Konsulat in Bolivien unterstützt eingewanderte Mennoniten aus Paraguay

La Paz: Das Generalkonsulat der Republik Paraguay in der Stadt Santa Cruz de la Sierra, Bolivien, teilt mit, dass im Rahmen der Maßnahmen zugunsten von Staatsangehörigen, die in der Gerichtsbarkeit dieser konsularischen Vertretung wohnen, eine Unterstützung eingewanderter Mennoniten erfolgt.

Die Coronavirus-Pandemie hatte auch im Nachbarland viele Behördengänge unmöglich gemacht. Jetzt koordinierte das Generalkonsulat aus Paraguay verschiedene Aktivitäten, damit eine Gruppe von 36 mennonitischen Staatsangehörigen in der Colonia Durango, Gemeinde Charagua, in ihre diplomatische Vertretung kommen können, um ihre persönlichen Dokumente zu regulieren.

Die Gemeinde ist 275 km vom konsularischen Hauptquartier in Santa Cruz entfernt und es wurde ihnen erleichtert, die Verfahren für die Ausstellung von Pässen, Strafregisterauszügen, Geburtsurkunden und Staatsangehörigkeitsbescheinigungen durchzuführen, die später der Nationalen Direktion für Migration vorgelegt werden sollen, um ihre Einwanderung in Bolivien zu regulieren.

Diese Mennoniten sind aus beruflichen Gründen nach Bolivien gezogen und die Ausstellung dieser Dokumente wird ihnen helfen, die Projekte fortzusetzen, die sie in das Nachbarland geführt haben.

Die ersten Mennoniten aus Russland ließen sich 1927 in Paraguay nieder, aber ein Kontingent aus Kanada war bereits ein Jahr zuvor eingetroffen.

Ebenfalls Mitte der 1940er Jahre gab es eine bedeutende Migrationsbewegung, 1945, als aus Russland vertriebene Mennoniten eintrafen. Mit Hilfe von Mennoniten aus Kanada und den Vereinigten Staaten kamen Tausende auf Reisen vom Schiff Volendam nach Paraguay und Uruguay.

Wochenblatt / La Nación

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3 Kommentare zu “Konsulat in Bolivien unterstützt eingewanderte Mennoniten aus Paraguay

  1. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Das WB erzaehlt die Geschichte der Mennoniten falsch. Oder haben sie mit einem Fernheimer gesprochen?
    1924 etwa schickte das MCC Boten aus den USA um den Chaco zu begutachten. Die kamen bis zum zentralen Chaco und fanden dass es sich hier schoen christlich und warm Leben liess in aller Herrgottsabgeschiedenheit.
    1927 kamen die eraten Mennoniten aus Kanada, welches die Kolonie Menno ist. Die erste und groesste von allen. 1935 wurden die Fernheimer aus Russland rausgeschmissen, von Hindenburg ergatterte ihnen einen Zug von Moskau Richtung Berlin und dann tauchten diese Brueder auf einmal im Chaco auf. Das sind die Fernheimer. 1948 tanzten die Neulaender via Harbin (China) im Chaco an. Man wollte im Chaco was aehnliches lostreten wie die arischen Darwinisten aus Nueva Germania – nur auf christlich. Die Chacohitze versengte aber bei vielen so langsam den Glauben am Heiland so dass sie sich der Welt oeffneten. Das wollten viele aus der Kolonie Menno nicht hinnehmen und siedelten nach Bolivien aus wo man sich dann wieder von den teuflischen Gummireifen „wegheiligen“ konnte. Mit den Gummireifen hatten die bolivianischen Mennoniten ein gewaltiges Problem, aber ironischerweise mit dem Cocastrauch und Marihuanakraut keinesfalls das sie mit freuden zum Wohle aller in alle Herren Laender gerne exportieren.
    Die Bibel darf nur nicht zu sehr gelesen werden denn das koennte so manchem Trottel ganz irre machen und vom „mennonite way of life and salvation“ ganz abbringen – das geht garnicht. Was der Herrgott im Himmel denkt das juckt allerdings auch keine Sau und man merkt nicht das man exakt dasselbe tut wie die Pharisaeer zu Jesu Zeiten.

