HI-Virus: Mehr Opfer und immer noch kein Haftbefehl

Asunción: Der Anwalt, der von mehreren Opfern wegen der Übertragung des HI-Viruses an 13 Frauen angezeigt wurde bleibt auf freiem Fuß. Mittlerweile hat sich ein halbes Dutzend dazu entschlossen, juristisch gegen ihn vorzugehen.

Seine Vorgehensweise war immer die Gleiche. Er lernte eine Frau kennen, machte ihr viele Komplimente, bat um ein Kind mit ihr und als sie schwanger wurde ließ er sie sitzen und verschwand. Dank sozialer Netzwerke wurde er von einem der Opfer öffentlich denunziert, was weitere Opfer auf ihn aufmerksam machte. Sie gründeten eine Gruppe, kamen darauf dass alle mit dem HI-Virus angesteckt wurden und beschlossen gerichtlich gegen ihn vorzugehen.

Laut der Verteidigerin der sechs Frauen, die Anzeige erstatteten sind es weitaus mehr als 13 Opfer. Während die anderen noch eingeschüchtert sind, könnte sich die Anzahl noch verdoppeln.

Wegen der Voruntersuchungen einer Schwangerschaft kamen zumindest die schwangeren Frauen darauf, dass sie mit dem Virus angesteckt wurden. Anscheinend reicht der Staatsanwaltschaft die Sachlage noch nicht, um den Mann in Untersuchungshaft zu nehmen bzw. etwas Konkretes gegen ihn einzuleiten.

Das Opfer hat eine Art Hausarrest, jedoch nicht wegen den Fällen der Virusübertragung, sondern wegen anderen Fällen, von denen keine weiteren Details bekannt wurden.

Wochenblatt / Última Hora

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6 Kommentare zu “HI-Virus: Mehr Opfer und immer noch kein Haftbefehl

  1. Das ist vielleicht ein Super-Rechtsstaat!! Oder sind hier „freimaurerischen Amigos“ am Werke? Aber wem es nicht paßt, der kann ja Paraguay verlassen – so jedenfalls die Ratschläge mancher landsmännischer Zeitgenossen im Forum.

  2. „Seine Vorgehensweise war immer die Gleiche. Er lernte eine Frau kennen, machte ihr viele Komplimente, bat um ein Kind mit ihr und als sie schwanger wurde ließ er sie sitzen und verschwand.“

    Interessant, so einfach ist das in Paraguay eine Frau zu schwaengern. Erklaert auch die immens hohe Zahl von alleinerziehenden Müttern und Kuckuckskindern.

  3. von Verhütung hat man hier noch nie was gehört, ganz im Gegenteil. Die „Familie“ wird das Balg schon durchfüttern, braucht ja nicht viel, Jeden Tag bißchen Maniokbrei mit Puchero, mit drei Jahren dann ein paar Badelatschen, und am Ende ein Casita..

  4. Noch einmal hier läuft ein Mörder frei rum der sogar mit Vorsatz getötet hat auf perfide Art. Wenn der Staat nicht in der Lage ist so einen Verbrecher in Haft zu nehmen ist das ein Zeugnis für Korruption des Rechtswesen .Das Frauen einen Mann in guter Position zu Willen sind und gleich ein Kind mit Ihm zeugen weil die Ketten dann im Verständnis der Frauen gelegt sind ist die Natur der Frau.Von daher kann ich keine Mitschuld der Frauen was Leichtfertigkeit anbelangt feststellen.Dieser Verbrecher trägt für sein perfides Verhalten ganz alleine die Schuld.

  5. Der Mann müsste – wenn er schlau genug wäre – es so machen wie die Millionen anderen Väter, deren Alimentenzahlung ausstehend sind und von den sitzengelassenen Mütter mittels Anzeige in Luque die Adresse der Väter genannt werden müsste, sonst unternimmt das Gericht in Luque nichts: Er wohnt bei seiner Schwester, beim Tio, beim Hermano, beim Primo, beim Abuelo, im Chaco oder in Bolivien, je nachdem, wo die Justizbehörde ihn NICHT vermutet. Wäre ja auch schade um das viele Geld, dass man für seine Kinder bezahlen müsste, da ein Pack Polar (Pilsen wäre demasido caro) auch nicht umsonst zu haben ist und sich das wohlverdiente Bierchen auf die Jahre summiert.

    1. Er hat ja schon wegen anderer Vergehen Hausarrest. Man weiß wohl schon wo er zu finden ist. Ich vermute aber stark, er hat gute Freunde die ihn schützen. Verurteilt wird er wohl nicht werden; Allimente zahlen wird er aber schon müssen, da er ja nicht mittellos zu sein scheint.

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