Im Land der Amigos

Ciudad del Este: Dass Paraguay als Schmugglerparadies bekannt ist, liegt nicht zwangsläufig an den Schmugglern, sondern oder im besonderen Maß an den Autoritäten, die lieber Geld von Schmugglern annehmen als selbst als Helden dazustehen. Im Land der Amigos.

Eine Reihe von Überwachungsvideos aus dem Zollbereich des Grenzübergangs an der Freundschaftsbrücke zeigt, wie die Zöllner die Waren in Kleinbussen verifizieren und später dann den Fahrer bedrängen eine Summe auf dem Sitz liegen zu lassen, die sie sich aneignen. Dem Land und der Staatskasse würde es weitaus besser gehen, wenn nicht so viele, sagen wir mal Blutsauger, an solchen Positionen eingesetzt wären. Da das Personal auszuwechseln auch keine Möglichkeit ist, da sich solche Fälle nur wiederholen, wäre nur ein striktes Vorgehen auf beiden Seiten der Grenze oder eine digitalisierte Zollabfertigung zu Gunsten des Staates umsetzbar. Aber bitte schauen sie selbst und überzeugen sie sich davon, was schon immer vermutet wurde.

Wochenblatt / Hoy

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2 Kommentare zu “Im Land der Amigos

  1. Solange Korruption nicht als Schwerverbrechen gewertet und geahndet wird, sondern eher als eine clevere Tat von „intelligenten“ Menschen, wird sich an diesen Zuständen in Paraguay niemals etwas ändern. Hier ist einfach kein Unrechtsbewußtsein vorhanden, auch keine Moral und vor allem keinerlei Wertevermittlung die den Menschen automatisch das schlechte Gewissen aufkommen lassen würde. Und wie schon gesagt, Menschen ohne Werte haben KEINE WERTE UND KEINE MORAL, sie sind daher zu allem jederzeit bereit. Lediglich die Angst vor Strafe kann sie abhalten ein Unrecht zu tun. Wenn aber auch die Strafen nur selten erfolgen, man sich von den Strafen frei kaufen kann – ja was soll man dann noch erwarten können? Wäre ich nicht grundsätzlich gegen die Todesstrafe (aus Glaubensgründen) ich würde für Korruption tatsächlich die Todesstrafe einfordern!

  2. Absoluter Normalfall. Keinen Artikel wert. Besser dann berichten, wenn die Amigos den Staat einklagen und ihr Geld zurück haben wollen. Also blind sind se ja auch nicht, dass sie die Kameras nicht bemerkt hätten. Sind ja nicht erst seit gestern dort angebracht. Neu ist jedoch, dass die Sequenz nicht durch eine andere, „leere“ Standbild-Sequenz ersetzt wurde. Na, vielleicht ist dieser Angestellte gerade Krank. Also irgend etwas scheint da wirklich krumm gelaufen zu sein. Da haben die Amigos auch recht den Staat einzuklagen.

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