Keine Zahlungen und keine Aufträge: Bauunternehmen vor dem Bankrott

Asunción: Die paraguayische Baukammer (Capaco) wies darauf hin, dass die Situation für den Sektor aufgrund der Schulden der Vorgängerregierung und keiner neuen Aufträge, die in diesem Jahr zur Entlassung von 20.000 Arbeitnehmern führten, weiterhin kompliziert sei.

Die ganze Branche hofft, dass das ehrgeizige Investitionsprojekt der aktuellen Regierung in Höhe von 5,5 Milliarden US-Dollar Wirklichkeit wird.

Der Vorsitzende der Baukammer, Guillermo Mas, erklärte, dass sie kein Geld erhalten und Entlassungen seit drei Jahren eine Tatsache seien. Als die vorherige Regierung begann, Schulden für die in dieser Zeit durchgeführten Arbeiten anzuhäufen.

Mas sagte, dass das Baugewerbe angesichts der Qualität seiner Arbeitskräfte, von denen die meisten spezialisiert seien, eine gut bezahlte Branche sei. „Das sind Jobs, die zwei oder drei Mindestlöhne erhalten, ich spreche von Maschinenführern. Diese Person hat jetzt aufgehört, mit dem Bagger zu arbeiten, geht anderswo einer Beschäftigung nach und hat ein anderes Gehalt. Die Lebensqualität dieser Familie nimmt deutlich ab. Es ist wichtig, zu den Werken zurückzukehren, um alles wieder in Gang zu bringen und vor allem diese Menschen, die arbeitslos sind, wieder zu beschäftigen“, erklärte er.

Zu dem ehrgeizigen Projekt, das Ausschreibungen für mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar umfasst, was Teil der 5,5 Milliarden US-Dollar ist, die in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich investiert werden, sagte Maso: „Wir als Kammer begrüßen das, aber wir brauchen es dringend. Um jetzt anzufangen, müssen wir Aufträge bekommen und die Schulden sofort beglichen werden, denn sonst könnten weitere Firmen in den Bankrott getrieben werden“.

Katastrophale Situation

Er beschrieb die wirtschaftliche Situation mehrerer Unternehmen als “katastrophal“, da es bei ihnen zu Zahlungsverzögerungen gekommen sei, die zu einem Rückgang der Ratings und zu erheblichen Komplikationen beim Zugang zu Krediten geführt haben. Maso wies darauf hin, dass der Sektor aber durch die von den Banken gewährten speziellen Verträge, die vorab gezahlte Zinsen beinhalten, in der Lage sei, weiterzumachen.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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1 Kommentar zu “Keine Zahlungen und keine Aufträge: Bauunternehmen vor dem Bankrott

  1. Allein für den Bau der neuen Brücke zwischen Asuncion und Chaco-i schuldet der Staat dem Baukonsortium unfassbare 50 Millionen US-Dollar. Das die Baufirmen nicht reihenweise pleitegehen, die mit dem Staat Verträge haben, ist wohl nur dem Eigenkapital der zweifellos reichen Eigentümer der großen Baufirmen zu verdanken und wohl dieser speziellen Verträge mit den Banken, was auch immer da genau sich hinter verbirgt.
    Jedenfalls scheint diese Regierung das Versprechen mit den “500.000 neuen Arbeitsplätzen” so anzugehen, erstmal das komplette Land arbeitslos zu machen.
    Anstatt sich dieser höchst dringlichen Angelegenheit zu verschreiben, reist die Bauministerin mit Pena und dem Finanzminister zu dieser Freakshow in Dubai um die sooo tollen regenerativen Energien,die Paraguay nutzt, rauszuposaunen. Ein absoluter Wahnsinn ist das.
    Auch hält das Bauministerium an der Praxis weiterhin fest, Baufirmen Aufträge zu geben und MONATE vergehen, bis man auch endlich anfangen darf, da das Ministerium erstmal eine Firma unter Vertrag nehmen muss, die den Bau überwacht. Das zieht sich auch so endlos, weil die Qualität der Ausschreibungen so schlecht ist und ständig korregiert werden muss und man mittlerweile extrem hohe Anforderungen an das Personal der Firmen stellt, die mit einem umständlichen Punktesystem verknüpft ist. Da müssen bei der Angebotsabgabe die Lebensläufe des leitenden Personals abgegeben werden, die natürlich möglichst hoch qualifiziert sind. Da aber sich keine Firma solche Leute bei der stark schwankenden Auftragslage dauerhaft leisten kann und die Prozesse im Ministerium ewig lang dauern, springen diese Leute vorher ab um woanders Geld zu verdienen. Und dann muss neues Personal gesucht werden, die die hohen Kriterien auch erfüllen müssen, damit der Vertrag überhaupt zustande kommt. Es ist ein Teufelskreis ohnegleichen – und es wird nichts an diesem dummen System geändert.
    Die Kriterien sind hoch und trotzdem kommen Sachen bei raus, wie der katastrophale Äquadukt-Bau.

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