Gott sieht alles – die Kamera auch: “Beichtgast“ klaut Handy von einem Priester

Presidente Franco: Die Nationalpolizei hat den Mann festgenommen, der in einer Kirche erst Schlange stand, um zu beichten, dann aber das Mobiltelefon des Pfarrers entwendete.

Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Presidente Franco, im Departement Alto Paraná. Bei der Verhaftung konnte das Gerät des Geistlichen sichergestellt werden.

Laut Polizeibericht ereignete sich der Diebstahl in der Kirche Sagrado Corazón de Jesús. Die Tat wurde von Sicherheitskameras aufgezeichnet, was maßgeblich zur Identifizierung und späteren Festnahme des Täters beitrug.

In den Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren, ist zu sehen, wie der 31-jährige Milcíades Mercado Ocampos die Kirche betrat – an jenem Tag, an dem Pater Pablino González die Beichte abnimmt. Es warteten bereits mehrere Personen; der Verdächtige war der letzte in der Reihe.

Diebstahl statt Reue

Nachdem er einige Minuten gewartet hatte, begab er sich in das Büro des Priesters und entdeckte das Mobiltelefon auf dem Schreibtisch. Das Gerät weckte offenbar größeres Interesse in ihm als die Reue über seine Sünden: Er griff zu, verließ hastig die Kirche und flüchtete auf einem Motorrad, das er vor dem Gebäude geparkt hatte.

Der Priester erstattete Anzeige und übergab das Videomaterial. Die örtliche Polizei erkannte den Mann wieder und spürte ihn im Viertel San Roque in der Nähe eines Sportclubs auf. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten das gestohlene Handy.

Wie sich herausstellte, liegen gegen den Festgenommenen bereits mehrere Anzeigen wegen ähnlicher Delikte vor. Bei seinen Taten nutzte er stets dasselbe Motorrad, das auf den Namen seines Vaters zugelassen ist. Die Polizei bittet nun weitere mögliche Opfer, sich zu melden und Anzeige zu erstatten.

Wochenblatt / La Nación

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2 Kommentare zu “Gott sieht alles – die Kamera auch: “Beichtgast“ klaut Handy von einem Priester

  1. Land Of Confusion

    Ja, dieser kleine Fall sagt so vieles über Paraguay. Außen hin gibt man sich gläubig, „will“ beichten gehen und am Ende ist das so ein kleiner H….sohn, der schon mehrere Delikte verübt hat, vor nichts und niemanden Respekt hat, und trotzdem frei rumläuft. In seinen Gehirwindungen reimt er sich sicher zusammen, dass er mit Gottes Segen ja klauen gehen darf. Machen die Regierenden des Landes ja auch. Man fragt sich, warum die Polizei trotz mehrere Anzeigen und wohl wusste wo dieser Mann wohnt, TROTZDEM nicht aktiv wurde. Am Ende wird aber eine Staatsanwältin diesen kleinen Fisch eh wieder frei lassen.
    Im krassen Gegensatz sitzt ein unschuldiger Yves S. nach 4,5 Jahren immer noch in U-Haft und kriegt keine Gerichtsverhandlung.

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    1. Mister Gaga

      Abe: Nach paragauyanischem Recht darf U-Haft maximal 2 Jahre betragen. Übrigens gibt es auf DeiTube ein Fideo über zwei in Paragauy eingekerkerte Deutsch — der eine ein kolumbdeutscher Drogendealer der im Gefängnis ein paar Zimmer für gewisse Stunden mit netten Damen bauen lässt und dadurch in seiner privaten Luxuszelle mit Sohn- und Frau-Besuch lebt. Und ja, der ander ist Y. S.

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