Hindernisse bei ausländischen Investitionen offengelegt

Asunción: Der Mangel an Institutionalität ist nicht nur eine Bremse, um Investitionen anzuziehen, sondern auch um die Qualität von Dienstleistungen und Humankapital zu verbessern, sagte der ehemalige Finanzminister Manuel Ferreira in einem Bericht der IDB, der die Korruption und institutionelle Schwäche in Frage stellt.

Laut Ferreira sei die Wahrnehmung von Paraguays Institutionalität zu groß und er glaube nicht, dass dies das einzige Problem sei, um ausländische Direktinvestitionen auszubremsen. Er weist darauf hin, dass die Geißel der Korruption in fast allen lateinamerikanischen Ländern präsent sei und nicht nur Paraguay betreffe, auch ehemalige Präsidenten, die derzeit strafrechtlich verfolgt und sogar inhaftiert sind, seien davon betroffen.

Das ist also nicht der einzige Punkt, warum Paraguay wenig ausländisches Kapital erhält. Hier gibt es Managementprobleme, schlechte Dienstleistungen, unzureichende Infrastruktur, es gibt nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte und die Bevölkerung hat eine sehr schlechte Lebensqualität. Das seien die Hauptprobleme, sagte Ferreira.

Obwohl tiefgreifende Reformen erforderlich sind, gibt es Dinge, die verbessert werden können, z. B. der einfache Zugang zu Technologien, die dazu beitragen können, die Bildungsqualität und Ausbildung zu verbessern.

Ein Bericht der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) erwähnt, dass Paraguay im Vergleich zu ähnlichen Ländern in Bezug auf seine makroökonomische Leistung um 25% weniger attraktiv ist, was hauptsächlich auf die Korruption in seinen Institutionen und eine manipulierte Justiz zurückzuführen ist.

In Anbetracht über die Wahrnehmung der institutionellen Schwäche, dem die IDB in ihrem Bericht große Bedeutung beimisst, wies man darauf hin, dass Paraguay unter der neuen Regierung eine Korruptionsbekämpfung mit Nachdruck weiter anwende. Man folgt so der Linie des steuerlichen Kapitalanreizes und hält makroökonomisch positive Aussichten aufrecht, die von S & P, Fitch, Moody’s und FMI bestätigt werden.

Ferreira ist der Ansicht, dass die Tatsache, dass der Investitionsgrad immer noch nicht bewertet worden sei, auch den Kapitalfluss im Ausland beeinflusse. In den letzten Jahren ist jedoch ersichtlich, dass aus Ländern wie den USA und aus Spanien eine große Menge an Investitionen erkennbar sei in Form von Anlegern durch Staatsanleihen, die unter jeder neuen Regierung in Paraguay auf große Nachfrage stoßen.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Hindernisse bei ausländischen Investitionen offengelegt

  1. Beispiele gibt es ja genug. Und da Politiker, Richter, Staatsanwälte unter einer Decke stecken ist der ausländische Investor absolut machtlos.
    Die anderen Punkte (schlechte Infrastruktur, schlechte Bildung) sind auch richtig, aber die korrupte Justiz ist der prinzipielle Abschreckungsfaktor.

  2. Rechtssicherheit könnte man von außen problemlos herstellen wenn gewollt. Es gibt genug Organisationen und Börsenmilliardäre, die überall ihre Finger drinnen haben und souveräner Staat wenn gleich oben im Chaco die US Militärbasis steht? 3 mal kurz gelacht. Es ist eher so, dass bisher noch unwichtige Investoren gekommen sind und die fliegen dann auf die Nase. Interessant wäre es zu beobachten was passiert wenn eine Flüchtlingswelle kommt. Wie schnell wären dann Blauhelme und internationale Organisationen, Firmen und Beamte da, die alles organisieren? Ob dann eine Brücke ein Problem ist oder die angebliche Korruption? Wohl kaum oder? Ich glaube da würden sich manche die Augen reiben.

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