Keiner bewegt auch nur einen Finger wegen Prostitution minderjähriger Indigener in Ciudad del Este

Ciudad del Este: Weil keiner der Autoritäten diesen Zustand als bedenklich einstuft, bleiben die indigenen Mädchen auf den Straßen der Provinzhauptstadt von Alto Paraná. Jeden Tag kann man beobachten, wie die Minderjährigen zusammen mit erwachsenen Männern sind, die sie mit 10.000 – 20.000 Guaranies pro Treffen bezahlen, um im Gegenzug sexuelle Leistungen einzufordern. Einige dieser Mädchen werden von ihren eigenen Familien zum „Anschaffen“ gezwungen, laut einigen Anzeigen.

Eine Gruppe von Minderjährigen welche in der Nähe des Busterminals überlebt, war mit Männern zu beobachten, wie sie Treffen besprachen. Sie prostituieren sich für umgerechnet 1,50 – 2,00 €. Eine der Mädchen der Gruppe war Tage zuvor von der Polizei aus einem Waldstück gerettet worden, als die sexuelle Dienste anbot.

Der Mann, der mit der Indigenen entdeckt wurde war ein Angestellter eines Sicherheitsdienstes, der sagte, sie mit 20.000 Guaranies noch gut zu bezahlen, seine Kollegen und Freunde zahlen nur 10.000 Guaranies.

Die Mädchen, in der Mehrheit zwischen 12 und 15 Jahren alt, sind jeden Tag auf den Straßen zu finden bei der Kundensuche. Sie werden gezwungen sich zu prostituieren vom Cacique (indigener Anführer) der Gemeinschaft, Lorenzo Galeano, erklärte die 14-jährige als sie überrascht wurde mit ihrem Begleiter.

Der festgenommene Sicherheitsangestellte, Isidoro Barreto González, wurde noch am gleichen Tag seiner Inhaftierung mit Hausarrest begünstigt.

Laut den gegebenen Daten der jungen Mädchen erhalten die Mädchen immer zwischen 10.000 und 20.000 Guaranies. Die Hälfte des Geldes ist für den Cacique und die andere Hälfte für sie.

Die nativen Einwohner des Landes „verkaufen” sich auch im Tageslicht, in leicht waldigen Gebieten, wie zum Beispiel nahe dem regionalen Bildungszentrum oder auf der Straße Alejo García.

Die sexuellen Zusammentreffen finden dann in einem strauchigen Bereich hinter dem „Justizpalast“ statt, wo diverse Männer sie täglich erwarten. Nach einer kurzen Unterredung geht es dann in das Gestrüpp, wo der Dienst erbracht wird.

Doch anstatt einer Reaktion der Staatsanwaltschaft auf diese konkreten Daten, wurde bis jetzt noch kein Fingerzeig registriert. Die jungen Indigenen werden Tag für Tag mehr statt weniger.

All das passiert vor den Augen der Verantwortlichen dieser Region, dem Sekretariat für Kindheit und Jugend (SNNA) welches dem Pfarrer Nilo Mármol unterstellt ist. Leider befindet er sich im Urlaub und kann das Leid nicht live miterleben. Ebenfalls gibt es ein Sekretariat für indigene Angelegenheiten in der Provinz Alto Paraná, deren Leiterin, Doroteo Jara, versucht zu erklären, dass sie kein Geld zur Verfügung hätte, um etwas dagegen zu unternehmen. Die Staatsanwältin für Kinderthemen, Emilce Ovelar, befindet sich auch im Urlaub. Sie ernannte einen Ersatz, doch konnte nicht ausfindig gemacht werden, um wen es sich handelt, so die Staatsanwaltschaft.

(Wochenblatt / Abc)

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