Indert setzt drei Milliarden Guaranies in den Sand

Asunción: Das Nationale Institut für ländliche Entwicklung und Land (Indert) steht des Öfteren in der Kritik. Nun hat es fast 3.000 Millionen Gs. verschleudert, weil es zweimal für die gleichen Projekte bezahlte.

Es ging um eine Ausschreibung im Jahr 2014 über den Bau eines Wassersystems in der Stadt von San Pedro. 2015 wurde das gleiche Projekt an eine Nichtregierungsorganisation ONG vergeben und noch einmal bezahlt.

Solche Organisationen sind äußerst fragwürdig. Sie sind in den Händen einiger Politiker und Freunde aus der Regierung von Horacio Cartes.

Laut den Unterlagen aus dem Portal für das öffentliche Auftragswesen erfolgte 2014 eine Ausschreibung für ein Wassersystem in Siedlungen von San Pedro. Mehrere Verträge wurden dabei abgeschlossen. Im darauffolgenden Jahr musste das Indert wieder Millionen für den Bau von dem gleichen Projekt bezahlen. Dieses Mal mit der Vermittlung durch die ONG. In mindestens drei Fällen wurden die Gelder schon im Vorfeld ausgeschüttet.

Justus Cardenas ist der aktuelle Präsident von dem Indert und verantwortlich für das Projekt. Er wurde von Reportern bezüglich der doppelten Bezahlung für die gleichen Arbeiten kontaktiert antwortete aber weder auf Anrufe noch Mails.

Des Weiteren wurde Fernando Saguier vom Indert versucht zu erreichen, der den Auftrag für das Brunnenbohren an eine ONG vergab. Er antwortete, dass er keine genauen Informationen über die damalige Ausschreibung und Angebote habe.

Quelle: ABC Color

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6 Kommentare zu “Indert setzt drei Milliarden Guaranies in den Sand

  1. Die Verantwortlichen sollten normalerweise sofort verhaftet und für mindestes 20 Jahre hinter Gitter gesetzt werden. Das sind doch absolute Volksverbrecher am Vermögen der Bürger, sprich Steuerzahler. Aber vermutlich wird man die Schuldigen nie finden und das erschlichene Volksvermögen wird unter den „ehrenwerten“ Damen und Herren fröhlich verteilt. Bis zum nächsten Streich.

  2. Indert setzt drei Milliarden Guaranies in den Sand, naja, kann ja mal passieren, haben es nicht extra gemacht, weshalb die Verantwortlichen ihren Job auch weiterhin mit großem Fleiß ausüben werden.

    1. Genau das ist ihr Job. Genau dafür werden sie bezahlt.
      Steht ja alles im Artikel – sie haben sicher zu stellen, daß die Aufträge an die richtige NGO (welche einflußreichen Politikern gehört) vergeben wird. Deswegen bekommen sie ihre guten Gehälter – sie haben den Posten ja auch nicht durch Qualifikation oder offene und faire Ausschreibung (wie in Europa) bekommen, sondern durch eben diese Personen.

      Das ist ein Win-Win Spiel, sowohl Politiker, als auch Funktionäre leben davon sehr gut.
      Da sowohl die Politik, als auch die Staatsanwaltschaft und die Polizei alle das gleiche Spiel spielen, gibt es auch kein Interesse, daran etwas zu ändern. Auch das Volk hat damit in der Regel kein Problem, hoffen sie doch nach der nächsten Wahl auch mitspielen zu können.

      Es ist unser Rechtsverständnis aus Europa, das UNS zum Problem wird. Hier gibt es andere Regeln und hier spielt man ein anderes Spiel. Hier zählt die Familie weit mehr als das Gesetz oder irgendein Gesetzestext.

    2. Eben, das kann ja mal passieren. Viel konsequenter muss man bei Autofahrern sein, die kein Feuerlöscher im Kofferraum haben. Da muss es eine heftige Strafe setzen.

      1. „Da muss es eine heftige Strafe setzen.“
        Aha 🙂
        Ich sehe du beginnst zu verstehen.
        Irgendwo muß das ganze Geld mit dem diese Menschen spielen ja herkommen.
        Mitspieler werden ohnehin nicht bestraft – dumme Gringos oder Paraguayer ohne Mafiaanschluß schon.
        Ausländische Investoren werden gelockt, um ihnen ihr Geld zu nehmen, damit es unter den Spielern aufgeteilt werden kann. Das gilt auch für die lieben Sparer, auch wenn das viele hier nicht gerne hören. Gehört auch zum Spiel.

        Genauso wie günstiges Land. Wird schon verkauft. Manche bekommen auch einen Titel. Aber wenn es gut erschlossen ist und Gewinn abwirft, dann kommt ein Spieler und holt es sich. Zur Not werden halt Gesetze rückwirkend umgeschrieben. Kein Problem, solange man sich an die Spielregeln hält. Und die sind – jeder Spieler teilt mit anderen Spielern und gemeinsam werden die „anderen“ (das sind wir und der Rest der Welt) richtig abgezockt. Gilt hier von Klein (Handwerker) bis groß (Minister) – alle im selben Spiel.

  3. @ Christian:
    Ein lieber, vertrauenserweckender Verein die Indert,nicht wahr?
    Aja, es werden ja auch keine Leute und Indianer von ihren Grundstücken vertrieben.
    Ich rate DIR krieg deinen Asch hoch und mach doch mal die Augen und Ohren RICHTIG auf!!! 😉

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