Kinderarbeit im Chaco: Bisher kein Thema

Colonia Margariño: Laut einem Bericht der Tageszeitung Última Hora gibt es verstärkt indigene Kinder, die auf Feldern zu geringen Löhnen zu menschenunwürdigen Bedingungen schuften.

Weit entfernt von fließend Wasser und regelmäßiger Ernährung, weit entfernt von staatlicher Kontrolle und dem Einhalten von Gesetzen, werden nahe der argentinischen Grenze im Departement Boquerón indigene Kinder ausgenutzt um Gemüse zu ernten.

Jungen und Mädchen des Stammes Nivaclé ernten Kartoffeln und Zwiebeln auf der 500 ha großen Estancia “La Madrugada“, in der Kolonie Margariño. Hier werden keine internationalen Übereinkünfte angewendet, die Kinderarbeit verbieten. Rund 740 km von Asunción entfernt, reisen indigene Familien zur Ernte nach Margariño. Ihre Kinder müssen ebenso anpacken. Keiner verbietet dies.

Nachdem die Koordination der Menschrechte in Paraguay eine Anzeige diesnezüglich erhielt und dies bestätigen konnte bittet es nun das Arbeitsministerium um eine baldige Intervention. In Bezug auf die Bezahlung wurde bekannt, dass die Besitzer der Estancia jeder Familie 500.000 Guaranies für zwei Wochen Arbeit auf dem Feld zahlen. Normalerweise gibt es im Chaco Arbeitsverträge, wo die Arbeiter genannt werden. Hier jedoch müssen alle arbeiten, was gesetzlich bei Kindern verboten ist.

Ein gewisser Sebastián González soll Eigentümer der Estancia “La Madrugada“ in der Kolonie Margariño, Departement Boquerón sein.

Wochenblatt / Última Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

12 Kommentare zu “Kinderarbeit im Chaco: Bisher kein Thema

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Reply

    Was will man lieber, dass die Trottel hasch rauchen und sich mit Kokain zudroehnen oder sich besaufen oder dass sie ordentlich was zur Gesellschaft beitragen!
    Lasst die Leute rackern da lernen sie wenigstens was.

    Die Leute in Namibia (ehemals Deutsch Ostafrika) erinnern sich noch heute an die gloriosen Zeiten des arbeitsamen Kolonialismus wo man sie richtig schuften liess. So muss es werden und nicht auf die troedel Manier der modernen Marihuaneros. Man erinnere sich: Arbeit macht **** (von den Drogen. Sollte man zufuegen)!

    1. Kommt darauf an. Wenn ich Alkohol und Zigaretten zum Beispiel verkaufe, wir wollen ja hier keine Namen nennen, dann bin ich eher für erstes. Da sage ich also dann Rauchen und saufen ist die Gesellschaft, trägt was bei!!
      Andererseits müssen Alkohol und Zigaretten ja auch produziert werden. Auf den Plantagen heisst es dann wieder arbeitsam sein. Da wird dann wahrschienlich Alkohol und Zigarettengenuss bestraft, weil ja Alkohol und Zigaretten hergestellt werden müssen.
      Also es geht immer noch viel dümmer, weil es im Kapitalismus keine Grenzen gibt.

  2. Super: Sklavenarbeit (u.a. von „Trotteln“) war vormals weitestgehend kostenfrei! Folglich: zurück in vergangene Jahrhunderte und Einsatz von Kindern für Krieg, physische und psychologische Vergewaltigung. Ja klar: „Arbeit macht stark“ – bei motivierendem Drill – sogar
    das schwächste Mitglied der Gemeinde.

  3. Hier geht es ja um mehr als nur um Kinderarbeit die Verboten ist.
    Selbst in Deutschland gibt es da auch Regelungen,was man darf und nicht darf!
    Die geringen Löhne,menschenunwürdigen Bedingungen, schuften, ja das gab es auch vor einigen Jahren in Deutschland.
    Polen,Osteuropäer als Wanderarbeiter auf Parkplätzen bis man Ordnung machte.
    Die Erwachsen arbeiten,ohne Vertrag.Vermutlich als Tagelöhner nach Leistung und die Kinder arbeiten mit zu.
    Über die geringen Löhne zu menschenunwürdigen Bedingungen braucht man gar nicht Reden man muss sich nur mal auf den Land um sehen. Gang und Gäbe.Es gibt da so einige Heilige oder Scheinheilige!

    1. Stefan Krasulsky

      Reply

      So lange irgendwo auf der Welt Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Palmöl erzeugt wird, um dieses in Automotoren zu verbrennen und so lange es Papiergeld gibt, wird überall auf der Welt auch Kinderarbeit bei den Ärmsten nachgefragt werden.

      1. Das Differenziert sehen.Ausbeutung geht gar nicht: Kinder Brauchen Freiraum.
        Es gibt nicht nur Rechte auch Pflichten für die lieben Kinder!
        Wir haben auch mit Mutter als Kinder Rüben vereinzelt/Verzogen/gehackt.Stroh geladen,Kartoffeln gesucht usw.Das war aber kein Dauer zustand.Zuerst kam immer die Schule!Wir wussten schon was 7/8. wussten wir schon wie man die Hacke benützt, wie man mit einen Pferd umgeht.10/12.konnte wir schon den Traktor fahren auf den Feld.Kinder müssen schon einen kleinen Beitrag leisten in der Familie, wenn sie nur Abwaschen der Frau der Hand gehen im Haushalt. Faulpelze werden von den Eltern erzogen.Sie werden nicht geboren!
        Das siehst Du heute in vielen Ländern,von Beruf Sohn /Tochter. Mama/Papa auf die Tasche liegen.

