Honorarabrechnung für Bergthal Mennoniten nicht anerkannt

Caaguazú: Ein Bericht über eine Abrechnung von Stundensätzen für eine Arbeit in Bergthal brachte einen Richter Ende letzten Jahres dazu einem Anwalt Schmiergeld abzuverlangen. Eingangs forderte er 150.000 US-Dollar.

Vor fast sechs Monaten wurde Uvaldo Aquino González, Richter für Zivil und Handelsrecht, bei einer Schmiergeldzahlung überführt. Laut der Klageschrift forderte Aquino zu Beginn 150.000 US-Dollar. Nach ersten Verhandlungen sank der Betrag auf 100.000 US-Dollar. Schlussendlich erhielt einer der Laufburschen des Richters die Summe von 30.000 US-Dollar auf dem Gelände einer Tankstelle übergeben. Da jedoch zuvor Kameras überall installiert wurden und auch die WhatsApp Nachrichten als Beweise zugelassen wurden, war der Fall wasserdicht.

Der Richter Carlos Zelaya aus Caaguazú informierte die Staatsanwälte Martín Cabrera und Alfredo Mieres, dass er die Anklage wegen Bestechlichkeit akzeptiere und am 19. Mai um 08:00 Uhr ein erster Termin stattfinden, an dem die vorläufigen Maßnahmen verhandelt werden sollen.

Dies bedeutet jedoch auch, dass sich der Magisterrat (JEM) fast sechs Monate Zeit ließen einen korrupten Richter seiner Immunität zu entheben, damit der selbige angeklagt werden kann.

Da Zelaya auch den Schluss des Verfahrens für den 28. Juni 2017 festlegte, wird von den Staatsanwälten, wenn man die Verzögerung des JEM von fast 6 Monaten bedenkt, sicherlich eine Verschiebung des Datums erbeten.

Der Anwalt Andrés Catalino Ayala López, der den Richter anzeigte, war, wie er selber sagte, “nur Option B für seine Mandanten, die Mennoniten, die viel Geld haben. Ich dagegen bin ein armer Anwalt“.

In rund drei Jahren fuhr er mehr als 600 Mal nach Caaguazú. Richter Aquino González sollte die Arbeitsstunden von Ayala López anerkennen und forderte dafür einen Obolus ein, damit er schneller zu seiner Auszahlung kommt.

Wochenblatt / Abc Color

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