Kreislaufzusammenbrüche von Zugpassagieren wegen starker Grenzkontrollen

Encarnación: Gestern wurden zwei Zugpassagiere aufgrund starker Grenzkontrollen ohnmächtig. Der Vorfall passierte am Nachmittag im argentinischen Bahnhof, der Encarnación mit Posadas verbindet.

Die rigorosen Kontrollen der Zöllner auf argentinischer Seite seit einer Woche führten gestern zu Wartezeiten von fast zwei Stunden. Wegen der großen Hitze kam es zu Kreislaufproblemen bei zwei Personen. Sie fielen in Ohnmacht und mussten ärztlich versorgt werden.

Einigen Passagieren zufolge sollen “die Absichten der strengen Kontrollen daran liegen, dass weniger Argentinier nach Encarnación strömen. Die Anzahl der Grenzbeamten ist gering und man muss für eingeführte Waren aus Paraguay Zoll bezahlen“.

Laut der Internetzeitung Misiones Online hätten nun alle Passagiere von dem internationalen Zug mit Buhrufen im Bahnhof ihren Unmut über die Zustände zum Ausdruck gebracht. Sie fordern den Einbau einer Klimaanlage.

Wer die Verbindung von Encarnación in das Nachbarland nutzen will sollte sich auf die strengen Kontrollen von argentinischer Seite einstellen. In Anbetracht der anstehenden Feriensaison dürften sich die Verhältnisse noch verschlimmern.

Wochenblatt / ABC Color

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7 Kommentare zu “Kreislaufzusammenbrüche von Zugpassagieren wegen starker Grenzkontrollen

  1. Die verstärkten Grenzkontrollen und Zollerhebungen auf argentinischer Seite sind die Ursache der großen Preisunterschiede zwischen beiden Länder. Dies ist die Folge einer Überbewertung des argentinischen Pesos. Die Entwertung des Pesos gegenüber Devisen beträgt weniger als die Hälfte der jährlichen argentinischen Inflation.

  2. In Argentinien sind die Grenzkontrollen sowas von schikanös und lächerlich, dass einmal mehr das Urteil kommt: Bastler und Schwätzer!
    Als weit über 70 Jahre alter Mann musste ich mal mit meiner Frau 6 Stunden lang bei gewaltiger Hitze an der Sonne warten, ohne Sitzgelegenheit, um AUSZUREISEN!! Nebenan wartete eine Familie mit 6 Kindern 7 Stunden!

  3. Diese argentinischen Schikanen sind im Grund schon seit Jahren üblich. Nun wohl eben in gesteigerter Form. Aber man muß es sich ja nicht antun, nach Argentinien zu reisen. Den gesamten Mercosur kann man ohnehin komplett vergessen. Eine Gemeinschaft von Egoisten die nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind.

  4. Wer in Argentinien mit paraguayischem Kennzeichen unterwegs ist, wird schikanert nach allen Regeln der Kunst.
    Bei einer Busreise wurden wir alle paar Kilometer von der argentinischen Polizei angehalten, der Bus kontrolliert, das Gepäck durchsucht, Polizisten mit der Waffe im Anschlag gingen durch den Bus und ängstigten die Passagiere.
    Und das auf der gleichen Ruta, wo die Polizisten eigentlich wissen mußten, daß der Bus schon einige Kilometer vorher kontrolliert wurde.
    Trotz Mercosur sind die Wartezeiten an den Grenzen jenseits von Gut und Böse.
    Der Argentinier schaut auf alle anderen Latinoamericanos herab und ganz besonders auf die Paraguayos.

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