IPS Krankenhaus in Guairá vor dem Kollaps

Villarrica: Seit mehr als drei Monaten können im IPS Krankenhaus von Villarrica, Guairá, keine primären Analysen durchgeführt werden. Die Geräte sind defekt. Versicherte müssen auf private Sektoren zurückgreifen und die Kosten selbst bezahlen. Es gibt noch weitere Probleme.

Dr. Esteban Ramirez, Direktor vom IPS Krankenhaus, bestätigte das Manko bei den Analysen. Er betonte aber, das Problem sei an die zuständige Abteilung im Departement Central gemeldet worden. Bis jetzt habe es aber noch keine Antwort gegeben.

Das hat zur Folge, dass keine klinischen Studien über Werte von Cholesterin, Triglyceriden, Harnsäure, Check-ups usw. durchgeführt werden können. In dem Sektor müssen Patienten auf das Hospital Regional oder private Einrichtungen zurückgreifen. Das verursacht Kosten in Höhe von mindestens 50.000 Guaranies.

Des Weiteren beschweren sich Versicherte über den ständigen Mangel von Medikamenten oder anderen medizinischen Hilfsmitteln. Sie müssen Arzneimittel kaufen um ihre Behandlung fortzusetzen. Vor allem Medikamente gegen Bluthochdruck und Diabetes sind überhaupt nicht vorhanden.

Ramirez erwiderte darauf, dass monatlich 50.000 bis 80.000 Tabletten für diese Krankheiten angeliefert würden, aber durch die hohe Nachfrage der Bestand nicht ausreiche.

Patienten, die stationär aufgenommen werden müssen berichten über eine gute medizinische Versorgung. Jedoch seien die Zimmer durch Feuchtigkeit an den Wänden beschädigt. Das dürfte auch an dem Alter des Gebäudes liegen. Insgesamt verfügt das Krankenhaus nur über 38 stationäre Betten, einschließlich für Geburten und Notfälle.

Quelle: ABC Color

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4 Kommentare zu “IPS Krankenhaus in Guairá vor dem Kollaps

  1. Tja und anderweitig werden brachiale Summen in die eigene Tasche geschleust. Wo sind die Reichen, die sich mal caritativ zeigen, wenn sie eh das Volk ausbeuten?

    1. Die Politiker, die das zu verantworten haben, sind einfach nur Psychopathen – es fehlt an Verantwortungslosigkeit, Empathie und Gewissen.
      Man müsste diese Leute selber bei Krankheit in das IPS-Krankenhaus stecken damit die sehen, wie schlimm es da zugeht. Das Krankenhauspersonal trifft wohl am wenigsten die Schuld. Es muss schlimm sein in solchen Zuständen zu arbeiten – wahnsinnig viele Patienten, zu wenig Medikamante, defekte Geräte, leidende Kinder und Erwachsene, extreme Wartezeiten und das Gehalt dürfte auch nicht allzu hoch sein.

  2. Diese Zustände herrschen in sämtlichen IPS-Hospitälern.
    Was Wunder, daß sich die Arbeiter und Angestellten nicht versichern wollen.
    Sie verlieren 10% ihres Gehaltes, der Arbeitgeber steuert ungefähr das Doppelte bei.
    Und wofür?
    Damit die Versicherten im Krankheitsfall trotzdem die Medikamente und andere notwendige Dinge aus eigener Tasche bezahlen müssen.

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