  4. Mit 12 und 13 Jahren habe ich mir durch Erntehilfsarbeiten und sonstige Mithilfe auf einem Bauernhof im bayerischen Voralpenland meinen dortigen Aufenthalt (freie Unterkunft und Verpflegung und ein wenig Taschengeld) während der Sommerferien verdient.
    Ich erinnere mich noch heute gerne an die Zeit (1959/60).

  5. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Reply

    Ja Anton. 1959 wollte man ja auch noch arbeiten und war sich nicht zu schade. Heute ists so dass durch die mennonitische Missionsarbeit die Lateiner „zum Glauben finden“ und zwar Protestanten werden was sie dann so verstehen dass sie jetzt mehr Lohn kriegen sollten (und zwar gehoerig mehr. Aber Hallo! viel mehr Lohn) und sich nicht mehr die Haende schmutzig machen muessten da sie ja jetzt zur „gehobenen Klasse“ der Protestanten High Society vermeintlich gehoeren (eher gehoeren sie zum Mammonitentum aber soweit reicht ja der Geistesblitz dann doch nicht). Da hat man auch gleich auf der Hand die Motivation und Beweggruende der Gemeindebeitritte zu den mennonitischen Missionsgemeinden. Das Ganze ist nichts mehr als als eine politische Bindung der Lateiner ans Mennonitentum (uebrigens ganz genauso haben es die calvinistischen Suedafrikaaner in Suedafrika getan mit dem Resultat dass der Weisse jetzt als dank abgeschlachtet wird vom Schwarzen Nigga) um politischen Einfluss zu bekommen. Bei solchen Missionsgemeinden fehlt eines ganz sicher niemals: die Zwangsabgabe des „Zehnten“ ansonsten fliegt man raus (ich hab mit einigen gesprochen und mein jetziger Arbeiter ist selbst solcher. Solche haben die Tendenz, zu versuchen dem Arbeitgeber „den Zehnten“ durch mehr Lohnnachfrage aufzuhalsen. Immerhins sinds 200000 Gs bei 2 Millionen Minestgehalt).

    Na ja die ehrbaren Deutschen treibens ja dann nicht in Deutschland mit Minderjaehrigen und Prostituierten sondern in getreuer Wahrung der Gesetze reisen sie als Sex Touristen nach Vietnam – und da gehts dann richtig ab aber zack zack: Lieschen Lieschen mach ein bischen bischen …. zack zack zack zack zacki zack zack zack.
    Hier die Bunderwehr Version eines aehnlichen Lieschen Marsches: https://www.youtube.com/watch?v=SoLJjmP98QM

  6. Ich finde es ja auch ok, wenn Kinder während den Ferien arbeiten können und das muss nicht überbezahlt sein, denn Kinder können nicht arbeiten wie Erwachsene. Wenn das aber so abläuft, wie im Artikel geschildert, muss die Justiz intervenieren, denn das ist zu Recht verboten.
    Zu Recht, wenn man den Betreiber der Grancha mitsamt den Eltern der Kinder nicht nur zu einer Buße verurteilt (beim ersten Mal, danach Gefängnis, wollen sie immer noch nicht verstanden haben), sondern auch noch gleich zu einer Therapie verdonnert, indem sie vielleicht kapieren werden, dass so erstens aus den Kindern einmal nichts wird, außer billige und dumme Arbeitskraft, und zweitens, was man den Kindern antut.
    Meiner Meinung nach muss man Kinder spielerisch erziehen, sie zu nichts zwingen, ihnen Möglichkeiten aufzeigen, sie wo immer möglich schulisch und künstlerisch fördern.
    Man muss Kleinkinder nicht schlagen und zu nichts zwingen. Wenn sie dann mit 18 immer noch nicht kapieren, nagut, dann gibt es halt mal eins hinter die Löffel. Aber Kleinkinder mit Arbeit erziehen zu wollen vergleiche ich mit Ideologien, die seit den Spartarnen einfach überholt sind und nur von Tölpeln und Massenmördern wie den Nazis wieder aufgegriffen wurden.
    Ich weiß nun nicht ob manche es begriffen haben, falls nicht können diese sich gerne bei mir zur Gratisarbeit melden, damit ich grati-Bier kaufen und saufen kann, denn Arbeit mache ja soooooo frei.

    1. „Wenn sie dann mit 18 immer noch nicht kapieren, na gut, dann gibt es halt mal eins hinter die Löffel.“
      Wenn die lieben Kleinen mit 18 noch etwas hinter die Löffel brauchen, dann ist dies der Beweis, dass Sie mit Ihrer antiautoritären Erziehung, wie hier auch üblich, komplett versagt haben. Sie können gerne dem 19 jährigen Massenmörder
      eins hinter die Löffel geben.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .