Itaipú: Konflikte könnten zu einer Tariferhöhung der Strompreise führen

Asunción: Ein Konflikt, der zwischen Paraguay (ANDE) und Brasilien (Eletrobras) für die Stromabgabe von Itaipu entstanden ist, kann zu einer Erhöhung der Tarife für paraguayische Kunden führen.

Fabián Cáceres, technischer Manager von dem staatlichen Energiekonzern ANDE, erklärte, dass die brasilianische Seite von dem binationalen Wasserkraftwerk Itaipú (Eletrobras) das Volumen der Energie durch die ANDE in Frage stelle. Es geht in erster Linie um zusätzliche Energie zur garantierten (billiger). Die Behörden des Nachbarlandes fordern, dass der paraguayische Staat im Gegensatz zu den Vorjahren mehr garantierte Energie (teurer) kauft.

„Wir suchen nach dem niedrigsten Tarif. Brasilien ist der Ansicht, dass die festgesetzte Energiemenge, die wir abnehmen, unter dem liegt, was die ANDE eigentlich verbrauchen sollte, aber das ist ihre Meinung. Wir sind uns nicht einig und müssen sehen, mit welchem Kompromiss dieser Konflikt gelöst werden kann. Niemand darf uns zu etwas zwingen. Wenn wir das Volumen der Energie erhöhen, kann dies unsere endgültigen Kosten nach oben schrauben und die Tarife der ANDE erhöhen. Das passt uns nicht. Wir werden uns verteidigen, sodass es für den Endbenutzer keine Steigerung gibt“, sagte der Ingenieur.

Die ANDE plant bereits dieses Jahr 5% mehr Energie von Itaipú zu beziehen, aber der Vertrag wurde noch nicht unterzeichnet. Die fehlende Definition über den Bezug des Stromes blockiert Verträge und gefährdet sogar die Pläne des Unternehmens.

Derzeit kauft die ANDE mit einer Formel (garantierte Energie plus zusätzliche Energie) Energie von Itaipú für rund 30 USD pro Megawattstunde (MWh). Dieser Wert wird jedoch erheblich ansteigen, wenn die Brasilianer das Armdrücken gewinnen.

Cáceres erklärte, dass das Eingreifen des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) bereits beantragt worden sei, weil so die Regierung eingeschaltet werden könne. Dies sei in der Charta der ANDE so festgelegt.

Ziel ist es, dass Präsident Mario Abdo Benítez über genaue Informationen verfügt, nicht nur um eine Lösung für den aktuellen Konflikt zu suchen, sondern auch um Gespräche mit seinem brasilianischen Amtskollegen Jair Bolsonaro im Rahmen der Neuverhandlung von Anhang C ( finanziellen Grundlagen) des Vertrags von Itaipú für 2023 in die Wege leiten zu können.

In diesem Zusammenhang wurde gefragt, ob es bereits einen offiziellen Antrag Brasiliens auf die Senkung des Stromtarifs bei Itaipú innerhalb von vier Jahren gebe (sobald die Schulden mit Eletrobras bezahlt wurden). Caceres gab an, dass er keine Kenntnis von diesem Vorschlag habe.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Itaipú: Konflikte könnten zu einer Tariferhöhung der Strompreise führen

  1. Das System kommt mir sehr merkwürdig vor. Die Energien, die entnommen werden, sind doch frei verfügbar. Da ist es doch egal, wer was verbraucht. Das die Instandhaltung und Verwaltung des Kraftwerkes etwas kostet, ist klar und das kann man ja entsprechend aufteilen. Momentan hört es sich für mich so an, dass Brasilien enorme Mengen Energien entnimmt und wir hier in Paraguay hohe Stromkosten (und viel zu wenig Energie) haben.

  2. so ein quatsch, Mario Abdo Benítez wird am dienstag mit brasielien zum schein verhandeln, unter dem tisch ein köfferchen zugeschoben bekommen und in den nächsten monaten wird verkündet das sich eine strompreiserhöhung nicht abwenden läst und die schuld wird dem volk zugeschoben weil es zu viele klimaanlagen betreibt.

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