Intime Videos verbreiten: Staatsanwaltschaft alarmiert durch vermehrte Anzeigen

Asunción: Die Staatsanwaltschaft zeigte sich alarmiert über die Zunahme von Fällen, die mit der Verbreitung intimer Videos zwischen Paaren zusammenhängen. Sie erinnerte die Öffentlichkeit daran, dass eine solche Vorgehensweise bestraft werden kann.

Die Staatsanwältin Irma Llano erinnerte daran, dass Fälle, die als Verletzung der Privatsphäre eingestuft wurden, eine Straftat seien.

Llano erklärte im Programm La Lupa, dass die als “pornovenganza” bekannten Fälle zunehmen angezeigt werden, insbesondere von jungen Menschen.

Obwohl sie weiter sagte, dass die Praxis des Sextings (das Versenden von sexuellen Inhalten) bei Paaren üblich sei, erinnerte Llano daran, dass die Veröffentlichung ohne Genehmigung eines der Beteiligten als Straftat zu werten sei.

Llano zitierte Artikel 144 des paraguayischen Strafgesetzbuchs, der von der Verletzung des Rechts auf Kommunikation und Image spricht.

Die Vorschriften sehen eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe für Personen vor, die ohne ihre Zustimmung intime Angelegenheiten einer dritten Person anhören, aufzeichnen, speichern oder offenlegen.

Llano erklärte weiter, dass dies für die Betroffenen eine Verletzung des intimen Lebens darstelle. Es kann jedoch zu höheren Strafen führen, wenn nachgewiesen wird, dass das Opfer zusätzlich erpresst oder gezwungen wurde.

Diese Straftat gilt jedoch nicht nur für Paare, sondern für jede Person, die an der Verbreitung von Informationen dieser Art beteiligt ist.

Das heißt, es kann auch für diejenigen gelten, die an der Veröffentlichung über soziale Netzwerke oder Messaging-Anwendungen beteiligt sind.

„Wir hatten Fälle, in denen das Handy gestohlen wurde oder zu Reparaturen führte und Bilder veröffentlicht wurden. Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass alles, was gelöscht ist, wiederhergestellt werden kann“, sagte sie.

Ein Fall dieser Art ereignete sich vor Tagen und betraf eine Frau, die offenbar auf den Facebook-Account ihrer Ex-Partnerin zugegriffen und Fotos sowie intime Videos gepostet hatte.

Die Identitäten wurden nicht bekannt gegeben, aber Llano erklärte, dass dies zwei Frauen sind, die eine romantische Beziehung pflegten und sich dann getrennt hatten.

In Bezug auf die verbreiteten Bilder berichtete die Staatsanwältin, dass die Fotos und Videos einvernehmlich aufgenommen worden seien, es jedoch nie eine Genehmigung zur Veröffentlichung gegeben habe.

Wochenblatt / Ultima Hora

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2 Kommentare zu “Intime Videos verbreiten: Staatsanwaltschaft alarmiert durch vermehrte Anzeigen

  1. Daten die gelöscht werden können grundsätzlich wieder hergestellt werden, da sie nur aus dem Index der Dateizuordnungstabelle entfernt werden. Das gelöschte Daten wiederhergestellt werden können gilt besonders dann, wenn sie gelöscht und keine neuen Daten generiert werden.
    Daten können jedoch überschrieben werden, besonders dann, wenn man relativ wenig Speicherplatz zur Verfügung hat. Dann sind die gelöschten Daten nicht wieder herstellbar, da sie durch neue Daten überschrieben werden. Sonst einfach es so machen wie die UBS: Speichermedium ausbauen und in den Schredderraum legen. Damit sie nicht versehentlich gar noch geschreddert werden. Und sonst hilft die Regierung dann schon, damit das Gras schnell wächst.

  2. einerseits gebe ich Dir Recht, nur löschen bringt zwar Speicher aber sonst nix. Anderseits, kann ich Dir kein Recht geben, weil wenn Daten gelöscht und mehrmals beim Löschen überschrieben werden, kann man diese nicht einmal in der Spur 0 ( das ist auf jedem Speichermedium die Spur, die ein oder ausgelesen wird vom Betriebssytem, egal welches, um zu starten) wider herstellen. Wenn ich allerdings die Daten auf einem Cloudserver postiere oder die schon jemanden gesendet habe, sieht es schlecht aus mit dem komplett entfernen. Da jeder ja so eingestellt ist, seinem Freund oder Freundin, mitzuteilen was fürn geilen ” Sex” man hatte, landen solche Videos oft im Netz. Wenn man die ganzen CSI usw. sieht, können die aus einem völlig zerstörten Speichermedium widerherstellen, ja geht, solange die Spur 0 intakt ist, ansonsten ist es fast nicht möglich, der art zerstörte Datenträger wieder einigermaßen herzustellen.

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