volk im Interesse ihrer Auftraggeber manipulieren.

  3. der Gualtameteke will erst nach 50 Jahren sein Geld zurückhaben, wer soll solch einen Schwachsinn glauben? Ach ja, der Herr Pena, hat offensichtlich schon etwas Gewicht zugelegt

  4. Ich glaub das dem Pena, dass Don Vierci und Zucolillo keine zu großen Änderungen wollen.
    Aber die beiden Zeitungen sind in der Pflicht, die Missstände Paraguays aufzuzeigen. Sonst würden die Politiker wirklich alles machen was sie wollen. Wenn ABC denen auf den Fersen ist und eine gute Story wittern, müssen die sich halt etwas benehmen und ihr Treiben nicht so ganz offensichtlich machen.

    Die Tochter von der einen Abgeordneten Perla de Vasquez hat ja immerhin ihre „Arbeit“ beim IPS verloren, weil die Göre lieber zum Friseur ging, als Patienten zu empfangen.

Kommentar hinzufügen