Kontinuierliche Waldrodungen im Schutzgebiet

Fachleute aus der Umweltorganisation Procorsa haben Luftbildaufnahmen veröffentlicht und protokolliert, wie Rodungen im Schutzgebiet der Cordillera von San Rafael ungehindert weiter gehen. Ohne Pause würde Holz aus dem Gebiet extrahiert, aufgrund mangelnder Kontrollen, verurteilen die Umweltschützer. Sie seien davon überzeugt, dass es eine Komplizenschaft zwischen der Polizei und anderen Behörden geben würde.

Hans Hostetler war der Pilot, zusammen mit anderen Mitgliedern der Umweltorganisation Procorsa, sie dokumentierten, wie in einem Grundstück, das Privateigentum der Famile Ocampos sein soll, die aber nicht dort leben, ungehindert Bäume gefällt und abtransportiert werden.

Das Gebiet steht unter Naturschutz, aufgrund der biologischen Vielfalt, außerdem gibt es dort auch noch eine internationale Vogelbeobachtungsstation. Laut den Aktivisten werden die Baumstämme nach Takuapi gebracht, wo sie dann in lokalen Sägwerken zu Brettern oder anderweitigen Produkten verarbeitet würden.

Laut den Umweltaktivisten können die Verantwortlichen nicht genau benannt werden und das führe zu Problemen, denn die Staatsanwltschaft fordere konkrete Beweise mit den Namen der Verantwortlichen. „Was uns beunruhigt, als Organisation, ist, dass der Staat nicht die Verantwortung übernimmt um dieses Gebiet zu überwachen. Das Umweltsekretariat (SEAM) ist die zuständige Behörde um gegen solche Aktionen einzuschreiten“, sagte ein Sprecher aus der Umweltgruppe.

Eine weitere Tatsache sei der ernste Mangel an Polizeikontrollen, schlimmer noch, es gäbe angeblich “Mautgebühren“ in Form von “Schmiergeldern“. Es sei aber schwierig, über diese Themen zu berichten, so der Sprecher weiter, weil es keine Beweise gäbe, nur ehrliche und effektive Vollzugsbeamte könnten die massive Abholzung stoppen.

Quelle: ABC Color