Ja, ich will

Asunción: Niemals gab es so viel Zustimmung in einem Saal wie gestern in der Kathedrale Metropolitana der Hauptstadt. 111 Paare gaben sich das Ja-Wort und schworen sich die Treue.

Eine kollektive Hochzeit mit dieser Anzahl von Brautpaaren gab es bisher noch nicht in Paraguay, erklärte der Vikar Martín Ortiz Esteche.

Seit den Morgenstunden spürte man die Nervosität einer Hochzeit, nur multipliziert mal 111. Die Bräute ließen sich die Haare von Star-Friseur Joseph Coiffure, um ab 16.00 Uhr die religiöse Zeremonie zu beginnen. Organisiert wurde die Gruppenhochzeit von der Santa Librada Stiftung, der AJ Vierci Gruppe, wegen des 50. Jubiläums.

Nachdem sie beim Friseur fertig waren fuhren sie in klimatisierten Bussen zur Kathedrale, wo die zukünftigen Bräutigams auf sie warteten. „Er soll auf mich im Schatten warten. Wie viele Jahre hab ich auf ihn gewartet?“, sagte eine der Bräute.

Um dieses Aufkommen zu bewältigen waren 16 Pfarrer zugegen, die sich den 222 Personen annahmen. Familienangehörige und Kinder der Paare füllten den Saal bis an die Schmerzgrenze.

“Die Begünstigten sind entweder Angestellte der AJ Vierci Gruppe oder Personen, die Hilfe und Unterstützung durch die Stiftung erhalten. Bevorzugt wurden Personen, die entweder sich keine Hochzeit leisten konnten oder keine Zeit haben alle Dokumente zu beschaffen“, erklärte Cynthia Melgarejo, Sprecherin der Stiftung Santa Librada.

Nach der religiösen Zeremonie wurden alle zum Feiern in das Ex Seminario Metropolitano gefahren.

Wochenblatt / Última Hora

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20 Kommentare zu “Ja, ich will

  1. Nach etlichen Jahren in Paraguay ist mir noch nicht aufgefallen, dass der ehelichen Treue irgendeine Bedeutung zugemessen wird.

    1. Wobei hinzuzufuegen ist, dass die Ehemaenner hauptsaechlich wenig Bedeutung interpretieren, gleichzeitig aber von ihren Frauen absolute Treue und Hingabe verlangen.

      Naja, trotzdem eine nette Aktion, aermeren Menschen die kostspielige Hochzeit zu finanzieren.

  2. Star-Friseur Joseph Coiffure. Naja, Joseph Coiffure Ladenkette, in Europa wohl mit Prädikat billig, hier mit Postikat caro, aber was, wie, wo daran ein Star sein soll, soll mir mal einer erklären.
    Ist ja toll, dass man diesen Menschen, die sich sonst keine Hochzeit hätten leisten können, ein Stückchen Papier und einen Schluck Wasser spendiert hat, inklusive lateinische Verse dazu.
    Denn genau diese Menschen musste sich ihre komischen Gewänder neu kaufen. Nein, denkste, da wird nichts Gebrauchtes angezogen. Aus wenn sie die komischen Gewänder wegen Nichtgebrauchts weiter verschenken werden, diese werden auch nichts Gebrauchtes zur Hohenzeit anziehen.
    Aber alles in allem sicher einen toller Tag, bei dem ich echte froh war dort nicht anwesend sein zu müssen und meine Zeit zu mit alten esotherischen Bräuchen zu verplemperlen.

  3. Für mich als bekennenden Christen sind die meisten kirchlichen Trauungen ein Hohn! Warum? Damit meine ich nicht die kirchliche Trauung an sich, sondern der ganz offensichtliche Gelöbnis-Mißbrauch der Menschen. Die Brautpaare geloben vor Gott sich ewige Treue und halten sie meistens dennoch nicht. Oder noch schlimmer, sie wissen genau, daß sie dieses Gelöbnis nicht halten wollen/können. Glaubt man an Gott wirklich, warum bricht man dann dieses Gelöbnis? Glaubt man an Gott nicht, warum läßt man sich dann überhaupt kirchlich trauen? Dann wäre es doch ehrlicher, ganz auf eine kirchliche Trauung und ein Versprechen vor Gott zu verzichten! Wenn ich etwas in den Kirchen zu sagen hätte, würde ich kirchliche Trauungen nur zulassen, wenn die Paare vorher wenigstens 6 Monate einen Glaubenskurs besucht hätten und danach aus ehrlicher Überzeugung vor den Altar treten wollen und sich die „ewige Treue“ schwören. Ich weiß, mit dieser Meinung werde ich wieder einmal hier anecken. Doch das schert mich nicht. Ich stehe zu meiner Überzeugung.

