Kooperative Chortitzer fordert offene Schulden ein

Loma Plata: Als am vergangenen Mittwoch Präsident Abdo den vom Brand betroffenen Schlachthof im zentralen Chaco besuchte, erbat Gustav Sawatzky die Zahlung offener Rechnungen in Höhe von fast 2 Millionen US-Dollar.

„In Notsituationen wie dieser, wo man das Geld dringend braucht, müsste das Finanzministerium die Gelder der Departementsverwaltung von Central freigeben, erklärte Sawatzky, Vorsitzender der Kooperative Chortitzer im Gespräch mit dem Staatsoberhaupt. Die Regierung des Departements Central schuldet der Kooperative Chortitzer 10 Milliarden Guaranies für Schulmilch aus den vergangenen Jahren.

Zu dieser Zahl summieren sich weitere 76 Milliarden Guaranies, die in Form von Mehrwertsteuer für Fleischexporte von Chortitzer gezahlt wurden und vom Steuersekretariat zurückgezahlt werden müssen. “Es wäre hilfreich, wenn dieser Prozess beschleunigt wird. Damit wir das Geld umgehend zurückerhalten“, fügte Sawatzky hinzu.

“Es ist eine Notsituation. Wir wollen mit den Familien der Angestellten fair umgehen. Wir suchen den besten Ausgang für die Arbeiter, die gehen müssen, denn es ist nachvollziehbar, dass wir nicht die 630 Personen weiter beschäftigen können. Etwa 450 davon können im Schlachthof bleiben. Ab Anfang Mai kann der Schlachtprozess wieder beginnen. Für Ende April wird der Abschlussbericht über die Schäden und die Brandursache erwartet. Erst da wissen wir, welche Hilfe notwendig ist oder ob eine Finanzierung auf lange Zeit notwendig wird“, schloss Sawatzky ab.

Präsident Abdo versicherte sich im Klaren zu sein, dass dies eine schwierige Situation für die Kooperative und die Bewohner der Stadt ist. Es scheint sich zu bewahrheiten, dass der Schaden am Schlachthof etwa 25 Millionen US-Dollar beträgt, wovon ein guter Teil von den Versicherungen übernommen werden sollte.

Wochenblatt / Abc Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

8 Kommentare zu “Kooperative Chortitzer fordert offene Schulden ein

  1. Unverständlich! Wie kann man als verantwortungsvolles Unternehmen einem säumigen Käufer gezwungenermaßen Kredite über 2 Mio. USD einräumen. Auf solche Kunden könnte man getrost verzichten. Und wie rechtfertigt die Kooperative dies gegenüber ihren Mitgliedern?

  2. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Na @Joss, willst du den geneigten Lesern diesen von Infos ueberschwappenden Artikel auslegen?!
    Das sind dutzende Infos im Artikel versteckt die nur Insider den Lesern interpretieren koennen.
    Wo bleibt denn dein Christentum, da du offensichtlich, wenns gegen den Abgott Kooperative geht, ganz einfach Informationen und Sachlagen verschweigst?
    Du selber bis ja ein Bauherr (lokla „Tingladista“, also Scheunenbauer genannt), der im Gefolge der Bulldozer und Maschinenunternehmer antanzt und dem Mafioso, Auslaender oder korrupten Politiker ihre Viehbetriebe ausbaut (Tinglados, Haeusle, Scheunen, glatte Flugpisten, usw). Woher das Geld stammt faellt wohl keinem ein zu Fragen obs auf einmal aus dem Drogenhandel kommt und der dir damit die Bauten bezahlt.
    Wer will dem Leser diesen Artikel auslegen? Oder soll ich es tun! Wenn ichs tue bin ich wieder ein „von Otterngezuecht“. Typisch mennonitisch.
    Die Kooperative will nach dem Artikel, die Steuern zurueck die sie dem Staat gezahlt hat. So schoen nach dem Motto: to big to fail und fragt nach einem „bail out“ anstatt dass sie sich selber einen „bail in“ verpassen.
    Die Regierung soll ihnen den Schlachthof auf Staatskosten aufbauen und zwar grati!
    Das nenn ich mal „Sozialisieren der Kosten“. Steuern wollense nicht zahlen und wenns ein Unglueck gibt soll der Staat einspringen – man pumpt den Staat an den schliesslich hat man ja den MOPC Posten bezahlt.

