„König von Deutschland“ verurteilt wegen paraguayischem Führerschein?

Peter Fitzek (50) aus Halle, erkennt die Reststaatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland als solche nicht an und bezeichnet sich selbst schon seit Jahren schon als König von Deutschland.

Da ihm in diesem Zusammenhang auch der deutscher Führerschein nicht nützlich sein kann, gab er diese beim zuständigem Landratsamt ab und bewegte sich fortan ohne oder mit einem Exemplar aus Paraguay, welches grundsätzlich eine Gültigkeit von 6 Monaten in Deutschland besitzt.

Die Polizei erwischte ihn im Jahr 2014 zwei Mal beim Fahren ohne Führerschein. Beim zweiten Aufeinandertreffen zeigte er den Beamten den Führerschein aus Paraguay, der anscheinend beschlagnahmt wurde. Heute wurde er vom Amtsgericht Wittenberg deswegen zu 7 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Peter Fitzek hat jedoch angekündigt, Rechtsmittel einzulegen.

Wie das Landgericht Dessau-Roßlau mitteilte, wurde Fitzek zwischen 2012 und 2013 mindestens 8 Mal ohne gültigen Führerschein am Steuer erwischt.

Peter Fitzek, Vater zweier Kinder, ist ein deutscher politischer Aktivist aus dem Umfeld der sogenannten Reichsbürgerbewegung. Er ist das gewählte Oberhaupt des von ihm selbst gegründeten Scheinstaates, den er „Königreich Deutschland“ nennt. Fitzek betrieb zudem ohne Erlaubnis der BaFin eine eigene Bank und mehrere Versicherungen. Wegen seiner Aktivitäten wird Fitzek vom Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt beobachtet.

Die Gruppierung um Fitzek mietete zudem am Stadtrand von Wittenberg ein neun Hektar großes Gelände, auf dem sich ein ehemaliges Krankenhaus befindet. Am 16. September 2012 rief er vor Anhängern die Gründung des „Königreiches Deutschland“ aus und ließ sich vor rund 600 Anhängern als ‚Obersten Souverän‘ einsetzen. Neben dem Betrieb des Krankenhauses ist dort auch der Bau und Betrieb eines Kindergartens, einer Privatschule und einer Universität geplant.

(Mitteldeutsche Zeitung / Die Welt / FAZ / Wikipedia)

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