Kooperative Chortizer weiht im Chaco neues Silo für Sojabohnen ein

Filadelfia: Im Chaco gibt es derzeit einen Boom in der Landwirtschaft. Vor allem der Anbau von Soja schreitet zügig voran.

Aufgrund dessen und im Hinblick auf die kommende Erntephase im Rahmen dieser Kampagne haben Partner der Cooperativa Chortitzer Ltda. letzte Woche ein modernes Silo im zentralen Chaco eingeweiht. Es hat eine Kapazität von bis zu 200 Tonnen pro Tag, um Sojabohnen zu lagern, zu reinigen und zu trocknen, so der Verband der Produktionsgenossenschaften (Fecoprod).

„Mit dieser Nachricht können Sie sehen, wie die Landwirtschaft in der Region Occidental immer mehr an Bedeutung gewinnt, wo es vor einigen Jahren als nahezu unmöglich galt, diese Pflanze anzubauen“, so eine Erklärung von Fecoprod zu der Einweihung des Silos.

Die neuesten Daten der paraguayischen Export- und Vermarktungskammer für Getreide und Ölsaaten (Capeco) belegen dies. Das Anbaugebiet der Sojabohnen im paraguayischen Chaco wächst stetig, sagten die Vertreter dieser Organisation am Ende des Jahresberichts.

Im Jahr 2017 wurden im Chaco rund 17.000 Hektar Soja angebaut. In diesem Jahr hat die Anzahl der Flächen einen Sprung gemacht und erreichte etwa 25.000 ha.

Die Wachstumsrate beträgt 7.000 bis 8.000 Hektar pro Jahr. Entsprechend den Ergebnissen der bestehenden kommerziellen Plantagen und der Saatgutsorten erfolgt eine laufende Anpassung der Sojasorten, die gegen das heiße und trockene Klima eine hohe Resistenz aufweisen.

Nicht nur die Produzenten der Chaco-Genossenschaften interessieren sich für Soja. Auch Viehzüchter diversifizieren ihre Aktivitäten, um von den bereits im Laufe der Jahre von Vieh geschädigten Parzellen profitieren zu können.

Parallel dazu werden die Studien der Kammer in Zusammenarbeit mit dem US-Landwirtschaftsministerium (USDA), den Genossenschaften selbst und anderen zugehörigen Institutionen fortgesetzt.

Diese Untersuchungen und Feldpraktiken zielen darauf ab, Sorten von Saatgut zu entwickeln, die zunehmend an den feindseligen Kontext von Hitze und Wasser angepasst werden, der für den Chaco und einige Gebiete der USA charakteristisch ist.

Wochenblatt / Ultima Hora

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1 Kommentar zu “Kooperative Chortizer weiht im Chaco neues Silo für Sojabohnen ein

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Ja seid Monsanto im Chaco mit den Auspizien der mennonitischen Kooperativen ihr GMO Saatgut vertreibt, seid dem Funktioniert die Soja auch im Chaco.
    Gaebe es kein GMO Saatgut von Monsanto & Co. so gaebe es auch keine Soja im Chaco da diese nicht rentabel waere.
    Im Radio ZP30 wurde vor einiger Zeit bekanntgegeben dass jeder Bauer der Soja anpflanzt sich registrieren muss und Monsanto (oder anderen GMO Saatgut Anbietern) entweder beim Saatgutkauf eine Summer (Royalties) ueberweisen muss oder einen gewissen Prozentsatz der Ernte an Monsanto abgiebt (in Geld versteht sich)..
    Die mennoniten Kooperativen foerdern das GMO Saatgut in den Kolonien.
    In ganz Paraguay gibt es kein non-GMO Saatgut mehr von jeglichen Pflanzen wie Weizen, Sorghum, Soja, Baumwolle, usw. ALLES ist GMO Saatgut (damit der Europaeer sich nicht auf einmal von diesen was vorluegen laesst).
    Paraguayische GMO Soja wird hauptsaechlich durch Brasilien vertrieben. Paraguayisches GMO Fleisch wird hauptsaechlich nach Chile verkauft die es dann von da wohl als „Natur- und Oekofleisch“ in die EU und sonstwohin vertreiben. Chile ist nichts weiter als ein Transitland fuer paraguayisches GMO Fleisch, GMO Milch (denn alles Kraftfutter und sonstiges Futter ist ja schon GMO) und GMO Pflanzliche Erzeugnisse (Baumwolle, Soja, Weizen, Reis, Hafer, usw.).
    Viele Spezies Insekten sind in 2 Jahren praktisch ausgerottet worden wie ich soeben merke dass der sogenannte „Weihnachtskaefer“ der so schoen dem Christkind sang, in laendlichen Gebieten nicht mehr vorkommt. Es ist erstaunlich wie nach nur 1 Jahr Sojaanbau in dieser Gegend wo ich wohne (ein paar Mennoniten tun das erst seid 1 bis 3 Jahren), ganze Spezies Tiere und Insekten praktisch ausgerottet wurden. Das kann man deutlich daran sehen dass in den Staedten wie Filadelfia und Loma Plata die Weihnachtskaefer kommen wie eh und jeh (da es da nahe keinen Weizen-, Sojaanbau, etc gibt). Den Kontrast merk ich erst jetzt da ich eben erst vor ein paar Tagen realisierte was den fehlte: und zwar die Weihnachtskaefer waren nicht da.
    Und so koennen ganz kleine Details auf den Raubbau der Agrarier und Viehzuechter hinweisen wie die Abwesenheit dieser Kaefer beweist. Sind halt alle vergiftet worden.
    Andere Tiere wie Wildschweine und sogar Capiibara sind auch praktisch nicht mehr da (das sind Pflanzenfresser, essen also die gegiftete Vegetation). Auch Tauben und Papageien sind schon seid 2 Jahren ausgestorben (nach etwa 1 Jahr GMO Sojaanbau in der Gegend).
    Die Kooperativen als Auspizien und Auguren der Umweltzerstoerung.
    Nur einige wenige Bauern verdienen an diesem wo der Rest praktisch an der Umweltschaedigung leidet.
    Was anderen was mir Auffaellt ist dass immer mehr Bienenvoelker sich auf Hoefe und Haeuser einnisten. Sie werden also aus ihrem natuerlichen Habitat vertrieben durch Gift der Agrarier. Ich frag mich wie die Agrarier planen dass die Pflanzen sich bestaeuben wenn keine Bienen mehr da sind und andere Insekten die die Fauna den Bluetenstaub weitertragen.
    Aber das Geld von heute interessiert ja – und morgen ist ein anderer Tag.

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