    1. Sie müssen ganz offensichtlich etwas nicht richtig verstanden haben! Die Kooperative will nichts Unbilliges vom Staat, sondern lediglich endlich die zuviel bezahlten Mehrwertsteuerbeträge, die sich aus der Differenz zwischen Steuerschulden und Steuerrückforderungen ergeben. In jedem normal funktionierenden Staat würde diese Differenz wenigstens innerhalb von 4 Wochen nach Forderung an den Steuerzahler zurück erstattet, ohne daß man darum bettel muß. Umgekehrt will der Staat ja auch sofort seine Steueransprüche vom Steuerbezahler bekommen, bei Androhung von Verzugszinsen usw. Also bitte nicht immer so blindwütig gegen alles hier austeilen, was mit den Mennoniten zu tun hat! Das hat auch etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Zitat: „Die Regierung des Departements Central schuldet der Kooperative Chortitzer 10 Milliarden Guaranies für Schulmilch aus den vergangenen Jahren.“.
    Will heissen, da ans Tageslicht dass die reichen Viehzuechter sich druecken wollen die Aufbaukosten zu tragen und schieben die Kosten auf die Milchbauern. Das ist mal wieder typisch. Der Viehzuechter (Oberschicht) hat praktisch 0% Betriebskosten aber geniesst die hoechsten Preise fuer sein Erzeugnis. Wohingegen der Milchmann (untere bis mittlere Mittelschicht) fast 100% Betriebskosten hat (genauso viel geht gewoehnlich als Kosten raus wie er brutto einnimmt). Auch die Kostenverhaeltnisse haben sich fuer den Landwirt seid dem Siegeszug der GMO Saatgutarten zugunsten des Landwirtes entwickelt so dass dieser nur etwas mehr Betriebskosten hat als der Viehzuechter. Der Milchbauer befindet sich tatsaechlich heute am ende der Nahrungskette und daher am ende der politischen Hackordnung.
    Normalerweise werden die verschiedenen Konten der Kooperative separat gefuehrt aber jetzt scheint der Reiche wohl die Aufbaukosten auf den Armen verlagern zu wollen.
    25 Millionen US$ soll der Schaden betragen; das sind rund 155.000.000.000 Guaranies. Jeder Viehzuechter der 1000+ Kopf Vieh hat erhaelt also rund 700 desmamantes (Kaelber) pro Jahr, wobei jedes Kalb rund 300 Kg Lebendgewicht hat x 9000 Gs pro Kg Lebendgewicht = 1.890.000.000 Guaranies Jahreseinnahmen (das sind 268.085 Euro pro Jahr. Rechnet man eine Aufbausteuer von 50% der Einnahmen fuer alle Viehzuechter die 1000+ Kopf Vieh haben so fallen auf einen Viehzuechter rund 1.000.000.000 Guaranies. Daher koennten 155 der reichsten Viehzuechter mit einem einmaligen Betrag von 50% ihres Einkommens (nur von den Kaelbern, wo es noch andere Einnahmequellen gibt wie Verkauf von Grossvieh, und dergleichen) ohne dass ihr Konto merklich abnimmt den Aufbau gemuetlich finanzieren. Die Kooperative hat rund 6000 Mitglieder wovon rund 3000 Viehzuechter sind wovon in etwa 1000 von denen mehr als 1000+ Kopf Vieh haben. Schon nur 15% der ultrareichsten Viehzuechter koennten ohne das irgendjemand Schnupfen bekommt auf einen Schlag den Aufbau bezahlen wenn jeder der 155 von 1000, 50% ihres Jahreseinkommens dem Aufbau widmen wuerden.
    Aber nein, man will der Mittelschicht und dem Steuerzahler jetzt frech die Kosten aufhalsen.
    Diese Frechheit die privaten Aufbaukosten verstaatlichen zu wollen (dem Steuerzahler aufzuhalsen) ist noch nie dagewesen in der Geschichte der Mennoniten. Einmalig bis Dato.
    Wenn 1000 der reichsten Viehzuechter (1000+ Kopf Vieh) jeder nur 155.000.000 Guaranies zahlen wurden (ein Luxusauto weniger pro Jahr kaufen um das von der Steuer abzuziehen), dann wuerde der Aufbau von heute auf morgen finanziert und fertiggestellt sein.
    Aber nein, dazu sind die Reichen zu geizig.
    Zitat: „wovon ein guter Teil von den Versicherungen übernommen werden sollte.“.
    Will heissen die Versicherungen stellen sich quer. Wohl da sie wittern dass wenn Chortitzer 51% der Anteile der Tayi SA Versicherung besitzt, jetzt die restlichen 49% Versicherten alleinig zur Kasse gebeten werden sollen. Man zieht also die Kleinversicherten ab, die jetzt wohl das sinkende Schiff verlassen. Es ist also unklar ob ueberhaupt die Versicherung einspringt – aus gutem Grund.
    Klar will man die „Arbeiter“ nicht entlassen und macht dem Praesidenten gegenueber auf „Krokodilstraenen wegen der Sozialbelange der Familien“ aber in Wahrheit wuerde man niemals die Belegschaft feuern weil man in den Gerichtsprozessen zugeben muesste dass die Bonzen alle ihre Sitzarbeitsplaetze im Schlachthof behalten haben und nur die Lateiner gefeuert wurden. Die meisten Bonzen die sich im Schlachthof positionierten sind Kinder von reichen Viehzuechtern oder Mitglieder von Wahlsippen die nicht veraergert werden duerfen.
    Daher sucht man den schwarzen Peter jetzt dem Staat und den Milchbauern zuzuschieben.
    Sic esses! So isses!

