Gut geplanter Diebstahl in Mennonitenkolonie

In der Kolonie Neuland kam es zu einem Dienstahl in Millionenhöhe, der sorgfältig geplant werden musste, wie jetzt klar ist. Ohne das es jemand der Anwohner mitbekam wurden fast 500 Stahlrohre eines Erdölförderunternehmens gestohlen.

Auch wenn der Diebstahl sich schon vor rund 6 Wochen ereignete kommt der Fall erst jetzt ans Licht. Eigentümer der Rohre ist das britische Unternehmen President Energy, die in der Nähe des Ortes nach Erdöl bohrten. Aus einem Lager, im Firmengelände von CIA Alemana S.R.L. wurden 475 Rohre in verschiedenen Längen gestohlen.

Da eine Beteiligung von Mennoniten nicht auszuschließen war, wurden in den vergangenen Tagen eine Reihe von Hausdurchsuchungen gemacht – mit dem Ergebnis, dass ein Teil zurückgewonnen werden konnte. Nicht nur Privatpersonen kauften das Diebesgut sondern auch eine Kooperative, deren Namen nicht genannt wurde.

Da die komplette Menge jedoch nicht im paraguayischen Chaco verblieb sucht nun die Polizei weitere Involvierte im Großstadtbereich Asuncion. Der Wert der entwendeten Ware beläuft sich auf etwa 1 Million US-Dollar.

Personen, die diese Rohre ankauften zahlten 150 – 250.000 Guaranies pro Meter. Die Echtheit der Rechnungen, die sie dafür erhielten, wird noch geprüft. Eine Rechnung stammte von einer Despensa in Concepción während eine weitere eine Adresse aus Fernando de la Mora trug.

Insgesamt werden noch 405 Rohre gesucht, da nur 70 im zentralen Chaco wieder gefunden werden konnten.
Da die Polizei nicht ganz untätig war gibt es schon 5 Haftbefehle gegen Personen, die damit zu tun haben. Der einzige Verhaftete in dem Fall ist Anastasio Martínez, der sich in der Nachbarschaft nach Käufern umhören sollte.

Die mit dem Fall betrauten Polizisten glauben, dass es ein Netz an Personen gibt, die den Raub bis ins kleinste Detail vorbereitet haben, da es kein leichtes ist etwa 400 Rohre dieser Masse ungesehen aus dem Chaco abzutransportieren.

Wochenblatt / Abc Color

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6 Kommentare zu “Gut geplanter Diebstahl in Mennonitenkolonie

    1. Soviel zu den „Schnell-Durchblickern“ und „Vor-Verurteilern“ unter uns! Lieber „retto“, woher wollen Sie wissen, daß die Mennoniten die Täter waren? Lesen Sie gelegentlich im Kaffeesatz? Im übrigen zum besseren Verständnis: Der Begriff „Mennoniten“ bedeutet zweierlei. Zu allererst handelt es sich bei den Mennoniten um eine ethnische Gruppe, die über Jahrhunderte zusammen gewachsen und verfolgt wurde, mit Ursprüngen im deutsch-sprachigen Raum. Diese ethnische Gruppe begründete ihren Zusammenhalt auf einem gemeinsamen Glaubensfundament auf Grundlage der Bibel. Das bedeutet jedoch nicht, daß alle „ethnischen Mennoniten“ nun tatsächlich auch gläubige und praktizierenden Christen wären. Für Außenstehende tatsächlich etwas verwirrend und unverständlich. Im übrigen, wenn Mennoniten in diesem Land überwiegend Gutes getan und bis heute bewirkt haben, dann redet man darüber zu wenig oder überhaupt nicht, getreu dem christlichen Grundsatz „tue Gutes und rede nicht darüber“. Wenn einzelne Mennoniten (sicherlich keine Christen!) aus der Reihe tanzen, dann wird über die Mennoniten hergefallen, als ob diese in ihrer Gesamtheit dafür verantwortlich wären. Ich als Deutscher, der mit den hiesigen Mennoniten jahrelang in freundlicher und dennoch distanzierter Weise Umgang pflegt, muß mich entschieden gegen solch dümmliche Pauschalurteile, gar Vorurteile, wehren und richtig stellen, denn die Mennoniten selbst tun das leider ja nicht. Mir wäre nicht bekannt, daß die hier lebende deutsche Volksgruppe jemals und nur annähernd soviel für dieses Land und seine Menschen getan hätte und weiterhin tut. Der „noch gute Ruf“ den die Deutschen in Paraguay genießen, beruht zu großen Teilen auf den Leistungen der deutsch-sprechenden Mennoniten, weil die Einheimischen glauben, Mennoniten und Deutsche wären das gleiche.

      1. hallo Manni, vielleicht sollten Sie den Artikel noch mal langsam lesen….eine Beteiligung der Mennoniten ist nicht auszuschließen….Ich wollte mit meinem Kommentar lediglich deutlich machen, dass im Menno-Land auch nicht alles Gold ist, was glänzd.Sicher haben sie unschätzbare Leistungen für Paraguay erbracht. Unter welchen Vorausetzungen dies geschah oder noch geschieht sei dahingestellt. Ich sehe das ganze eher nüchtern, nicht durch eine irgendwie eingefärbte Brille.

  1. Das britische Unternehmen President Energy hat sich nicht um ihr Eigentum genuegend gekuemmert. Die Bohrungen wurden anscheinend eingestellt. Es ist fraglich ob die Firma ueberhaupt noch im Lande vertreten ist.

  2. Anwohner? Haben Sie recherchiert wo das Grundstück liegt? Kilometerweit vor Neuland, am Asfalt, ohne Anwohner. Wie sollen das „die Mennoniten“ merken, wenn da etwas wegkommt. Lustigerweise muss man aber am Militärstützpunkt vorbei, um die Rohre abzutransportieren. Oh, die haben auch nichts gemerkt 😀

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