    1. Ich bin zwar nicht verheiratet, aber ich denke die kirchliche Trauung ist einfach die Illusion vieler Frauen, ein Bild was man ihnen im Kindesalter schon vermittelt, eines Tages im Brautkleid und Blumenstrauss vor einem Pfarrer die Ehetreue zu schwoeren und hinten die Hochzeitsgaeste, die sie bewundern und gratulieren.
      Religion und Gott spielen da nur eine geringe oder ueberhaupt keine Rolle.

        1. Danke der Nachfrage, ich bin bedient! Die Laienpredigten kommen mir aus den Ohren raus. Vielleicht interessiert Sie als Lutheraner folgendes:
          Der Bauernkrieg, eigentlich eher eine Kette verschiedener kleinerer Bauernaufstände im süddeutschen Raum, richtete sich gegen die zunehmende und kaum mehr tragbare Ausbeutung der Bauern durch Fürsten und Kirche. Während Letztere ihren Reichtum immer mehr zelebrierten, nagte die ländliche Bevölkerung buchstäblich am Hungertuch.
          Luther war nicht so sehr ein Freund des kleinen Mannes, wie man vielleicht meinen könnte. Trotz seiner Kritik am Klerus war der berühmte deutsche Reformator ganzt im Gegenteil eindeutiger Befürworter der Obrigkeitshörigkeit. Luther: „man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich…wie einen tollen Hund“.
          Angesichts der unzähligen allein an Hunger gestorbenen Bauern, und das durch pure Ausbeutung, eine bemerkenswerte Haltung Luthers.
          Quelle: Dr. Jörg Zorn.
          Soweit zu unserem tollen Reformator, der seine Anhängerschaft genauso hat wie alle anderen religiösen Gauner auch.

  4. Nachtrag für unseren lutherischen Laienprediger:
    Zur Zeit Luthers wurden mit Behinderen geborene Kinder Wechselbälger genannt, weil man sich ihre später ausgeprägte Behinderung damit erklärte, dass der Teufel das gesund geborene Kind heimlich gegen das behinderte Kind ausgewechselt habe. Luther übernahm diese Sicht und beschrieb Behinderte in seinen Reden und Schriften ausnahmslos als Teufelsgeschöpfe.
    Der NS-Gutachter Werner Catel rechtfertigte 1940 die „Euthanasie“ genannte Ermordung von bis zu 16.000 missgebildeten Kindern mit Luthers Aussagen.
    Quelle: Wikipedia
    Ob der FSB dahinter steckt? Das ist zwar der russische Inlandsgeheimdienst und nicht der Ausnahmsgeheimdienst, aber egal. Die Russen sind schuld.

    1. Sind Sie nun fertig? Was haben diese „ollen Kamellen“ und völlig falsch interpretierten Scheinargumente mit dem Artikel von heute zu tun? Außer daß Sie schon wieder als bekennender Antichrist überschäumen und völlig unnötig auf die Kirchen im allgemeinen und Luther im besonderen eindreschen und damit dem Leserpublikum demonstrieren, wie sehr Sie auf Kriegsfuß mit den Christen stehen. Bleiben Sie doch einfach mal sachlich und beim eigentlichen Thema. Auch haben Sie bis heute die oftmals gestellte Frage nicht beantwortet, warum Sie innerhalb von wenigen Monaten ihren ursprünglichen Namen „morbus ignorancia“ hier mehrfach geändert haben. Dafür muß es doch Gründe geben oder laufen Sie vor etwas davon?

      1. Ob ich mein Pseudonym geändet habe oder nicht geht Sie sicher nix an. Ich habe Sie auch nicht gefragt, warum Sie nun Simplicus sind und nicht mehr Maaaani.

        1. Oh, das kann ich gerne beantworten: Auf anraten der Redaktion mußte ich mein Pseudonym leider ändern, was ich noch heute bedaure. Dies hatte rein technische Gründe, da meine Kommentare nicht mehr in der Redaktion ankamen. Daß ich vorher MANNI war, ist wohl jedem klar und dazu stehe ich, im Gegensatz zu Ihnen der sich alle paar Wochen hinter einem neuen Namen versteckt. Doch Ihre antichristlichen Ausfälle und Haßkommentare gegenüber allem was mit Kirchen, Christen oder Gott zu hat verrät sie immer wieder auf´s Neue.

          1. Das verstehe ich jetzt aber nicht. Warum sollten Kommentare mit Username Mani aus technischen Gründen nicht mehr auf dem Server ankommen? Übrigens ist Simplicus doch ein genialer Username, könnte von mir stammen, wen ich Latein könnte.

