Hohenau: Die Mutter der Vereinten Kolonien

Hohenau: Viele Menschen besuchten Hohenau in den letzten Jahren, angezogen durch die reiche Geschichte der Stadt in dem Departement Itapúa und als Mutter der Vereinten Kolonien bekannt. Die Gegend ist immer eine Reise wert.

Am 14. März 1900 fand die Gründung von Hohenau durch Einwanderer deutscher Herkunft statt.

Die Geschichte der ersten Bewohner sowie ihre Bräuche spiegeln sich im Edwin Krug Museum wider, das sich im Zentrum der Gemeinde befindet. Es ist von Montag bis Freitag von 07:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis 17.00 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Samstags von 08:00 Uhr bis 12.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

In den Einrichtungen sind alte Gegenstände, Kleidungsstücke, Maschinen und Möbel ausgestellt, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts auf die Ankunft der Europäer in diesem Teil des südamerikanischen Kontinents hinweisen.

Das Museum hat mehrere interessante Räume. Im Erdgeschoss gibt es eine große Bibliothek, in der Schriftstücke in Deutsch und Spanisch zu finden sind. Auf der zweiten Etage befindet sich der “Paz del Chaco Raum“ mit einer Galerie von Fotografien der Kämpfern aus der Kolonie. Zusätzlich sind die damals verwendeten olivgrünen Uniform, Waffen, Fahnen und Schwerter zu besichtigen.

An der Seite von dem Museum befindet sich ein weiterer Raum, in dem Gegenstände aus der Geschichte der deutschen Kolonie aufbewahrt werden, angefangen aus dem Jahr 1900. Es sind auch einige Stühle, Kameras, Nähmaschine, ein Tisch und die damalige erste Telefonzentrale aus dem Jahr 1925 ausgestellt. Dazu findet der interessierte Besucher einen 16mm Filmprojektor der Familie Richter, der es in den 1960er Jahren den Kolonisten ermöglichte, Spielfilme und Dokumentationen anzusehen.

Das Gebäude befindet sich in einer strategischen Lage. Es wurde mit der Unterstützung der Gemeinde zu einem Zentrum für Tanz, Gesang und Sprachunterricht. des Weiteren finden an dem Ort oftmals Tagungen und Schulungen statt.

Zu den Hauptattraktionen von Hohenau gehört auch der Ökologische Park und das Museum Alfredo Sitzmann. Die Einrichtungen auf seinen 24,5 Hektar beherbergen eine reiche regionale Flora, eine große Lagune sowie Wanderwege für ausgedehnte Spaziergänge und Erholungsgebiete für Sportmöglichkeiten.

Bei einer Führung durch den Ort kann man zwei Repliken der ersten Häuser deutscher Siedler sehen, die nach Hohenau kamen, um zu wissen, wie sie lebten und wie das Haus des frühen zwanzigsten Jahrhunderts aufgeteilt war. Im Zentrum, durch das die Hauptstraße führt, steht ein typisches altes paraguayisches Haus, das mit einem Holzofen und Tatakua ausgestattet ist. Es wird derzeit oft von Studentengruppen genutzt.

Ein paar Meter entfernt, in der Mitte beider Gebäude, befindet sich ein alter “Barbacuá“, in dem die Yerba-Mate-Blätter im Rahmen des Produktionsprozesses nach der traditionellen Methode der langsamen Trocknung verarbeitet wurden.

In einem weiteren Sektor liegt der Park der Nationen. Hier wird jedes Jahr das Nationale Festival der Gemeinden gefeiert. Mit Tanz, Musik und typischen Gerichten aus Belgien, der Schweiz, Italien, Polen, Argentinien, der Ukraine, Spanien, Deutschland, Brasilien, Japan und Paraguay wird so die Tradition am Leben erhalten.

37 km von Encarnación, auf der Route 6, befindet sich die Kolonie Hohenau, eine von neun Orten, die Teil der Yerba Mate Route sind (Ka’a Rape), voller Geschichten aus der Vergangenheit, die es wert sind, einmal zu besuchen.

Das Gebiet wurde durch eine großen Anzahl von Nachkommen deutscher Einwanderer bevölkert, die aus Brasilien nach Itapúa kamen und im letzten Jahrhundert auf der Suche nach einer besseren Zukunft waren.

