Junge Menschen fordern einen “radikalen Wandel“ der katholischen Kirche

Asunción: „Viele junge Leute fragen uns nichts, weil sie uns nicht als Gesprächspartner für ihre Existenz betrachten“. Das sind die starken Worte von Papst Francisco. Was beunruhigt junge Menschen in Paraguay?

Meistens die Entfremdung der Kirche, ihre mehrdeutige Position in Bezug auf sexuellen Missbrauch, Homosexualität oder Geschlechterfragen. Die jungen Leute, die an einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Synode 2018 teilnahmen, drückten sich sehr klar aus und baten den Vatikan, “kontroverse Argumente wie Homosexualität und Genderfragen, über die junge Leute bereits frei diskutieren, konkret zu formulieren“.

Manche bitten ausdrücklich darum, in Ruhe gelassen zu werden, weil sie ihre Anwesenheit als lästig und irritierend empfinden. Diese Distanzierung junger Menschen “entsteht nicht aus einer unkritischen und impulsiven Verachtung, sondern wurzelt in ernsten und respektablen Gründen“ in Form von “Sexual- und Wirtschaftsskandalen“.

Viele Jugendliche folgen nicht den Hinweisen auf die Sexualmoral der Kirche und betonen, dass keine Bischofskonferenz Lösungen oder Rezepte anbietet, obwohl viele der Meinung sind, dass das Thema Sexualität offener und unvoreingenommen diskutiert werden sollte. Abtreibung, Homosexualität oder voreheliche Koexistenz sind weitere Themen, in denen junge Menschen von Bischöfen größere Klarheit verlangen.

Daher bitten sie die Bischöfe um Unterstützung für jene Menschen, die “homosexuelle Vereinigungen“ gründen und “der katholischen Kirche nahe sein wollen“. Im Arbeitsdokument der Synode 2018 wird auch die “Desillusionierung“ junger Menschen mit Institutionen, einschließlich der katholischen Kirche und das Gefühl der “Unentschiedenheit“, das unter den Jüngeren herrscht, angeprangert.

Wochenblatt / Ultima Hora

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6 Kommentare zu “Junge Menschen fordern einen “radikalen Wandel“ der katholischen Kirche

  1. Religionen waren zu der Zeit, als sich die Menschheit noch die Flöhe aus den Haaren pickten, während Könige und Klerus im Prunk auf Kosten derer bescheiden lebten, sicherlich ein probates Mittel, um Gesetz und Ordnung einzuhalten.
    Heutzutage denken aber auch viele einfache Leute nicht mehr nur in schwarz/weiß (Teufel/Gott): Man kann nicht Abreibung verbieten ohne eine Lösung dafür zu haben, wie eine vergewaltigte Frau für das Kind ihres Peinigers Liebe zu empfinden soll.
    Wenn die Kirche noch hinter jedem Blitz ein Zeichen Gottes sieht, so ist die Kirche tot, denn bald weiß schon jeder Erstklässler wie Blitze entstehen und braucht darüber nicht von der Kirche belehrt zu werden.
    Ach ja, auf dem Foto, aber ganz bescheiden. Wer das wohl bezahlt hat?

  2. Religionen und Aufklärung gehen nicht zusammen. Sie sind alle mehr (Islam) oder weniger (Christentum) anachronistisch bis lächerlich.
    Positives will ich nicht negieren, wie zum Beispiel die 10 Gebote.
    Wenn aber im Koran an ca. 25 Stellen folgendes steht, wird mir schlecht: Tötet alle Ungläubigen, wo immer ihr sie auch findet. Und Allah ist barmherzig.
    Im übrigen bin ich noch immer auf der Suche nach einem (linken) Islam-Versteher, der den auch wirklich von A bis Z Koran gelesen hat.

      1. Dieze: Abgebrochene Hilfsschüler verstehen diese auch nicht. Sie tun immer so als wüßten Sie alles, suchen im Internet und meinen dann, sie hätten die Antwort.
        Dieze ist übrigens ein Kosename.

  3. Gender und Homosexualität sind Gründe sich von der Kirche abzuwenden. Von ungefähr 100 die letzten 2. So geht eingebildete Wissenschaft. Bravo.

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