Gurtmoral noch ausbaufähig

Asunción: Die Gurtmoral ist nach wie vor ausbaufähig. Immer noch vernachlässigen viele Kraftfahrer die Gurtpflicht. Die Caminera will nun in dem Sektor etwas “nachhelfen“.

Der Direktor der Straßenpolizei (Caminera), Luis Christ Jacobs, beklagte, dass viele Menschen, meist Autofahrer, immer noch die schlechte Angewohnheit haben, den Gurt nicht anzulegen, trotz der massiven Kampagnen zur Nutzung der lebensrettenden Einrichtung.

Diese Zuwiderhandlung wurde während der Feierlichkeiten zu Weihnachten und Neujahr verifiziert, bei denen Beamte der Caminera mehreren Personen Bußgeldbescheide ausstellten, weil sie keinen Sicherheitsgurt angelegt hatten.

„Es gibt immer noch viele Menschen, die den Sicherheitsgurt nicht benutzen, obwohl wir bereits das erste Viertel des 21. Jahrhunderts betreten. Sie wollen ihn einfach nicht hernehmen und in diesem Sinne mussten wir mehrere Bußgeldbescheide ausstellen. Die Kontrollen in diesem Bereich werden weiter intensiviert“, sagte Jacobs.

Er fügte an, dass es in den zwei Wochen der Operation zu Weihnachten und Neujahr 6.500 Kraftfahrer kontrolliert worden seien, von denen 740 positiv auf Alcotest getestet wurden, das heißt, mehr als 10 Prozent eine Zahl, die als besorgniserregend angesehen wird.

„Jede Begegnung mit einem alkoholisierten Kraftfahrer ist eine besondere Situation. Die Caminera hat wirklich viel Geduld, das heißt, die Beamten führen ihre Arbeit mit viel Professionalität in diesem Sinne aus, wobei zu bedenken ist, dass manche Reaktionen von den Fahrern sehr unterschiedlich ausfallen“, sagte Jacobs.

Andererseits bedauerte er, dass viele Kraftfahrer ihre Verstöße gegen die Verkehrsregeln nicht einsehen würden, im Gegenteil, sie werden nervös und in manchen Fällen sogar gewalttätig gegenüber den Beamten. „Wir verweisen ernsthaften Probleme an die Staatsanwaltschaft und arbeiten dafür sehr eng mit der Nationalpolizei zusammen, die uns bei der Sommeroperation in verschiedenen Teilen des Landes begleitet“, fügte er hinzu.

Wochenblatt / IP Paraguay

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6 Kommentare zu “Gurtmoral noch ausbaufähig

  1. finde ich gut! wird Zeit das sich hier im Straßenverkehr etwas ändert.
    Wenn man den nackten Zahlen der Caminera glauben kann waren von den kontrollierten Fahrzeugführern über 11% angetrunken bzw,. mit Alkohol im Blut. Das sagt leider nicht nur viel über die Verkehrsteilnehmer aus, sondern auch über die Gesellschaft grundsätzlich.
    Bei kontrollierten Verkehrsteilnehmern handelt es sich um die gutbetuchtere Gesellschaft.
    Wieviel Alkohol in den ländlichen Regionen konsumiert wird, darüber will ich gar nicht spekulieren. Es ist schade, wie negativ dieses Gift Gesellschaften verändert.

  2. Normale Menschen trinken ein wenig Alkohol, und wenn ich die Zahlen der Polizei richtig sind, hat es ja wenige normale Menschen in PY. Sicher jeder weiss hier in PY ist 00 Alkohol.

    1. @Rolf ahjaa und unnormale Menschen trinken keinen Alkohol?
      Vielleicht ist mein Verstand echt so abstakt, der da mir sagt: vergiften tut man nicht

  3. Der Artikel bedarf einiger Korrekturen:
    1. „Der Direktor der Straßenpolizei (Caminera), Luis Christ Jacobs, beklagte, dass viele Menschen, meist Autofahrer, immer noch die schlechte Angewohnheit haben, den Gurt nicht anzulegen“
    soll heissen:
    „Der Direktor der Straßenpolizei (Caminera), Luis Christ Jacobs, FREUT SICH, dass viele Menschen, meist Autofahrer, immer noch die schlechte Angewohnheit haben, den Gurt nicht anzulegen“

    2. „Er fügte an, dass es in den zwei Wochen der Operation zu Weihnachten und Neujahr 6.500 Kraftfahrer kontrolliert worden seien, von denen 740 positiv auf Alcotest getestet wurden, das heißt, mehr als 10 Prozent eine Zahl, die als besorgniserregend angesehen wird.
    soll heissen:

    „Er fügte an, dass es in den zwei Wochen der Operation zu Weihnachten und Neujahr 6.500 Kraftfahrer kontrolliert worden seien, von denen 2500 positiv auf Alcotest getestet wurden, wovon knapp 1700 nicht registriert wurde, weil sich Fahrer und Polizist anderweitig einigten.“

    3. „Die Caminera hat wirklich viel Geduld, das heißt, die Beamten führen ihre Arbeit mit viel Professionalität in diesem Sinne aus, wobei zu bedenken ist, dass manche Reaktionen von den Fahrern sehr unterschiedlich ausfallen“, sagte Jacobs.“
    soll heissen:
    „Die Caminera hat wirklich viel Verhandlungs- und Erpressungsgeschick, das heißt, die Beamten führen ihre Arbeit mit viel Professionalität in diesem Sinne aus, wobei zu bedenken ist, dass manche Reaktionen von den Fahrern sehr unterschiedlich ausfallen, weil einige Kraftfahrer partout nicht Schmiergeld bezahlen können oder wollen, dann drücken wir ihnen die offizielle Multa auf“, grinste Jacobs.“

    4. „Wir verweisen ernsthaften Probleme an die Staatsanwaltschaft und arbeiten dafür sehr eng mit der Nationalpolizei zusammen, die uns bei der Sommeroperation in verschiedenen Teilen des Landes begleitet“, fügte er hinzu.“
    soll heissen:
    „Wir verweisen bei Fahrern, die reklamieren, an die Staatsanwaltschaft und arbeiten dafür sehr eng mit der Nationalpolizei zusammen, die im Gegensatz zu uns das Auto sogar durchsuchen kann. Ein Tütchen Stoff unbemerkt rein und wir können den ahnungslosen Autofahrer dann so richtig abziehen“, fügte er mit leuchtenden Augen hinzu.“

  4. Wenn sich der Fahrer nicht anschnallt ist das seine Sache, er hängt halt wenig am Leben.
    Doch wenn ich sehe, dass sich auf dem Rücksitz Kinder ohne jegliche Sicherung tummeln, sich aus den Fenstern lehnen und bei einem Unfall dann ungebremst durch die Frontscheibe fliegen, dann sollte man solchen „Autofahrern“ den Führerschein lebenslang entziehen.

    1. Das Problem ist, dass die Paraguayer grundsätzlich alles wissen. Und sie lachen die Alemans aus, weil die in Deutschland eine Fahrschule machen müssen.
      Ergo, vielleicht haben die Paraguayer ein einsehen, wenn es gekracht hat. Meist aber nicht, denn Schuld war/ist immer der andere. Ist doch eine Frechheit, dass sich der ANDE-Mast einfach in den Weg stellt….

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