Landwirtschaftsminister drängt auf Selbstversorgung

San Juan Bautista: Der Landwirtschaftsminister Moises Bertoni ermahnte die Bevölkerung zur Selbstversorgung, denn gerade die Covid-19-Pandemie habe aufgezeigt, dass man mehr autark werden müsse.

„Die Pandemie hat uns gelehrt, dass wir Dinge für die Ernährung und für den Verkauf selbst produzieren müssen“, sagte Landwirtschaftsminister Bertoni. Er traf die Aussage bei der Lieferung von Betriebsmitteln für die Geflügelproduktion, die in der Kolonie Alcibiades Ibañez Rojas, Bezirk San Juan Bautista, stattfand.

Die Zuwendung vom Landwirtschaftsministerium (MAG) in Höhe von 547,15 Millionen Guaranies dient zu der Aufzucht und Verkauf von Hühnern für den Familienverbrauch.

Sechs Campesino-Organisationen aus benachbarten Betrieben in diesem Bezirk erhielten Hilfe und nehmen am Projekt zur Eingliederung von Agrarmärkten (PIMA-MAG) teil.

Der Minister für Landwirtschaft und Viehzucht überreichte Ausrüstungsgegenstände zur Modernisierung der Geflügelfarm, wie z.B. Maschendraht, Bleche, Säcke mit Zement und Ziegelsteine für den Bau. Auch Küken, Tränken, tierärztliche Hilfsgüter und Inputs für die Geflügelproduktion.

Bertoni erwähnte, dass sein Ministerium ein Kreditportfolio von 9 Milliarden Guaranies für Landwirte zur Stärkung der Produktion hat. Er fügte hinzu, dass das MAG später weitere landwirtschaftliche Projekte voranbringen wird, um das inländische Angebot an Gemüse und Obst zu verbessern. Er versprach, die Produzenten mit Hilfe von Technikern aus dem MAG zu begleiten und zu unterstützen.

„Wir werden Seite an Seite mit den Produzenten arbeiten“, sagte Bertoni und wies darauf hin, dass das MAG in Koordination mit der Regierung, den Gemeinden und anderen Institutionen weitere Unterstützung für die Landwirte anbieten werde.

Der Bürgermeister dieser Stadt, Juan Carlos Meza (PLRA) und der Gouverneur von Misiones, Carlos Arrechea (ANR), waren ebenfalls bei der Veranstaltung zugegen.

Wochenblatt / ABC Color

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11 Kommentare zu “Landwirtschaftsminister drängt auf Selbstversorgung

  1. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Lebensmittel kann Paraguay ja schon autark produzieren. Koennte.
    Nur schon die Wellblechplatten muessen wohl importiert werden – Paraguay hat nicht Eisenminen oder Zinkminen woraus diese Wellbleche ja bestehen. Im Kriegsfall und bei Boykott wuerde es in Paraguay keine Wellbleche geben.
    Paraguay koennte nicht mal das Fleisch kuehlen, gaebe es keine Importe. Man produziert hier nichts als schnell vergammelnde Lebensmittel. Und diese Lebensmittel sind auch nur deshalb so teuer weil loco europeo so viel Euros dafuer springen laesst.
    Die Ziegel auf dem Bild stellt man wenigstens schon in Paraguay her – daran zu erkennen dass 5% von denen salzhaltig sind (die weissen).
    Auch das Maschendraht muss importiert werden da eben in Paraguay kein Zink noch Eisen abgebaut wird der zu Stahl und Draht verarbeitet wird.
    Paraguay hat keine Rohstoffe die die Grundlage fuer eine Schwerindustrie darstellen koennten – wie Deutschland es mit dem Ruhrgebiet hatte.
    Der Dreibundkrieg soll teilweise dadurch losgetreten worden sein weil Paraguay damals in seinen Eisenhuetten von Ybycuy, wo auch Hochoefen in funktion waren, Jaeten, Hacken, Picken und Spaten selber herstellte die bis dann von England gekauft wurden. Auch Vorderladergewehre und Bayonetts wurden da in grober Form hergestellt. Das wurmte die Angeln und sie finanzierten den Argentiniern und Brasilianern den Dreibundkrieg. 1914 zogen die Englaender dieselbe Masche dann nochmals ab weil die Deutschen die englischen Produkte kopierten und billiger selbst herstellten.
    In Bolivien duerfte man allerdings noch viele Rohstoffe finden die fuer Bolivien die Grundlage der Industrialisierung darstellen koennte.
    Das einzige was Paraguay besitzt ist bebaubarer Boden fuer Landwirtschaftgueter – sonst nichts. Ansonsten produzieren sie noch Kinder wie am Spiess. Das wars dann aber auch schon.

  2. Das mit der Selbstversorgung stimmt, allerdings muss diese auf lokale Ebene, also am besten innerhalb der Familie auf einem familiengdundstueck erfolgen. Gute Ansätze liefern hier die Anastasia Projekte mit dem Familien landsitz.

