Hutewald im Aufwärtstrend

Paso Yobai: Das Projekt Hutewald scheint sich in Paraguay zu etablieren. Vor allem im Departement Guairá ist das System der Wald- und Weidenutzung weit verbreitet.

Drei verschiedene Komponenten der Walbewirtschaftung werden beim Hutewald genutzt. Es beinhaltet die Aufforstung von verschiedenen Baumarten, Weideflächen und die Nutztierhaltung. Somit ist eine gemeinsame Produktion aus mehreren landwirtschaftlichen Sektoren möglich. Dabei wird vor allem auch Fläche gespart.

Golfig Cruber arbeitet seit über 8 Jahren mit diesem System. „Diese Form der Weidehaltung für Tierfutter ist sehr rentabel, weil selbst in der kalten Jahreszeit, dank der Bäume, die sie schützen, das Gras die Nährstoffe nicht vollständig verliert. Selbst bei Minustemperaturen friert es nicht ab. Wenn das optimale Wachstum erreicht ist, werden die Bäume verkauft und erneut gepflanzt, um dieses System weiterzuführen“, sagte der Landwirt.

Die Pflanzung der jungen Bäume muss in einem Abstand von 6 Metern in der Tiefe und in 2 Metern Breite erfolgen. Auf diese Weise erhält das Gras genügend Sonne, damit die Blätter gut wachsen können. In den ersten Monaten wird ein ständiges Mähen empfohlen, damit der Baum im Wachstumsstadium nicht von der Weide verdrängt wird und seine Entwicklung beeinträchtigt. Heute werden am meisten Eukalyptusbäume für den Hutewald verwendet, weil sie schnell wachsen. Aber auch andere Baumarten kommen zum Einsatz.

Mit der Zeit wird die Anbaufläche dieses speziellen Systems entsprechend den Möglichkeiten des Landwirts mehr und mehr vergrößert.

Ein Hutewald umfasst folgenden Komponenten: Waldbäume, Weiden und Nutztiere in einem umfassenden rationellen Bewirtschaftungsschema einzubinden. Heute wird es von vielen Landwirten in ganz Paraguay immer mehr angewandt und Guaira ist eine der Departements, die diesen Trend noch stärker nutzen.

Edwin Peter, von der Yerbafabrik Aromatica aus der Kolonie Sudetia, hat das System Hutewald schon Jahrzehnte im Einsatz. Es dient vor allem dazu, eine nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben, um das notwendige Brennholz zum Trocknen der Yerba selbst aufzuforsten und nutzen zu können, ohne auf externe Zulieferer angewiesen zu sein. Somit wird eine mögliche illegale Abholzung vermieden.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Hutewald im Aufwärtstrend

  1. Eukalyptuscaramelo

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    Ausgezeichnet! Muss ja nicht immer alles gewinnoptimiert und gewinnmaximiert sein. Es würde mich freuen, wenn diese Idee wie sie im Artikel beschrieben ist mit „beinhaltet die Aufforstung von verschiedenen Baumarten, Weideflächen und die Nutztierhaltung“ rentabel ist und viele Bauern sich daran ein Beispiel nehmen.
    Zwar ist die Aufforstung mit „am meisten Eukalyptusbäume“ nicht besonders gut, denn dann wird ja doch wieder alles zur Monokultur. Gibt’s ja auch noch Esche, Linde, Apfel- und Birnenbäume ua. Aber im Großen und Ganzen schon mal ein fortschrittliches Denken im Einklang mit der Natur, etwas muss der Mensch ja essen, wenn auch nicht nur Eukalyptuscaramelos.

    1. AbholzenundmitEukalyptus"aufforsten"

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      Was wirklich ausgezeichnet ist, dass Sie nicht mehr in jedem Artikel toten Hund, Streichhölzer und sonstig Brennbares erwähnen. Sind Sie in eine andere Gegend gezogen?

      1. Eukalyptuscaramelo

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        Na, steht doch: Esche, Linde, Apfel- und Birnenbäume. Gut getrocknet, in kleine Hölzchen gefräst… brennt wunderbar 😉

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