  2. Nun würde mich doch mal interessieren, mit welcher Gruppe Du nach Paraguay kamst und warum? Darf man das erfahren? Und vor allem, warum hast Du den Schutz der mennonitischen Gemeinschaft verlassen? Deine Enttäuschung über die Mennoniten insgesamt bzw. pauschal spricht ja mittlerweile ganze Bände und muß offensichtlich tief sitzen. Wenn Dir am Wohle der Mennoniten gelegen ist, warum betätigst Du Dich dann nicht als „Reformator“ innerhalb der Mennoniten, anstatt sie von außen ständig mit Steinen zu bewerfen? Jesus ging ja auch zu den Sündern um sie auf den rechten Weg zu bringen, anstatt sie zu beschimpfen und zu verurteilen, wie schlecht sie doch wären. Ich glaube, unter den Mennoniten gibt es sehr wohl viele wunderbare, aufrechte, vorbildliche und fleißige Menschen die sich in Mehrheit schon an Gott ausrichten wollen. Doch wo die Menschen Gott suchen ist der Teufel nicht weit um das zu verhindern. Man darf nicht vergessen, Mennoniten sind am Ende auch nur Menschen wie Du und ich und keine unantastbaren „Heiligen“. Jeder hat seine Geschichte und die war bei vielen wirklich nicht einfach und leicht. Auch kommt hinzu, daß so manche mennonitschen Gemeinden unter der Fuchtel eines eher tyrannischen Gemeindevorstehers und gleichgesinnten Ältesten leiden, sich aber aus falsch verstanden, christlichen Gründen eher unterordnen anstatt aufzumucken, weil Ihnen bewußt ist, daß dies mit vielen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nachteilen verbunden wäre. Wer immer in Abhängigkeit (von den Kooperativen und der Gemeinde) gehalten wird taugt einfach nicht zum Rebell. In Mehrheit hatte ich immer beste Erfahrungen mit den Mennoniten gemacht, trotz so mancher Andersartigkeit und Ablehnung (was eher aus einer Angst gegenüber dem Fremden und Unbekannten heraus kommt) Selbst hatte ich auch schon sehr negative Erfahrungen mit angesehenen Mennoniten gemacht, auch Ablehnungen und Heuchelei erfahren, was mich aber nicht hindert, insgesamt die Mennoniten zu achten und zu akzeptieren, so wie sie nun mal sind. Meine Enttäuschung darüber war zeitweise sehr groß und es stimmte mich wirklich traurig. Doch als Christen sollen wir vergeben und nicht nachtragend sein. Darum rate ich Dir, versuche es doch mal mit guten Worten und vorbildhaftem Leben bei Deinesgleichen. Gerade weil Du ein Insider bist, sollte Dir das doch am ehesten gelingen unter den Mennoniten eine gute Saat auszubringen. Vielleicht wäre das Dein Auftrag?

    1. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

      Geh du mal zu den Amish oder Hutterern und erzaehl denen dass ihr way of life nicht selig macht. Das glaubt dir schlichtweg niemand. Unterschwellig glauben auch die Mennoniten des Chaco dass Kolonie und Kooperative in den Himmel bringen. Es ist ein verkappter narzistischer Humanismus der bei diesen das Evangelium ersetzt hat. Je mehr du in laendliche Gebiete gehst je mehr glauben die Mennoniten dass ihre Gesellschaftsstruktur und das Kirchengebaeude sie in den Himmel bringen. Bei denen ist es unterschwellig und vei den Amish noch offensichtlich an der Oberflaeche so.
      Breaking the Silence | III | An Amish Romance | Joe Keim | Sam Girod | Polly Bontrager Girod – https://youtu.be/AtR1k4bqlCo
      Schauen sie sich alle Teile dieser Insiderserie an und schon sehen sie frappante Aehnlichkeiten zu den Mennoniten des Chaco und den old order Amish der USA. Sogar eine falsch genaehte Haube kann deinen Ausschluss aus der Kirche bedeuten. Genau dieses ist heute bei den Mennoniten nicht an der Oberflaeche aber man merkt immer und staendig dass es noch unter der Oberflaeche schwelt.
      Die Mehrheit der Amish der USA sin nicht Deutsche sondern Schweizer (aus dem Oberaargau).
      Ich schaute mir auch eine Serie der Hutterer an aus Kanada – das selbe und wieder sehr viele Aehnlichkeiten.

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