  5. Es ist sehr von der Stiftung den Paaren dieses Erlebnis zu schenken.Gerade für die Frauen ist besonderes Ereignis.
    Hier kann man schreiben, lästern was man möchte , mit Ehelichen Treue ist es Paraguay nicht ganz ernsthaft.bei den Herren der Schöpfung bestellt. Nicht nur Paraguayer bocken um her,die Zuwanderer sind auch viel besser, sie lassen auch kein Topf anbrennen. Nicht alle gehen fremd,es gibt normale Menschen!
    Wie ich sah sind viele gestandene Frauen und Männer dabei, die schon länger Zusammen sind und hoffentlich auch bleiben!
    Ich Ihnen alles gute und Gottes Segen.

  6. Ich finde man kann Religionen schon kritisieren. Für mich entbehren sie jeder Logik. Doch sollte man nicht an Gott glaubende Menschen so persönlich kritisieren wie in den Kommentaren oben.
    Zumal Simplicus ja geschrieben hat, dass er die heidnischen Rituale der Kirchen kritisiert, da sie nichts mehr mit dem Glauben an Gott zu tun haben. Finde ich gut.
    Wenn jemand seinem Glauben folgt, so wie es Simplicus tut, dann ist das doch ok.
    Er darf ja wohl noch seine Meinung darüber in einem Forum schreiben, vor allem dann, wenn es das Thema trifft. Und hier geht es nun mal um ein Thema, welches Religion betrifft.

    1. Damit bin ich einverstanden, es ist allerdings überflüssig dauernd zu erwähnen….ich als gläubiger Christ. Das wissen die Leser nunmehr ad nauseam. Was wäre, wenn ich dauernd meine Kommentare beginnen würde: ich als gläubiger Unitarier oder ähnlichem. Würde man das nicht als direkten oder indirekten Versuch einer Laienpredigt auslegen?

      1. Schon, aber jeder hat seinen Schreibstil. Also mich nervt Simplicus überhaupt nicht.
        Seine Kommentare machen für mich durchaus Sinn (denn ich habe mir unter Auswandern nach Paraguay etwas anderes vorgestellt, obwohl Paraguay durchaus viele schöne Seiten und Vorteile hat, oft ganz schön nervend und einfach zum Totlachen ab so wenig Voraus-, Ein- und Rücksicht sehr vieler der Paraguayer und die News über das Geschehen im auf Wochenblatt erst recht).
        Simplicus Kommentare sind leserlich und ausführlich. Jeder schreibt von seinem Standpunkt aus.
        Ich mache mich in meinen Kommentaren auch über vieles Lustig und Blöd, aber hoffentlich nicht gleich persönlich beleidigend.
        Meine Motivation ist es nicht etwa für Leser zu schreiben, die überhaupt nie etwas schreiben. Normalerweise fülle ich nicht Homepages anderer Betreiber.
        Ich schreibe, um dem Wochenblatt etwas zurück zu geben, Inhalt, das Google gerne mag. Und als Zweites lerne ich ab und zu wieder ein neues deutsches Wort dazu.
        Aber wenn man nur stets einen dummen Spruch unter seinem Kommentar findet, das finde ich dann wirklich blöd.
        Simplicus hat seine Gründe, ich habe meine oben erwähnt, um Kommentare zu schreiben. Wir beide lassen uns offensichtlich nicht durch dumme Sätze unter unseren Kommentaren davon abhalten.
        Ich finde, wenn jemandem unsere Kommentare nicht bekommt, dann soll er gefälligst selbst einmal einen gescheiteren Beitrag leisten!

          1. Manni wiederholt sich immer und imer wieder, wie eine buddhistische Gebetsmühle, wie beispielsweise sein heutiger Kommentar zur ANDE. Das schrieb er schon mehrfach. Wo ist da der kreative Beitrag?

          2. Manni verlangt dauernd von anderen postivie Beiträge. Dabei hat er bis heute keinen einzigen positiven Beitrag geleistet. Er schimpft und meckert beinahe tagtäglich über Paraguay und seine Einrichtungen. Sind das als positive Beiträge zu bewerten? Kritik an seinen Kommentaren mag er nicht. Dann fühlt er sich persönlich angegriffen und wird schnell ausfällig, beleidigend. Selbst Beweise gegen seine Argumentation läßt er nicht zu. Meine gestrigen Kommentare zu seinem Kirchenfürsten Martin Luther wischte er einfach als „olle Kamellen“ beiseite. So läßt sich ein positiver Dialog einfach nicht führen. Es ist wichtig, genau und tief nachzudenken. Eine Eigenschaft, die ihm anscheinend fehlt.

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