Kriegsbeute soll nach Bolivien zurückkehren

San Ignacio: Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Paraguay und Bolivien sind Geschichte, Kriegsbeute oder Andenken jedoch nicht. Der Botschafter schaltet sich ein.

Der bolivianische Botschafter in Paraguay, Reynaldo Llanque Arce, besuchte am vergangenen Samstag San Ignacio im Departement Misiones, um über geschäftliche Beziehungen und die Rückgabe einer Kirchenglocke zu sprechen. Diese, aus Tarija stammend, nahmen paraguayische Soldaten zu Zeiten des Chaco Krieges als Beute mit nach Hause. Seit Jahren ist diese im örtlichen Heldenmuseum ausgestellt. Jetzt bat der Botschafter um die Rückgabe und trifft auf offene Ohren.

Mit einem reizvollen Angebot im Gepäck kam Botschafter Llanque Arce nach San Ignacio. Dem Bürgermeister Carlos Jorge Afara unterbreitete er das Angebot die Stadt mit bolivianischem Gas zu versorgen, wovon beide Parteien etwas hätten. Gleichzeitig erklärte er, dass es die bolivianische Regierung ist, die offiziell die Rückgabe der Kirchenglocke beantragt.

Der Diplomat besuchte im Anschluss Mitglieder der Kommission der Familienangehörigen der Ex Kämpfer des Chaco Krieges in San Ignacio. Die Kommissionsleiterin Teresa Romero Martínez, erklärte den Wunsch der bolivianischen Regierung nachvollziehen zu können. Sie sei für die Rückgabe der Glocke.

Der Bürgermeister von San Ignacio, Carlos Afara, versprach alles in die Wege leiten zu wollen und will sogar die Glocke höchstpersönlich nach Tarija bringen.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Kriegsbeute soll nach Bolivien zurückkehren

  1. Eine Glocke hat für ganz viele Menschen eine wirkliche Bedeutung.

    Wir haben mal eine f“ gegossen, nicht ein Glöckchen, sondern eine wirklich große Glocke. 3000 kg.

    Polnische Kupferdiebe haben sie geklaut und leider eingeschmolzen.

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