Im Einklang mit dem Gesetz

Tavaí: Anscheinend sollen die Nationalpolizei und andere Behörden tatenlos zusehen, wie zahlreiche Lastkraftwagen mit Holz aus der Kolonie Tava Porã abtransportieren, im Einklang mit dem Gesetz. Nun wehren sich aber Bewohner aus dem Distrikt von San Marcos, Departement Caaguazú.

Die Präsidentin von der Nachbarschaftskommission San Marcoa, Juana Prieto, erklärte, die Bäume kämen aus dem Gebiet von San Rafael. Es ist rund 400 Hektar groß. Die Familie Merardo Mendoza, aus San Juan Nepomuceno, hat ein Grundstück neben der Liegenschaft. Es ist nur drei Kilometer davon entfernt.

Mendoza habe eine Genehmigung für das Fällen und Abtransportieren von Bäumen, die jedoch für eine andere, 500 Hektar große Fläche, erteilt wurde. Schwere Traktoren und Maschinen sind tagtäglich im Einsatz und roden geschützte Waldflächen.

Anfang der Woche versperrten Mitglieder von Prieto Lastkraftwagen den Weg aus dem 400 Hektar großen Gelände. Sie riefen die Nationalpolizei und forderten weitere Behörden zum Eingreifen auf.

Im Zuge dessen erschien Kommissar Mario Pérez vor Ort. Er ist für Ermittlungen ist solchen Fällen vom Departement Caaguazú schon des Öfteren dabei gewesen. Prieto verlangte, dass Peréz in die besagte Liegenschaft eindringe und sich selbst von den Rodungen überzeugen solle. Dieser antwortete, er habe nicht die erforderlichen Dokumente dafür.

Luis Rojas, Vorgesetzter von Pérez, sagte, es gäbe eine offizielle Genehmigung von der Nationalen Forstbehörde Infona für den Abtransport von Baumstämmen. César Florentin, Leiter von der Infona für San Nepomuceno, bestätigte, dass Mendoza eine Erlaubnis habe und dabei der korrekte Grundbuchauszug präsentiert worden sei.

Wochenblatt / ABC Color

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7 Kommentare zu “Im Einklang mit dem Gesetz

  1. Dass die Nationalpolizei und andere Behörden tatenlos zusehen ist einfach nicht wahr. Sie sehen aktiv und nicht tatenlos zu. Sehr aktiv sogar. Da kann man schon mal den Terere aus der Hand legen um mit beiden Händen zuzugreifen.

  2. Es gibt in Paraguay drei Gesetzesarten: 1.) Normale Gesetze, die mehr oder weniger beachtet werden. 2.) Undurchführbare Gesetze, die von niemand beachtet werden. 3.) Flexible Gesetze, die an die jeweiligen Gegebenheiten und Bedürfnisse von Amigos angepaßt oder zurecht gebogen werden. Keine leichte Angelegenheit für die Justiz.

    1. Es gibt auch zwei Sorten von Richtern im Land, die, die sich von einer Partei bestechen lassen (die Guten) und die, die sich an beiden Parteien bereichern und am Ende niemand einen Gefallen tun (die Schlechten).

  3. Nationale Forstbehörde? Was machen die den ganzen Tag? Genehmigungen zu erteilen, damit Geld reinkommt?

    Was ist denn, wenn jemand ohne Genehmigung rodet? Hmm, kommt drauf an, wer der Verantwortliche ist. Ist es ein Auslaender? Dann werden wohl Eilverfahren durchgefuehrt um sofortige Strafmassnahmen zu vollziehen.
    Und wenn es ein Diputado der „roten“ Partei ist? Dann soll sich die SEAM drum kuemmern. Und die SEAM sagt, die Forstbehoerde soll sich drum kuemmern, wir muessen den Lago Ypacarai retten mit der 174. Studie zum Thema, zufaelligerweise durchgefuehrt von guten Bekannten und Verwandten der SEAM-Direktoren. Bauliche Massnahmen? No hay dinero para eso, warten wir einfach auf Spenden aus Korea/Japan/Europaeische Union.

  4. Tja dafür kamen bei mir solche Staatsterroristen, als mich die Ande anwies, 3 alte, abgestorbene Bäume zu fällen, welche die Überlandleitung drohnten zu beschädigen , um mich dafür zu bestrafen! Man wollte mich vor den Kadi zerren, weil ich mich angeblich breicherte, weil ich auf MEINEM Land 3 Bäume fällte. Später kam raus dass es um ein Stück Land weiter oben ging, wo tatsächlich illegal gerodet wurde, dort gabs aber dann keine Sanktionen .

    1. Ja Christian, ich kenne so einige die gut vorbereitet nach PY ausgewandert sind, und wollten sich das ganze wilkür mit ande und essap usw nicht antun. So haben sich für viel Geld eigenen Brunnen+Solarsystem installiert. Somit haben die IMMER wasser, IMMER strom, auch wenn das ganze barrio im Dunkel sitzt und die vorräte aus der tiefkühler aufbrauchen muss.

      Hat viel geld gekostet, aber zahlen kein guarani an ande+essap für das miese service und gar nicht verbrauchte wassermenge die essap mitlerweile an die rechungen stellt.

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