Krisenherd Canindeyú

Corpus Christi: Die Indigenen, die von dem Wachpersonal der Laguna S.A. am Sonntagmorgen angegriffen wurden waren gerade beim Mate trinken als schießend die Männer in ihren Wohnbereich kamen und sie zwangen sich auf den Boden zu legen und sich auszuziehen. Danach verbrannten die Männer die Kleidung der Indigenen, die aus einer Spende stammte. Ohne Schusswaffen und nur mit Knüppeln bewaffnet erklärten sie, nicht für den Tod des Wachmannes zuständig zu sein. Höchstwahrscheinlich lief er selbst ins die Schussbahn. Auch das Fahrzeug der Wachfirma Leo S.A. haben sie nicht angezündet. „Das waren die Sicherheitsleute selbst um uns der Gewalt und Materialbeschädigung zu bezichtigen“, sagte der Cacique (Führer) der Gemeinschaft Y’apo, Ramón López.

Allerdings haben sie Agustín Rojas, einer der beauftragten Wachmänner, als Geisel genommen und bringen ihn später zum Polizeikommissariat. Auch die Polizei geht davon aus, dass die Indigenen mit Schusswaffen ausgerüstet sind.

Der Streit um das Land ist wieder mal ein Resultat einer unklaren Rechtslage und unterschiedlichen Entscheidungen diverser Richter, die je nach Laune es einmal der Firma Laguna S.A. oder den Indigenen zu sprachen. Somit sieht sich jede der beiden Parteien im Recht und unterstreicht dies mit einer anderen Entscheidung bzw. Urteil. Doch damit ist der Streit noch nicht beigelegt. Auch wenn der Präsident des Institutes für indigene Belange (Indi) José Servín, die Hand für die Ureinwohner ins Feuer legt, dass sie nicht damit begonnen haben, kann er keine juristische Entscheidungen fällen.

Die indigene Gemeinschaft Y’apo mit derzeit 170 Mitgliedern lebt nach anthropologischen Auswertungen seit etwa 1900 auf diesem Gebiet.

(Wochenblatt / Última Hora)

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