Hunderttausende über Nacht ohne Strom

Asunción: Seit gestern Abend bis in die frühen Morgenstunden waren wieder rund hunderttausend Menschen ohne Energie. Laut der ANDE seien die meisten Probleme aber nun behoben.

Ingenieur Jorge Gamarra, Vertriebsleiter des staatlichen Energieversorgers ANDE, musste die Sachlage erklären. Schwere Unwetter mit starken Sturmböen am gestrigen Abend entwurzelten Bäume und zerstörten Leitungen. Gamarra betonte, es seien sicherlich 100.000 Menschen im Dunkeln gesessen. Die am schlimmsten betroffenen Bereiche waren San Antonio, Villeta, Villa Elisa und Ñemby.

„Wir haben 40 Reklamationen von Kunden. Insgesamt gibt es 550.000 Nutzer in der Metropolregion“, sagte Gamarra. Er fügte an, die Kunden müssten ihre Ansprüche auch geltend machen. „Wenn viele Beschwerden registriert werden dann arbeiten auch mehr Beamte der ANDE um das Problem schneller zu lösen“, betonte der Vertriebsleiter. Gamarra gab aber zu, dass im Moment immer noch Hunderte Kunden der ANDE im Großraum von Asunción ohne Energie wären. Diese Ausfälle würden aber so schnell wie möglich behoben, es seien nur “vereinzelte Reklamationen“.

Quelle: ABC Color

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8 Kommentare zu “Hunderttausende über Nacht ohne Strom

  1. Je mehr Reklamationen, destso schnellere und intensivere Bearbeitung der Störung ??? Der Online Chat der ANDE ist nicht erreichbar. Das Reklamations Formular auf der WebSeite erzeugt nach dem absenden eine Fehlermeldung. Ein Anruf landet in der (endlosen) Warteschleife. Keine Reklamation – keine Problem. Kein Problem keine Bearbeitung. Jetzt verstehe ich warum die ANDE die Probleme nicht in den Griff bekommt. Niemand beschwert sich !?
    Sicher gibt es in fast allen Ländern Schwierigkeiten, wenn Stromversorger neue Energietrassen verlegen wollen. Sicher sind auch in anderen Ländern die Bürger aufgebracht, wenn eine Trafostation in unmittelbarer Nähe gebaut werden soll. Es gibt nur wenige Länder, wo der Stromversorger so günstig und einfach an Strom herankommt und diesen „lediglich“ verteilen muss.
    Viele Stromversorger würden sich die Probleme der ANDE wünschen !
    Schon jetzt wissen die Verantwortlichen der ANDE, das es wahrscheinlich 2018 zunehmende Schwierigkeiten bei der Sicherstellung der Stromversorgung geben wird. Was wird unternommen?

  2. Die ANDE kommt weder günstig noch einfach an Strom. Acaray (100% ANDE) liefert nur wenig Leistung, Itaipú und Yacyreta sind je gut 350 km vom Hot-Spot Gross Asunción weg, wo gut 60 % des Stroms verbraucht wird (hohe Transportkosten und Stromverlust). Heisele, selber nur kurz ANDE Chef, hat nicht wirklich viel bewegt betreffend 2018. Die 500 kV LT von Ayolas nach Villa Hayes ist im Bau, das wird unternommen. ANDE baut neue Umspannwerke und potenziert und modernisiert alte, das ist doch die Voraussetzung, mehr Strom nach Gran Asunción zu bekommen, oder nicht?

    1. richtig Dieter. Wir sind halt umgeben von Heulsusen und Jammerlappen. völlig rat und hilflos, wenn mal etwas nicht nach DIN funktioniert. 14 Tage draussen bei den Ayoreos im Chaco leben. das fehlt hier so manchen 🙂

      1. Dir ist wohl nicht ganz klar, dass Elektrizitaet fuer viele Leute elementar fuer den Geldverdienst ist.
        Wenn du den ganzen Tag auf der Haengematte liegst und Terere mit lauwarmen Wasser schluerfst, kratzt das dich nicht besonders wenn Strom ausfaellt, gell?

  3. Wie hiess es am Anfang der Menschheit, vor Millionen von Jahren… im Garten Eden….

    Am Anfang sprachen ANDE und EVA…. Es werde Licht……… ( Bis heute, nach Millionen von Jahren, hat sich dieser WUNSCH IN Paraguay nicht erfuellt)

    1. Dein Satz „Es gibt nur wenige Länder, wo der Stromversorger so günstig und einfach an Strom herankommt und diesen „lediglich“ verteilen muss.“ stimmt nicht. Idealerweise wird dort produziert, wo der Strom auch gebraucht wird, das ist in PY nicht der Fall.

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