Handelsbilanz erreicht einen historischen Rückgang um 52%

Der Saldo bei der Handelsbilanz (Differenz zwischen den Ex- und Importen) erzielte Ende Mai einen Rückgang von 51,9%, das entspricht einer Summe in Höhe von 662,9 Millionen US-Dollar.

Miguel Mora, Chefökonom bei der Zentralbank, Paraguays begründete die historisch niedrigen Werte im Vergleich zum Vorjahr mit verschiedenen Thesen. Vor allem sind die Rohstoffpreise enorm zurückgegangen, dann wurde weniger Strom exportiert weil die Nachfrage gesunken ist, außerdem sind auch noch die Preise für die Reexporte gefallen.

Bei den Agrarprodukten gingen die Ausfuhren von Getreide und Sojamehl wesentlich zurück, beim Mehl war es 34,6% weniger, das entspricht verhältnismäßig Verlusten von 16,5%.

Primärprodukte, die schon verarbeitet sind, erlebten einen Rückgang von 33%, das waren fast 1,5 Milliarden US $, fertige Landwirtschaftsprodukte, wie Fleisch und andere fielen um 9,8 %, das sind mehr als 1,2 Milliarden US Dollar.

Brennstoff- und Energielieferungen erlebten einen Fall um 2,3%, dies waren auch fast eine Milliarde US $.

Mora fügte weiter an, dass der Preisverfall bei den Grundstoffen die hauptsächlich in das Ausland gehen ursächlich war, hier nannte er explizit die Sojabohnen, aber auch die Liefermengen von Fleisch, Sojamehl, Sonnenblumenöl und Zucker sanken deutlich.

Der Anteil des primären Sektors am Export ist aber immer noch der wichtigste, er nimmt 36% ein gefolgt vom Agrarsektor mit 32% dann kommt die Stromenergie in Höhe von 24% und zum Schluss nicht landwirtschaftliche Industrieprodukte mit 8%.

Quelle: Ultima Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Handelsbilanz erreicht einen historischen Rückgang um 52%

  1. Die Exporte sind um fast 20% gefallen und gleichzeitig steigt das PIB.
    Ich finde das positiv, weil das nämlich bedeutet, dass das Ansteigen des PIB’s auf Binnennachfrage beruht und das ist ein sehr gutes Zeichen.

    1. Meintest du das Pruttoinlandsbrodukt 😉

      Ansonsten hat aber Arkadi völlig recht. Ohne Export kein frisches Geld – siehe Griechenland, wobei man natürlich auch erpressen und betteln kann wie Griechenland, um frisches Geld zu bekommen ;-(

  2. Metti, vielleicht darf ich dich korrigieren. Ein Überschuss an Exporten ist immer besser !!. Nur wenn Du ins Ausland verkaufst, erhöht sich deine Geldmenge. Innerhalb eines Landes dreht es sich nur im Kreis und verliert mit der Zeit an Wert. Gerade deshalb steht ja gerade Deutschland weltweit derart in der Kritik, wegen der Exportüberschüsse.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.