Hafturlaub abgelehnt: Die Ehefrau, die zur Mörderin wurde

Villarrica: Eine Frau, die im Gefängnis der Hauptstadt von Guairá wegen Mordes an ihrem Mann eine Haftstrafe verbüßt, fordert Hafturlaub ohne Kaution. Ilsa Genes besteht auch darauf, dass sie unschuldig ist und sie sowie ihr Bruder ohne Beweise angeklagt wurden.

Ilsa Beatriz Genes de Fernández (59) ist zu 20 Jahren Haft als intellektueller Autor der Ermordung ihres Mannes Óscar Fernández Traversi verurteilt, schickte einen Brief an die Zeitung ABC Color, um eine Beschwerde gegen das Justizsystem in Villarrica anzuprangern.

Sie bekräftigt, dass ihr ein vorübergehender Hafturlaub verweigert worden sei, obwohl sie die Hälfte ihrer Strafe verbüßt habe und gute Führung vorweisen könne. Dies sind die Hauptanforderungen des Strafgesetzbuches.

César Báez, der zuständige Richter in dem Fall aus Villarrica, erklärte, dass das Ansuchen gewährt worden sei, jedoch unter der Auflage einer Kaution von jeweils 100.000.000 Guaranies, sowohl für Genes als auch für ihren ebenfalls verurteilten Bruder Víctor Genes García. Der Beschluss sieht vor, dass die beiden freitags um 17:00 Uhr aus dem Gefängnis entlassen werden und am Montag um 07:00 Uhr wieder einpassieren müssen.

Der Anwalt und auch der Bruder der Verurteilten, Daniel Genes, weist jedoch darauf hin, dass das Gesetz keine Kaution für einen Hafturlaub vorsehe, der zur Eingliederung in die Gesellschaft dienlich sei. Er hält die Verfügung des Gerichtshofs für willkürlich und rechtswidrig. Dies ist in der Praxis eine Möglichkeit, den Angeklagten Rechte zu verweigern.

Báez wurde von Journalisten kontaktiert, um seine Meinung zu dem Beschluss hören zu können, aber er entschuldigte sich, weil er derzeit von dem Fall entbunden sei.

Der Fall

Fernández Traversi, ein bekannter Politiker aus Villarrica, wurde im Dezember 2004 ermordet, als er sein Haus in der Gegend Rincón II der Hauptstadt von Guairá verließ. Er erhielt einen Stich in die Brust. Der erste Festgenommene, Juan de Paniagua, war der Mörder in dem Fall. Er wiederum behauptete, dass der Auftrag für den Mord durch Ilsa Genes und ihren Bruder erfolgt sei.

Im Januar 2007 wurden die Geschwister Genes und Juan de Paniagua zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Für die Staatsanwaltschaft bestand das Motiv des Verbrechens darin, dass Traversi eine weitere Liebesbeziehung hatte und deshalb das Paar in Streit geraten sei.

Die Strafe wurde von einer Berufungskammer und dem Obersten Gerichtshof (CSJ) bestätigt. In diesen Jahren schrieb Genes mehrere Briefe an die Medien und Behörden, in denen sie ankündigte, dass sie zu Unrecht verurteilt wurde. Sie behauptet, es gebe keine Beweise, um sie und ihren Bruder mit dem Mord in Verbindung zu bringen.

“… der Fall dient lediglich dem Zweck, meine Ehre und meinen Ruf zu zerstören. Ich bin eine obdachlose Witwe mit zwei verwaisten Kindern und einem kleinen Mädchen von einem Jahr und zehn Monaten. Meine Familie ist sehr betroffen (…) und leidet unter der 20-jährigen Freiheitsstrafe wegen eines Verbrechens, das wir nicht begangen haben (…). Kein einziger Beweis gegen mich und meinen Bruder ist stichhaltig. Es geht mehr um wirtschaftliche Aspekte und Einflussnahme in dem Fall“, sagt ein Teil des Briefes von Ilsa Genes an die ABC Color vom 25. November 2018 aus.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Hafturlaub abgelehnt: Die Ehefrau, die zur Mörderin wurde

  1. Ach sie sitzt schon 10 Jahre weil sie ihren Ehemann gemäuchelt hat, aber sie hat ein Kind von 1 Jahr und 10 Monaten. Wie geht das denn?? Paraguay ist super!! Das Land der Wunder 🙂

    1. Wieso auch im Knast haben Männlein und Weiblein gewisse Bedürfnisse, die Sie nicht ausschwitzen können, genau so wenig wie die Pfarrer, die einen Eid abgelegt haben. Das ist Natur. Allerdings sollte man im Knast wie auch bei der Kirche, auf Verhütung setzen.

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