Immobilien-Blase könnte platzen

Der Immobilienboom in Paraguay begann vor etwa sieben Jahren, einige Vertreter in der Baubranche warnen nun vor einer Blase im Hinblick der Überversorgung, die zu platzen drohe. In der Tat seien erst 30% bis 35% der Wohnungen in Luxus Gebäuden der Stadtviertel Santa Teresa, Villa Morra, Trinidad und weitere entweder verkauft oder vermietet.

Grund dafür sind die hohen Preise, einige Wohnungen kosten bis zu einer Millionen US Dollar, die Mietpreise betragen über 3.000 USD. Viele in- und ausländische Investoren sind schon nervös, weil die zu erwartenden Renditen nicht erreichbar seien. Es wird geschätzt, dass nicht mehr als 1.500 Personen die finanziellen Möglichkeiten besitzen, solche Luxusgüter zu erwerben oder zu mieten. Studien zeigen, in den letzten fünf Jahren habe sich der Mietpreis an den Hauptstraßen von 4 USD auf 13 bis 15 US$ je Quadratmeter verteuert.

„Das Wort Blase ist etwas irreführend, es existiert ein Überangebot, denn es gibt eine Reihe von Wohnhäusern, die in den letzten Jahren schnell gebaut wurden. Die Nachfrage wird aber in den nächsten fünf Jahren das Angebot decken“, sagte Victor Calcena von Capitalis.

„An einem gewissen Punkt werden die Preise nach unten gehen, es ist unwahrscheinlich, dass das, was in anderen Ländern passiert, auch hier eintrifft, weil die meisten Objekte als Anlage dienen“, fügte er an.

Calcena betonte noch, die öffentliche Infrastruktur in Asunción würde in den nächsten Jahren besser, sodass auch mehr Menschen in die Stadt kämen, dann würde sich Angebot und Nachfrage im Immobiliensektor wieder von alleine regeln.

Quellen: 5dias, EFE