Hohe Preise im Immobiliensektor und Kreditprobleme erschweren das Wohnen in Asunción

Asunción: Eine Person, die beabsichtigt, in der Hauptstadt von Paraguay zu leben, habe derzeit nur geringe Chancen, Zugang zu einem Hypothekendarlehen zu erhalten, sagte Raúl Constantino, Präsident von der Kammer Capadei.

Constantino, Präsident der paraguayischen Kammer der Immobilienentwickler (Capadei), fügte an, dass der Sektor unter einer sehr starken Inflation gelitten habe, die sich auf die Baurohstoffe ausgewirkt habe. Der starke Wettbewerb trug jedoch dazu bei, dass die Preise stabil blieben.

„Die Preise sind gleich geblieben. Zwei oder drei Jahren lang haben sich die Immobilienpreise etwas abgeflacht. Wir hatten sogar eine sehr hohe Inflation, die sich auf Baurohstoffe auswirkte, aber es gibt einen starken Wettbewerb und er hat dazu beigetragen, dass die Preise stabil blieben“, erklärte er gegenüber dem Radiosender Monumental.

Zu den Angeboten, die es auf dem Finanzmarkt zur Begleitung einer Immobilieninvestition gibt, wies er darauf hin, dass es eine Finanzierung für das erste Eigenheim gebe, bei der es sich um ein Produkt in der Größenordnung von 400 Millionen Guaranies handele.

„Das ist ein Problem, das wir im Immobiliensektor haben, der Mangel an Hypothekendarlehen für die Mittelschicht oder eine vermehrte Bautätigkeit in Asunción“, sagte Constantino weiter.

Er wies weiter darauf hin, dass im Großraum Asunción viele Bauvorhaben vorangetrieben werden, es aber auch Gebiete mit Infrastrukturproblemen gebe, wo keine öffentlichen Verkehrsmittel zirkulieren, Probleme mit der Stromversorgung existieren oder kein Wasseranschluss vorhanden sei.

„Heutzutage hat die Person, die in Asunción leben möchte, nur wenige Möglichkeiten, an ein Hypothekendarlehen zu gelangen. Asunción weist heute Menschen aufgrund von Kreditproblemen aus“, sagte er.

Laut Constantino seien in Asunción fast 75 % der Käufer neuer Wohnungen Investoren und nur 5 % Endverbraucher.

Ebenso betonte er, dass Hypothekenkredite in Paraguay viele Probleme haben und eines davon darin bestehe, dass die Ausfallraten weiter ansteigen und diese Fälle dann bei der Justiz landen.

„Wenn ein Hypothekarkredit mit der Nichtzahlung kollidiert, landet der Fall schnell bei der Justiz. Damit könnte man drei oder fünf Jahre im Gefängnis verbringen“, betonte Constantino abschließend.

Wochenblatt / Ultima Hora / Beitragsbild Archiv

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3 Kommentare zu “Hohe Preise im Immobiliensektor und Kreditprobleme erschweren das Wohnen in Asunción

  1. Da werden die 75 % lange warten müssen, bis die 5 % alles kaufen. Macht dann eh der Steuerzahler. Es ist aber überall so. Kapitalismus ist nichts anderes als dass der grosse Fisch alles kauft und der kleinere dadurch mehr bezahlen muss. Dazu noch sparen die Unternehmen jedes Jahr mit weniger Qualität bei allem was möglich ist.

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  2. Das 75 % der Käufer Investoren und nur 5 % tatsächlich in einer neu zu erstandenen Immobilie wohnen wollen, zeigt, dass hier gewaltig was schief läuft.
    Drei bis fünf Jahre Gefängnis bei Schuldversäumnis, das finde ich verdammt heftig. Würde mich mal interessieren, wie die Fristen sind, bis eine Verpfändung bzw eine Zwangsräumung erfolgt, wenn man die Kredite und horrenden Zinssätze nicht schafft zu bezahlen. Bestimmt nicht sehr lange.
    Würde mich nicht wundern, wenn es dann so zugeht wie in den USA – Kannst die Hypothek nicht zahlen – da kommt der County-Sheriff (hier: Staatsanwalt) mit 10 kräftigen Männern und gibt dir 2 Stunden um das Haus zu verlassen. Da ist selbst der Sozialismus human gegen.

    1. Deshalb muss ja auch der Mann die Wohnung, das Haus, das Grundstück kaufen per Kredit… So habe ich das hier immer gehört. Wenn Mann al contado zahlt, schreibt sich Frau aber dazu.
      Oder wenn die Frau bei den Kindern ist und der Mann arbeitet, geht es gar nicht anders. Mann also im Gefängnis, Frau mit Kind bei ihren Eltern oder beim nächsten Mann. Die Scheidungs und Trennungsgeschichten kennt man ja auch. Für Männer zahlt sich das sicher nicht aus. Egal wie was wann wo oder warum. Bedenken auch sehr viele nicht oder sie glauben es nicht. Was auch immer. Denn bei Frau mit Kind, Asylanten etc. wird Polizei mit Bodyguards sicher nicht viel tun. Kennen wir ja auch.
      Also ja. Kapitalismus ist auf seine Weise noch ärger als Sozialismus.

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