  4. steuern in PY retour bekommen ?? so ein gesetz müsste erst mal verabschiedet werden … also weiter träumen choritzer das euch die colorado – obgleich ihr ihnen die stimme gabt – da grossartik helfen werden … sagt ja schon „schauts das was von den versicherungen bekommts“ quasi den rest „schauts selber wos den herbekommts“

  5. Beim Export zahlt man beim exportieren Steuern, aber IVA wird nicht exportiert, deshalb darf es den Firmen rueckerstattet werden, um dieses Geld wiederum im Land zu investieren. Finde es sehr richtig, ebenfalls alte Schulden zu kassieren.

  6. Mein misstrauen lieber Kuno ist nicht so gross wie deiner das ich mir die mühe machen würde deine ZIK ZAK gedanken nachzuvollziehen. Was chaco BR sagt ist auch wie ich das verstanden habe.
    Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Matthäus 6.33

  7. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Typisch agent der Kooperativen und Beschoeniger der Mennoniten was @Joss da vertritt und selber auch ist (Als Bauherr verdient er natuerlich kraeftig im Schlepptau der Bulldozer am Abholzen des Chaco und dem Gelde aus dunklen Kanaelen der neureichen Viehzuechter). „Zik zak“ nennt der Mennonit was oder Jemandem der „garstig“ und nicht „mainstream“ ist, wenig assimiliert oder „nicht ganz dicht“. Natuerlich stoeren solche Zahlen wie ich sie da etwas ueber den Daumen aber ungefaehr richtig (auf ein paar Millionen oder Milliarden kommts dem Kooperativskonto der Superreichen sowieso nicht an – aber dafuer dem Ego, Stolz und Sozialstatus) praesentiere. Mit Leichtigkeit kann die Kooperative durch einen „bail in“ (man nimmt das Aufbaugeld nur direkt vom Konto der reichsten Kooperativsmitgleider und finanziert das damit) den Aufbau bezahlen, aber man lechst natuerlich nach einem „bail out“ (andere oder der Staat soll es bezahlen – vor allem der Steuerzahler und aermere Kooperativsmitglieder) damit die Reichen und Nutzniesser des Status Quo nicht einen Penny verlieren. M.E. werden Steuerguthaben nie in Geld ausbezahlt sondern werden aufs Steuerkonto des jeweiligen Unternehmens (Kooperative in diesem Fall) gutgeschrieben. Kann aber gut sein dass die „Praesenz“ der Buchfuehrer fuer Sonderregelungen gesorgt hat – will heissen steuerliche Schlupfloecher die durch den Einfluss des Buchhalters geschaffen werden. Zumindest fuer den Normalsteuerzahler wird das Steuerguthaben nur laufend von den naechsten Steuerschulden abgezogen so dass Steuerguthaben niemals Bargeld oder Digitalgeld (Fiat money) umgemuenzt werden.
    Eine andere „Sonderregelung“ die sich die Kooperative erschlichen hat?
    Besser waere es wenn Abdo das Steuerguthaben an den Aufbau des groessten Symbols des „Christentums“ spendet – den Aufbau der Kathedrale von Notre Dame. Das waere gut angelegtes Steuergeld um den Musels die blanke Faust aufs Auge zu druecken aussagend: „das Christentum ist noch lange nicht am Ende auch wenn ihrs gerne haettet“. Die Bonzen wollen nur ihre Kapitalansammlung schuetzen denn der Normalkleinviehzuechter ist genauso gut dran beim Frigorifico Neuland oder Fernheim wie beim abgebrannten Statussymbol des Egoismus – solange die Kapazitaet nicht ueberschritten wird (capacidad instalada).
    Zudem sind ja die Sonderwege jeder Kolonie betreffs des Schlachthofbaus sowieso ein Zeichen und aufgrund schwindenden Kooperativismus entstanden – man konnte nicht mehr zusammenarbeiten und so baute jede Kolonie ihren eigenen Schlachthof (das plustert so schoen den eigenen Egoismus auf und der Kooperativismus bleibt auf der Strecke).

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.