Itaipú Vertrag wird minutiös hinterfragt

Asunción: Nachdem am Wochenende erste Rufe zu einem Amtsenthebungsverfahren zu hören waren, wollen heute beide Kammern des Kongresses Involvierte zu dem Vertrag anhören. Vor der Ande streikt heute das Personal. Dies sieht die Souveränität des Landes als verkauft an.

Verdenken kann man ihnen es nicht. Wenn Brasilien Paraguay als kleinen Dummen ansieht und dies auch noch durch geheime Verhandlungen, Verträge und Klauseln herauskommt, deren Vorteile für das Land wirklich keiner erklären kann, dann ist es Zeit einzugreifen.

Heute werden Außenminister, Botschafter, Itaipú Präsident und andere Involvierte vor dem Abgeordnetenhaus und dem Senat ihre Version zum Besten geben, nachdem die Ande und Paraguay durch Brasilien und Itaipú zu einer Unterschrift in einem Vertrag gezwungen wurden, der sie bis 2023 wenigstens 200 Millionen US-Dollar kosten wird. Paraguay soll zu höheren Tarifen überschüssige Energie einkaufen, obwohl diese bisher günstiger für Paraguay war, da sie weniger garantierte Menge benötigte als wie das Nachbarland mit einer viel höheren Nachfrage.

Präsident Mario Abdo Benítez sagte schon seine Türkei Reise ab, die für Samstagnacht angesetzt war und Außenminister Castiglioni erklärte gestern Abend, dass man Brasilien bitten wird, diesen Vertrag nicht zu berücksichtigen. Obwohl der brasilianische Präsident Bolsonaro schnell Abdo unterstützend unter die Arme griff, will und kann keiner in Paraguay die Vorteile oder Notwendigkeit erkennen, weswegen sich Paraguay finanziell so benachteiligen lässt. Da das Thema politische Sprengkraft hat ist auch in den kommenden Tagen noch mit Protesten oder wichtigen Rücktritten zu rechnen.

In Hinsicht auf die Verhandlungen zum neuen Itaipú Vertrag in 2023 sendet Paraguay zumindest ein Zeichen, welches keineswegs mit Unterwürfigkeit zu erklären ist.

Wochenblatt / Abc FM

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2 Kommentare zu “Itaipú Vertrag wird minutiös hinterfragt

  1. Das ganze war nicht schwer zu erraten. Itaipu wird in absehbarer Zeit brasilianisch sein. Darauf lege ich mich mal fest. Irgendwann nützt eben jeder sein Größe und Stärke aus falls diese vorhanden ist und genutzt werden kann. Da gibt es dann kein wir mehr. Die einzige Ausnahme weltweit ist Deutschland. Da kann abgesehen vom eigenen autochtonen Staatsbürger jeder kommen, die deutschen Politiker machen sich in jedem Fall kleiner als der Hüstel „Verhandlungs“partner.

  2. Ich sehe gerade nicht, wer da linke Hand neben dem Präsidenten von Paraguay steht und so herzhaft „ehrlich“ (Satire) lächelt …

    ist es der alte, der neue oder der ganz neue Präsident von Itapua/ANDE?

    Ganz gleich, koscher sieht anders aus.

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