Kooperative verdreifacht fast seinen Gewinn nach Intervention der Incoop

Asunción: Fast ein Jahr nach der Intervention von der Kooperativenaufsicht Incoop weist die Genossenschaft Medalla sehr gute Zahlen vor. Ihre Überschüsse erhöhten sich um 162%.

Die Intervention erfolgte hauptsächlich, weil es zweifelhafte Serviceverträge und unnötige Ausgaben in Bereichen wie Bewachung, Gartenarbeiten, Kommunikation, Wartung von Computerausrüstung und weitere gab. „Es hat viele Unstimmigkeiten gegeben, die jahrelang tief verwurzelt waren, was sich schnell in den Ergebnissen widerspiegelte“, sagte Rechtsanwalt Lorenzo Barreto, Geschäftsführer der Kooperative Medalla. Er trat sein Amt nach der Intervention an.

Laut detaillierten, unnötigen Einkäufen von Betriebsmitteln sanken die Kosten bei diesem Posten allein um 50%. Um nur einen Fall von Ressourcenverschwendung zu erwähnen, war das Mieten von Computerservices für ein Kundendienstsystem namens “kuarahy“. Es kostete die Genossenschaft 2,9 Millionen US-Dollar und wurde schließlich verworfen, weil es die Voraussetzungen für ihre Anwendung nicht erfüllte.

Barreto sagte, dass diese übermäßigen Kosten das Eigenkapital des Unternehmens gefährdeten und die Genossenschaft nach der Intervention und Konsolidierung bereits Überschüsse in Höhe von 14,9 Milliarden Guaranies erwirtschaftet habe, die deutlich über den 5,6 Milliarden Gs. des Vorjahreszeitraums liegen würden. Unnötige Ausgaben sanken von 11,53% auf weniger als 1%. In personeller Hinsicht wurde zum einen die Besetzung nach Profil für jede Position optimiert und zum anderen wurden Verträge gekündigt.

Die Kooperative Medalla hat fast 300.000 Mitglieder. Sie stand zwischen Ende September und dem 23. Dezember des vergangenen Jahres unter der Aufsicht des Nationalen Instituts für Kooperativenaufsicht (Incoop). Obwohl die Intervention offiziell beendet ist, gibt es immer noch bestimmte Bereiche, wie das Vermögen der Genossenschaft, die weiterhin überwacht werden. Die Zahlen werden permanent dem Leiter der Incoop, Hernán Jiménez, übermittelt.

Mit Beschluss der Incoop Nr. 17249/18 wurde der ehemalige Präsident Teófilo Núñez, der Sekretät Eduardo Galeano und der Schatzmeister Miguel Verdún von ihren Ämtern entbunden und sie dürfen für drei Jahre keine neuen annehmen. Parallel dazu läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Vertrauensbruch.

Wochenblatt / ABC Color

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