Landkonflikt im Chaco

Filadelfia: Es geht um Rechtsstreitigkeiten bei einem 30.000 Hektar großen Grundstück. Siedler in der Gegend von Agropil, am Pilcomayo Becken, sind dort seit Jahrzehnten ansässig. Nun wird es für sie kritisch, denn der Landkonflikt könnte eskalieren.

Mehrere Anwohner beklagten sich, dass Invasoren auf dem Areal ihr Unwesen treiben würden. Es soll zu Rodungen von Waldflächen und Tierschlachtungen gekommen sein.

Andrés Arriola, Staatsanwalt für Umweltvergehen, die Nationalpolizei und weitere Behördenvertreter begaben sich auf die Liegenschaft in Agropil, die etwa 250 Kilometer südwestlich von Filadelfia ist. Es wurden etwa 150 Holzpfosten zu je zwei Meter entdeckt, die von Fremden auf dem Grundstück hergerichtet worden waren.

Bei der Aufnahme der Personalien stellte sich Alexandro de Santos als neuer Eigentümer der Immobilie vor. Er habe angeblich einen entsprechenden richterlichen Beschluss über die Genehmigung der Arbeiten auf der Liegenschaft.

Arriola erklärte daraufhin, dass alle Unterlagen nun geprüft werden müssten. „Ich werde beim Umweltsekretariat Seam und der Forstbehörde Infona nachfragen, um zu sehen welche Genehmigungen überhaupt vorliegen“, erklärte der Staatsanwalt. Er betonte, die Siedler hätten schon vorher Anzeigen machen müssen, bevor überhaupt eine reguläre Strafverfolgung erfolgen könne.

„15 bis 20 vermeintliche Besitzer gehören die 30.000 Hektar. Das kompliziert die Situation in dem Landkonflikt. Wenn noch weitere Personen nun Rechte vorweisen, muss dies untersucht werden. Aber es ist klar, dass ein Umweltverbrechen vorliegt und ich eine Anklage erheben werde, wenn es keine fundierten Genehmigungen dafür gibt“, betonte Arriola.

Quelle: ABC Color

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