“Wir tranken Tereré dann besetzen sie mein Land“

Ari Weber, ein Deutschbrasilianer, ist aufgebracht. Campesinos besetzten sein Land. Noch vor Kurzem waren sie Freunde, tranken Tereré und spielten gemeinsam Fußball.

Gegenüber dem Radiosender 650 AM erklärte Weber, es sei zu Spannungen zwischen 30 landlosen Bauern in Guahory, Departement Caaguazú gekommen. Sie setzten Holzbrücken in Brand und feuerten Schüsse in die Luft, als die Polizei die Landbesetzer vertreiben wollte. „Ich habe einen rechtmäßigen Landtitel. Es ist Unrecht was geschieht. Selbst die Polizei hat Angst, das Grundstück zu betreten, weil die Campesinos bewaffnet sind“, klagte Weber. Noch vor nicht allzu langer Zeit waren sie Freunde. „Es sind Bekannte von uns. Wir spielten gemeinsam Fußball, tranken Tereré. Nun besetzten sie unser Land und drohten mit Mord. Was sind das für Freunde? Nun bekamen wir ein Messer in den Rücken“, erklärte Weber.

„Ich habe eine paraguayische Cedula und kaufte vor 11 Jahren 10 Hektar Land für den Sojaanbau. Der Titel ist rechtmäßig. Alle Brasilianer in der Gegend wollen den Fortschritt für das Land. Aber so kann es nicht weiter gehen“, betonte Weber.

Im Bereich von Guahory werden in etwa 2.180 Hektar Land als Kulturflächen genutzt, 1.200 Hektar davon sind besetzt und müssen geräumt werden. „Die restlichen 980 Hektar haben wohl nur Paraguayer inne, denn diese werden von den Campesinos nicht angerührt“, erklärte Weber.

Quelle: Hoy

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6 Kommentare zu ““Wir tranken Tereré dann besetzen sie mein Land“

  1. Hier braucht niemand zu Wundern.Es gibt Politiker die Landtitel ganz offen abklopfen, im Parlament. Damit sind alle Schwachstellen desTitel- Inhabers offen. Die Besitzverhältnisse von Ausländern werden wie hier, kriminell kurz Korrigiert.

        1. Nein, lieber Morbus. Das ist nun wirklich zu blöd.
          Wer irgendetwas anprangert, insbesondere solche Schweinereien, der muss nicht gleich gehen, denn nirgends gibt es eine Welt ohne Mängel. Deine Aufforderung macht nur dann Sinn, wenn man nur Gejammer und Geschimpfe hört, was leider oft der Fall ist.

  2. „Die restlichen 980 Hektar haben wohl nur Paraguayer inne, denn diese werden von den Campesinos nicht angerührt“
    -> Ein Schelm wer jetzt vermutet, woher die campesionos ihr Geld bekommen. Doch wohl nicht von den Paraguayeren die sich von 900HA aus 2100HA vergrößern wollen? Vielleicht gar zu besonders günstigen Preisen?

    Ja das ist Paraguay. Wenn etwas gut geht (in dem Fall Soja Anbau), dann kommen die örtlichen Bosse und nehmen alles für sich selber. Legal, illegal – ganz egal.

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