Kontaminiertes Hackfleisch

Asunción: Hackfleisch, das in verschiedenen Schlachtbetrieben oder Metzgereien in der Hauptstadt von Paraguay zum Verkauf angeboten wird, weist eine hohe bakterielle Kontamination auf.

Die Biochemikerin Natalia Rojas hat das im Rahmen ihre Diplomarbeit an der Nationalen Universität von Asunción (UNA) festgestellt.

„Jedes Jahr werden Proben entnommen. Jedoch erst heuer gab es eine genauere Datenanalyse“, sagte Rojas.

24 fleischverarbeitende Betriebe wurden untersucht. „Wir haben gemahlenes Fleisch untersucht, weil es für Hamburger und Empanadas zum Einsatz kommt. Wenn es nicht richtige durchgebraten und verarbeitet ist kann die Bevölkerung gesundheitliche Schäden davon tragen“, sagte Rojas.

Vor allem hauptsächlich das Escherichia coli Bakterium, das das Shiga-Toxin produziert, ein Erreger, der beim Menschen schwere Krankheiten, wie Durchfall und andere Symptome auslösen kann, sollte bei den Tests nachgewiesen werden.

„Es gibt keine Krankheitserscheinungen durch das Shiga-Toxin, wenn das Hackfleisch gut gebraten wird. Das Bakterium ist nicht thermostabil. Jedoch wurde es in allen 24 Proben nachgewiesen“, erklärte Rojas.

Sie fügte an, “dass es aufgrund der hohen Kontamination nicht ausgeschlossen ist, dass andere Bakterien wie Salmonellen, Staphylococcus und weitere enthalten sind“.

In der Studie wurde kein abgepacktes Hackfleisch und jenes, das für den Export vorgesehen ist, untersucht.

Drei Aspekte standen im Vordergrund: Ausrüstung, Geräte und Hygiene.

„Wir stellten fest, dass es Hygienemängel gibt und dort wurden speziell Proben entnommen“, sagte Rojas.

Die Studie wurde dem Nationalen Amt für Tiergesundheit und –qualität (Senacsa) zur Verfügung gestellt. Hugo Idoyaga, Präsident der Senacsa, erklärte, für die Überwachung der Metzgereien und Schlachtbetriebe seien die Gemeinden zuständig. „Eine Kontamination durch das E. coli Bakterium ist überall dort möglich, wo Hackfleisch produziert wird“, sagte Idoyaga.

Wochenblatt / Ultima Hora

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6 Kommentare zu “Kontaminiertes Hackfleisch

    1. Ja. Sie haben schon recht. Ich hätte mich wahrscheinlich verständlicher ausgedrückt, wenn ich meine Kommentare kurz gefasst hätte.
      Es liegt mir fern Paraguay mit Europa zu vergleichen.
      Aber:
      Die Frau ist nun Akademikerin. Wissenschaftlerin. Biochemikerin.
      Wissen Sie, ich habe auch schon eine Homepage gebastelt bzw. ein CMS unter dem Mikroskop beobachtet. Wurde aber von der Prüfungskommission der Fakultät Mathematik und Informatik als Bachelorarbeit abgelehnt. Das sei zu einfach und jeder Hobbyinformatiker könne das auch. Schade, an der Uni in Asuncion wäre ich mit meinem Thema: «Interoperable Transferirrung von Content Management System Dateien durch einmalig kontinuierlichem Ctrl+C/Ctrl+V über Blasfaserkabel zielgerichtet am Host angekommen» sicher erfolgreich gewesen.
      Da hätte ich doch besser gleich von Anfang an drei Mal das paraguaysche College gewechselt, in Amerika Flugzeugmechaniker „studiert“ und mich dem Zigarettenschmuggel gewidmet.

  1. A) Die Thesis zum Bachelor of Science dauert in Paraguay wie in Europa drei bis sechs Monate (so viel Zeit muss man schon einräumen, um 10! verschiedene Proben Hackfleisch unters Mikroskop zu legen).
    B) Die Thesis zur angehenden Wissenschaftlerin dauert in Paraguay einen halben Tag (so viel Zeit muss man schon einräumen, um eine Abschlussarbeit eines europäischen Erstlehrjahr-Lehrlings zu absolvieren).

  2. Lieber Doktors, in waren Ländern kauft man grundsätzlich kein Hackfleisch weder auf den Basar oder Markt.
    Man zu wird beschießen, zum Essen als Hackepeter ungeeignet, falsche Lagerung,zu alt,vielfach wird ungeeignetes Fleisch verwendet.
    Was verkauft wird ist muss man es schon richtig erhitzen um nicht richtig gesundheitliche Probleme zu bekommen.

  3. 1. Sie fügte an, “dass es aufgrund der hohen Kontamination nicht ausgeschlossen ist, dass andere Bakterien wie Salmonellen, Staphylococcus und weitere enthalten sind“.

    Das hätte sie im Rahmen ihrer Diplomarbeit zur Dipl. Biochemikerin an der Nationalen Universität von Asunción (UNA) gleich mit untersuchen können. Vielleicht zusammen mit einem Erstsemestler aus Deutschland, der ihr sicherlich gerne helfend zur Seite gestanden wäre.

    2. „Jedes Jahr werden Proben entnommen. Jedoch erst heuer gab es eine genauere Datenanalyse“, sagte Rojas.

    Für was wurden denn jedes Jahr Proben entnommen? Aha, damit Proben entnommen wurden, logisch.

    3. Die Studie wurde dem Nationalen Amt für Tiergesundheit und –qualität (Senacsa) zur Verfügung gestellt. Hugo Idoyaga, Präsident der Senacsa, erklärte, für die Überwachung der Metzgereien und Schlachtbetriebe seien die Gemeinden zuständig.

    Einfach nur lächerlich. Hugo Idoyagas Haupttätigkeit als Präsident der Senacsa scheint vor allem im Empfang von Monatsgehalt zu bestehen. Für die Überwachung der Metzgereien und Schlachtbetriebe seien die Gemeinden zuständig heißt auf Deutsch Metzgereien und Schlachtbetriebe werden nicht überwacht. Welcher Gemeindemitarbeiter möchte schon den Tio aus San Pedro des dipl. Metzgermeisters kennenlernen. „Für die Überwachung der Metzgereien und Schlachtbetriebe seien die Gemeinden zuständig“ = Aprilscherz 2018. Nur so als Idee, man könnte im Palacio des Ministeriums Senacsa mal kontrollieren, ob die Gemeinden Metzgereien und Schlachtbetriebe kontrollieren. Also nur so als Idee, ich weiß ja nicht ob das eine gute ist.

    4. In der Studie wurde kein abgepacktes Hackfleisch und jenes, das für den Export vorgesehen ist, untersucht.

    Das wäre doch eine Doktorarbeit, damit sie die Studie dem Nationalen Amt für Tiergesundheit und –qualität (Senacsa) zur Verfügung stellen kann. Die sind sicher froh darum.

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