  3. Bei mir hatte eine PY-Familie beim 1. Lockdown auch nichts mehr zu essen und hat überall gebettelt. Ihr großes Grundstück ist komplett vermüllt, Orangen oder Limonen werden nicht genutzt, stattdessen Gaseosa gekauft. Als es ihnen am dreckigsten ging, haben sie eine Ecke des Grundstücks gereinigt, Beete angelegt und irgendwas gesät – vermutlich Poroto.
    Als der strenge Lockdown zu Ende war und sie wieder etwas Geld in die Finger bekamen, haben sie die neuen Beete wieder komplett verunkrauten lassen. Tja, überaus intelligente und arbeitsame Menschen hier.

  4. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Essattamente, so wirds hier gemacht.
    Das ist eine akkurate Beschreibung der Hiesigen. Uebrigens die staendige Pleite Argentiniens ist auch in etwa auf diese Mentalitaet zurueckzufuehren. Zu stolz und sich zu schade zum Arbeiten – man nimmt immer den leichten Weg und stiehlt lieber und versucht sich lieber in Staatsdiensten zu parken als sich anzustrengen.
    Der Europaeer ist nichts besser: zeig mir einen der mit 92€ oder 242 € pro Monat auskommt. Zeig mir einen Europeo der fuer 200 € Kraut jaetet bei 40 Grad Hitze oder fuer 190 € pro Monat nen BMW zusammenschraubt. Auch der Europeo bewegt sich nur wenn er anstatt 2.1 Mille pro Monat 106 Mille bekommt. Der Weisse ist nichts besser.

    1. Ja, das stimmt schon. Für den Lohn, für den sie hierzulande arbeiten – 250 bis 300 Euro Mindestlohn – machen die zum Teil echt mühsame Arbeit bei bis zu 40° C. Bau- und Straßenarbeiter*innen, Landwirt*innen etc. Das ist sicher kein Zuckerschleck. Aber so viel arbeiten sie nun auch wieder nicht. Kommen zwar früh und erholen sich vom Alksauf und Baile el Indio 120 dB von gestern und noch vom Wochenende. Dann müssens schon bald mit selbigem oder Gras zum Trinken fortfahren. Gehen dann um 11 Uhr in die Mittagspause. Kann dann schon mal 16.30 Uhr werden bis Mittagspause fertig. Dann noch ein wenig herumstehen und schauen, was nicht alles angenagelt ist, um es 16.55 Uhr zum Feuerabend mitzunehmen. Und, 250 bis 300 Euro ist teilweise auch ganz schön viel für Kinderarbeit, vor allem, wenn man dann 4 bis 5 andere Handwerker konsultieren muss, die einem das kaputtreparieren, was der Vorgänger kaputtrepariert hat. Das summiert sich dann auch, der Zeitaufwand ist beachtlich, da bezahlt man in Europa lieber einmal etwas mehr, kommst günstiger, spart Zeit, Geld und Nerven. Bei dem Können und Arbeitseifer, die die hier an den Tag legen hält sich mein Mitleid in Grenzen.
      Fazit: Sicher kein Zuckerschleck, was die hier in der Hitze für 250 bis 300 Euro alles zusammenbasteln. Das würde ein Europäer für 250 bis 300 Euro monatlich auch nicht hinbekommen. Vor allem würde er beispielsweise seine Mauer so konstruieren, dass sie nach 50 Jahren saniert werden muss, und nicht nach 5 Tagen.

  5. @Redaktion

    Kann man hier nicht ne andere Antispam-Protection einbauen als diesen google recaptcha-mist? Grauenhaft jedesmal das Login-Prozedere…

    „Der Landwirtschaftsminister Moises Bertoni ermahnte die Bevölkerung zur Selbstversorgung“

    Vernünftig. Der muss aber aufpassen vorm Schwabenklaus et. al., denn das ist so gar nicht Great-Reset-, Agenda2030-, 4IR- und Transhumanismus-konform… 😉

    1. Ja, der goockl-Idi-Test ist ganz schön mühsam. Aber auch ganz einfach. Musst relativ schnell, und zwar allermeistens genau 3 Bildchen anklicken. Falls zu verwirrend unten klicken, dann kommt eine andere Auswahl von Idi-Test-Bildchen. Klicke nur die Bildchen an, auf welchen auch ein Großteil der Herausforderung abgebildet ist, Bsp: Ist die Idi-Ampel auf vier Bildchen abgebildet, aber auf einem nimmt sie nur ein Bruchteil des Platzes ein, so klickst nur auf drei Bildchen. So klappt das auch mit dem goockl-Idi-Test. Also in 90% der goockl-Idi-Test-Herausforderung genau 3 Bildchen anklicken oder unten auf goockl-Idi-Test-Reload klicken.

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