Nicht mehr als 3.600 Guaranies ist ein Menschenleben wert

Asunción: Der Fahrer eines Linienbusses war sich seiner Verantwortung wohl nicht bewusst, als er seine Passagiere mit einer halsbrecherischen Fahrweise in Lebensgefahr brachte. Einige stiegen nach dem Manöver aus.

Der Fahrer von der Linie 26 wich einem Stau aus, in dem er auf die Gegenfahrbahn fuhr und dann wieder zurückwechselte. Dabei gefährdete er andere Verkehrsteilnehmer und seine Passagiere.

Der Vorfall passierte auf der Straße Santa Teresa, am Donnerstagabend, um 18:30 Uhr, im dichten Berufsverkehr. Einige Passagiere stiegen nach der rücksichtslosen Aktion aus. Sie betonten, ihr Leben sei nicht mehr als 3.600 Guaranies wert, so viel wie ein Ticket für die Fahrt koste.

Der Fahrer des Busses wurde inzwischen identifiziert, nachdem ein Video im Fernsehsender Telefuturo erschien. Das Vize-Verkehrsministerium kündigte an, eine Untersuchung gegen das betroffene Transportunternehmen einzuleiten.

Wochenblatt / Paraguay.com

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8 Kommentare zu “Nicht mehr als 3.600 Guaranies ist ein Menschenleben wert

  1. Das Verkehrsministerium will eine Untersuchung einleiten! Haben die noch alle Latten am Zaun? Was gibt es da zu untersuchen. Der Fahrer gehört in den Knast und darf nie wieder am öffentliche Strassenverkehr teilnehmen. Wenn nicht bald mal ein Exempel statuiert wird, dann hört diese Schei.. nie auf.

      1. Die beiden Typen kenne ich genau.
        Bei rot über die Venezuela oder sonstige Anschuldigungen.
        Dabei sind sie so clever und haben vorher ihr Namensschilder abgelegt.

      2. die PMT in Asuncion zwickt dir gleich hinten nach bei nur geringem verstoss, gibt ja geld für die „meist eigene“ kasse. alles ausserhalb von asuncion ist locker, da kannst sogar die bullen überhohlen ohne das was passiert. das liegt halt daran das die bullen eigentlich verkehrstechnisch (ausg. Muni-Transit) nichts dagegen tun können. lediglich die caminera hat hier die rechte dich abzustrafen und eben die PMT odgl. Muni-Transit wie jede größere stadt hat, u.a. in villarrica wo grallen angelegt werden wegs parkverbot ohne das es dafür tafeln gibt.

  2. nicht nur die meisten busfahrer fahren wie die verrückten rum und überholen stehende kolonnen, auch sehr viele sogenannten profiautofahrer welche meinen sie hättet igendwelche sonderrechte. ich habe noch nirgens solch rücksichtslose und hirnlose autofahrer gesehen wie hier.

  3. Dafür wird einem in Paraguay die „Verkehrsünden“ verziehen, ohne dass dir jemand gleich mit dem Baseball-Schläger nachfährt. Man muss, wenn nach «gestern kam auch keiner» oder nach Gehör fährst, dies einfach langsam tun. Kannst auch im Parkverbot parken, musst einfach Warnblinker stellen. Sonst muss man sagen, dass da ein Halteverbot stehen müsse, man habe ja nur angehalten und nicht geparkt, das sei ein Unterschied. Kannst auch mit 120km/h durchs Dorf fahren, musst einfach schaun, dass nichts passiert. Keiner wird dich anzeigen.
    Im Großen und Ganzen weiß auch jeder, dass die Beschilderung mangelhaft und Einspurstrecken nicht existent sind und lassen einem in die Kolonne rein. Der Verkehr fährt hier nun mal nicht nach Europäischer Norm. Wenn losfahren musst fährst los, einfach langsam, dann hat man noch Zeit um zu schaun, ob jemand kommt.
    Wenn aussteigen musst, dann steigst aus, wenn ein Auto kommt wird es schon ausweichen, hat eh keine Plata dir eine neue Wagentüre zu bezahlen, obwohl ja eigentlich selber schuld wärst.
    Geschweige denn ihm eine neuen Capo (Motorhaube).
    Da drückst einfach mal in die Kolonne, man muss es einfach langsam tun und schon lässt dich einer rein.
    Hier muss man halt einfach so fahren, dass dir keiner rein fahren kann, langsam fahren, blinken, Terere nachschenken, Handzeichen, dem anderen den Vortritt lassen.

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