Wochenblatt / Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Hohenau: Die Mutter der Vereinten Kolonien

  1. Der letzte Satz „….. auf der Suche nach einer besseren Zukunft “ kann schon sehr nachdenklich stimmen und hat heute mehr denn je wieder aktuelle Bedeutung. Aus vielen Gesprächen mit Einwanderungsinteressierten und meinen zahlreichen Freunden in Deutschland weiß ich, daß sich immer mehr Deutsche (wohl auch Österreicher) in ihrer eigenen Heimat nicht mehr wohl fühlen. Sie werden durch eine gewollte Zwangs-Islamisierung zu Fremden in ihrem eigenen, angestammten Land durch Merkel und ihrem rot-grünen Anhang gemacht. Eine einstmals stolze, geschichtsträchtige und erfolgreiche Nation (abgesehen von den 14 Jahren Nazi-Herrschaft) wird systematisch entnationalisiert und unter den verdummenden Begriffen wie „Kulturbereicherung“ (eher Kulturverarmung) „MultiKulti, bunte Vielfalt“ (eher bunte Einfalt) zerstört. Noch keine Nation hatte auf Dauer mit MulitKulit Bestand und scheiterte kläglich. Ausnahme mag die USA sein, ein Land ohne Geschichte und ohne Werte. Entweder die Deutschen resignieren und fügen sich in ihr scheinbares merkelhaftes Schicksal bis zum Niedergang, oder sie ergreifen die Flucht durch Auswanderung. Diese Umkehr von „Fluchtbewegungen“ werden wohl in der Zukunft eher zu- statt abnehmen. Traurig ist nur, daß die deutsch sprachigen Auswanderer in ihrer neuen Heimat (hier Paraguay) sich untereinander teilweise spinnefeind sind, sich mit Gehäßigkeiten und Beleidigungen überschütten wegen im Grunde nebensächlichen Dingen und sich gegenseitig armselig abzocken. Anstatt wirklich zusammen zu halten, sich gegenseitig zu helfen und zu stützen (mit Rat und Tat) fallen sie übereinander her, als ob ihre Landsleute ihre Feinde wären. Ob sich unsere deutschen Vorfahren, die vor vielen, vielen Jahren auswanderten auch so dumm verhielten? Jedenfalls würden Paraguayer im Ausland bestimmt zusammen rücken und nicht ein solches jämmerliches Bild abgeben wie viele meiner Landsleute. Das kann einen wirklich traurig stimmen.

    1. ..“Ob sich unsere deutschen Vorfahren, die vor vielen, vielen Jahren auswanderten auch so dumm verhielten?“..

      Ja, noch im Krieg 1866 kämpfte Bayern an Seite Österreich gegen Preußen. So brachte jeder Schub von deutschen Vorfahren auch die dauernden Probleme ihres Heimatlandes mit. Nach dem 1.Weltkrieg kamen Menschen aus den verlorenen deutschen Kolonien in Afrika und Adelige die von der Republik nichts wissen wollten. Im dritten Reich, deutsche Juden und Menschen die nicht unter dem NS-Regime leben wollte wie auch Österreicher denen der Abschluss nicht gefiel. Während dieser Jahre war die deutsche Kolonie in Paraguay sehr gespalten zwischen dafür und dagegen. Nach dem 2.Weltkrieg kamen Europäer die mit den Deutschen zusammen arbeiteten oder auf deutscher Seite gekämpft hatten. Nach der Wiedervereinigung wohl auch DDR -ler die dort eine politische Funktion hatten und ein Leben in der Bundesrepublik nicht zusagte. Nun Auswanderer denen die Steuern zu hoch sind oder nicht einverstanden sind mit kultureller Bereicherung der Masseneinwanderung von Negern und Arabern nach Deutschland, also auch aus politischen Gründen.
      Alle hatte Paraguay freundlich aufgenommen und diejenigen die Erfolg hatten blieben und die anderen gingen dann meist wieder weg.

  2. Hallo Simplicus. Du hast den Nagel getroffen. Die Paragayer sind hier zwar auch nicht nur Amigos, aber im Ausland als Minderheit würden sie sich anders verhalten. Das müssen wohl Deutsche Gene sein die da immer wieder durch kommen. Die Deutschen Auswanderer vor über 100 Jahren hatten andere Bedingungen als die heutigen. Sie hatten es zu dieser Zeit viel schwerer als heute. Da mußten sie bestimmt zusammen halten um etwas zu schaffen. Aber schaut euch die Nachkommen an denen es heute hier meistens sehr gut geht. Viele sind keine Amigos. Den meisten geht es einfach noch zu gut, ob in Paraguay oder in Deitschland aber das wird sich noch ändern und dann schauen wir mal wie wir uns dann wieder verhalten.

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