Hotel Investoren baten um ein Jahr Aufschub

San Bernardino: Die Investorengruppe Teixeira & Holzmann, die beabsichtigte ihr Projekt, das Malui Ypacaraí Acqua Park Resort im IPS Komplex des alten Casino Hotels zu errichten, bittet nun um eine weitere Klausel im Vertrag, die ihr 12 Monate Zeit gibt das Projekt zu durchdenken, ohne dabei Einbußen zu haben.

Nach ihrer Ansicht soll überprüft werden, ob die Regierung über eine Notstandserklärung im Stande ist, den See zu reinigen, damit ihr Projekt für die Zukunft erfolgsversprechend ist. Der juristische Vertreter des IPS, Enrique Galeano, erklärte, dass dieser Vorschlag einstimmig angenommen wurde jedoch nun auch allen anderen Interessierten dieser Komplex wieder für Verhandlungen freisteht. Die brasilianische Investorengruppe hätte dann jedoch ein Recht auf bevorzugte Behandlung.

Die Entscheidung der Investorengruppe hängt einzig und allein vom Fortschritt der Reinigungsarbeiten ab, die wenn alles koordiniert verlaufen würde, weit vorangeschritten sein könnten.

Vor einigen Wochen bat die Investoren zudem eine Sicherheitsklausel, wonach sie wenn sich die Wasserqualität nicht verbessere ihr Projekt zurückziehen und der Staat ihnen die bis dahin getätigten Investitionen zurückzahlt. Jetzt jedoch scheinen die Geldgeber noch kältere Füße bekommen zu haben womit die 25 Millionen US-Dollar, die für ein Wasserpark-Hotel bestimmt waren, in weiter Ferne rücken.

Der Vertrag, den das IPS mit den Brasilianern hatte sah vor den Besitz für 30 Jahre zu verpachten, mit einer Verlängerungsoption von 13 Jahren, wenn weitere Investitionen getätigt werden.

Nach mehreren Monaten waren sich beide Seiten einig als der See „umkippte“.

(Wochenblatt / La Nación)

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7 Kommentare zu “Hotel Investoren baten um ein Jahr Aufschub

  1. IPS hat ein Heer von Rechtsanwälten die beschäftigt sind und zusätzlich noch jede Menge externe Anwälte, die ebenso am Tropf von IPS hängen.

    Bei so vielen Rechtsanwälten müsste es möglich sein, einen juristisch einwandfreien Vertrag zu erstellen. War es aber nicht, wie sich jetzt zeigt.

    Klar, wenn man die Hand aufhält und kassiert, bleibt einem später gar nichts anderes übrig als bei Problemen klein bei zu geben. Und das tut IPS im Moment.

    Der Versicherte muss froh sein wenn er behandelt wird und die nötigen Medikamente bekommt. Stundenlange Wartezeiten müssen in Kauf genommen werden. Leute sterben, da sie nicht die entsprechende Behandlung bekommen.

    Zur Rechenschaft wird nie jemand gezogen. Warum nicht? Wenn bei den einflussreichen Personen im Staat oder dessen Angehörigen ein gesundheitliches Problem auftaucht und die Person nicht bei IPS versichert ist, ruft man seinen politischen Amigo an und der regelt die Sache. Einflussreiche Personen werden nicht nur von IPS behandelt, auch wenn sie nicht versichert sind, sondern sogar in den meisten Fällen in private Spitäler auf Kosten von IPS überwiesen. Das gilt auch für höhere Angestellte von IPS.

    In diesem Fall heisst es immer, es war gerade kein Bett frei oder die entsprechende Behandlung konnte nicht durchgeführt werden. Darüber freuen sich alle, die privaten Spitäler und auch die Patienten. IPS gibt dafür im Jahr Millionen von Dollar aus.

    Wer keinen Grund zur Freude hat ist der Versicherte. Er muss alles bezahlen und muss auf eine Behandlung oft lange warten und stundenlang auf seinen „Turno“ warten.

    1. @asuncioner
      Kann mich nur dem Lob von „der bayer“ anschliessen: mir gefallen zwar auch (zumindest meistens 😉 ) Ihre Satire, aber wenn Sie ernste Kommentare schreiben, finde ich immer wieder Ihre Kenntnis und Ihr Wissen sehr fundiert. Sie scheinen über viele Hintergrundinfos zu verfügen. Daumen hoch!

  2. hallo asuncioner
    ihre „ernsthaften“kommentare sind mit das beste was es im
    wochenblatt zu lesen gibt.wirklich grosse sachkenntnis
    und ganz sachlich geschrieben.ganz eindeutig. sie wissen
    „wo der hase in paraguay entlang laeuft“.

    1. Danke bayer für dieses grosse Lob. Noch dazu wo es von jemanden kommt, der die Sachlage hier auch genauestens kennt.

  3. hallo asuncioner und bayer.
    es ist schön diese sachlichen schilderungen und kommentare von euch zu lesen.
    ich lebe in deutschland, komme seit 1996 jedoch alle 2 jahre für jeweils 8 wochen nach py. asuncion, hohenau, san bernardino und capiata. habe deutsche und paraguayische freunde. weiter so. mir liegt py.sehr am herzen.

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