Haftbefehle nach sexistisch-brutalem Aufnahmeritual

Caazapá: Nachdem die Erstsemester an der UNA aufgenommen wurden, mussten sie ein Ritual über sich ergehen lassen, was nicht lustig, sondern erniedrigend war. Da viele Grenzen überschritten wurden, regnete es nun Haftbefehle.

Obwohl die Distanz zu Asunción mehr als 200 km beträgt, nahm man das Thema Dank Videos die die Staatsanwaltschaft erreichten sehr ernst. Erstsemester der Veterinärfakultät der UNA Caazapá mussten viel Erniedrigendes über sich ergehen. Die Juroren verkleideten sich um nicht identifizierbar zu sein. Das brauchen sie auch nicht, denn die Bildungseinrichtung und ihre Autoritäten sind verantwortlich für alles, was in der Universität stattfindet.

Nahe der Stadt Maciel, wo große Teile unter Wasser stehen, hatten die Studenten am 29. Mai einen Hindernispark vorbereitet, wo Altöl, animalische und humane Fäkalien ebenso präsent waren wie Alkohol, der mit Urin angereichert war und getrunken werden musste. Doch schon auf der Hinfahrt zu dem Parcours mussten sich die neuen Studenten an intimen Bereichen des Körpers anfassen oder Gewalt gefallen lassen. Ebenso wurde allen neuen Studenten die Haare abgeschnitten bzw. rasiert.

Vier der Studentenberater, Karla Analisse Villalba Romero, Ángel Dionisio Peralta, María Alejandra Arzamendia López und Johana Ailen Almirón Duarte wurden wegen Körperverletzung angeklagt.

Solche Aufnahmerituale sind meist bei Medizin- und Veterinärsstudenten zu finden und werden als normal angesehen. Dennoch nehmen die Rituale immer mehr als Brutalität zu.

Wochenblatt / Abc Color / RPC

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4 Kommentare zu “Haftbefehle nach sexistisch-brutalem Aufnahmeritual

  1. Werden so „Akademiker“ gemacht?
    Kein Wunder, dass sie später willfährige Hofschranzen der
    politischen reichen Elite werden!

  2. Das ist aus Amerika, den von allen geliebten Superland, Skulls and Bones lässt grüssen. Elitedeppen die aufs Kriechen programmiert werden, gruselig. Da bekommt der freie Wille ne ganz andere Bedeutung?

  3. Eigentlich kann einen in Paraguay nichts mehr verwundern. Und dieses Studenten- und Lehrkräftegesindel soll ein Land führen?

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