Hochwertige Kunstsammlung aus Privathaushalt entwendet

Asunción: Eine Privatsammlung von Gemälden und sakraler Kunst wurde aus einem Wohnhaus in der Straße América 244 in Asunción entwendet. Nahe dem Club Centenario wurden 120 kleine und 8 große Figuren sowie andere Sammlerstücke mit einem unkalkulierbaren Wert gestohlen.

Der Raub muss sich schon zwischen letztem Samstag und Sonntag zugetragen haben, doch erst gestern Morgen wurde der Fall angezeigt, nachdem Reinigungspersonal das Haus betrat.

Die Räuber drangen mit einem Geländewagen in das Grundstück einm um die große Anzahl an Kunststücken abzutransportieren. Dazu mussten sie das Sicherheitssystem überlisten, um dann die Eingangstür zu zerstören.

Die Privatsammlung gehört der Familie Duarte Burró. Das Haus wo der Raub registriert wurde war dabei sich in ein Museum zu verwandeln. Viele der Gemälde wurden aus dem Ausland zurückgeholt.

„Der sentimentale Wert ist sehr groß. Die Sammlung anzulegen dauerte mehr als 50 Jahre. Die Holzstatuen und Gemälde stammen aus der Zeit der Jesuiten, Franziskaner und Dominikaner. Es war die Sammlung meiner Eltern, Manuel Duarte Pallarés und Pilar Burró“, erklärt Juan Duarte Burró, einer der Erben der Kollektion neben seinem Bruder Ramón Duarte Burró.

Nachdem die Eltern verstorben waren, wurde vorgesehen ihr Wohnhaus in ein Museum zu verwandeln. „Und genau auf dem Weg dahin passiert uns das“, meinte Juan Duarte Burró.

„Paraguay verliert dadurch so viel. Die ganzen Jahre der aufopferungsvollen Suche und Sammellust ist nur noch Schall und Rauch. Wir betrauern den Verlust sehr, da viel Liebe und Arbeit in der Sammlung stak“, fügte Burró hinzu.

Juan Duarte Burró hob hervor, dass diese Sammlung keinen finanziellen Wert hat wenn auch ein Museum in Dallas, Texas den Gesamtwert der Teile im Wohnhaus auf 14 Millionen US-Dollar schätzte. Die entwendeten Stücke, zum Glück nicht alle, hätte demnach noch einen Wert von 7 Millionen US-Dollar.

Eine Reihe von Gemälden rettete sich vor dem Raub. „Höchstwahrscheinlich hatten die dreisten Diebe keinen Platz mehr auf ihrem Geländewagen“, sagte einer der Opfer. Glücklicherweise vergaßen die Räuber auch einen Sack voll Sammlerstücke, darunter auch eine alte Profikamera mit ihren Objektiven und eine alte Zigarrenkiste.

Die Direktorin für Kulturerbe des Nationalen Sekretariats für Kultur, Gloria Muñoz, sagte, dass sie diesen Raub bei Interpol zur Anzeige bringen wird. Ebenso hofft sie durch Mithilfe der Bevölkerung Teile der Sammlung zurückzubekommen.

(Wochenblatt / La Nación)

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