Lederhäute aus Paraguay für Land Rover, BMW und Ferrari

Villa Hayes: Dank einer Allianz der mennonitischen Kooperativen des Chacos können mit dem Verkauf paraguayischen Rindsleder optimale Resultate erzielt werden. Spitzen-Automarken begehren das Cuero chaqueño en azul.

Die Kooperativen Neuland, Fernheim und Chortitzer verkaufen schon seit längerem Tierhäute von Rindern. Da neben der Menge auch die Qualität und der Preis wichtig ist, freut es jeden der Verträge mit Automobilherstellern zu bekommen. Demnach schmückt paraguayisches Rindsleder Fahrzeuge der besagten Marken in der Oberklasse.

Das Leder „wet blue“ wird neben den Autoherstellern auch von der Möbelindustrie gewollt“, erklärt Andreas Neufeld, Präsident der Zentrale der produktiven Genossenschaften (Cencoprod).

Während Ferrari und BMW auch bei anderen Produzenten einkaufen, gibt es bei Land Rover eine Linie, die ausschließlich Chacoleder nutzt, was aus Villa Hayes stammt.

Das Leder aus dem Chaco ist das qualitativ hochwertigste und wird deswegen zu 100% nach Italien, Brasilien, Deutschland, Chile, Vereinigte Staaten, England, Südafrika, China und Kanada exportiert.

Seit 2009 schon werden die gegerbten Tierhäute verkauft. Pro Tag werden zwischen 1.800 und 2.500 Rindshäute gereinigt und gegerbt, was monatlich rund 52.700 Stück ergibt. Der Verkauf des Leders ist sehr einträglich und brachte besagten drei Kooperativen 25 Millionen US-Dollar allein in den 12 Monaten des vergangenen Jahres.

Nachdem gestern die drei Kooperativen in ihrer Allianz auch eine Fabrik zur Produktion von Knochenmehl und sterilem Fett in Villa Hayes eingeweiht wurde, erkennt man schnell, dass 100% des Rindes effizient verarbeitet werden.

(Wochenblatt / La Nación)

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2 Kommentare zu “Lederhäute aus Paraguay für Land Rover, BMW und Ferrari

  1. Ja, nur schade das die Bürger der Kooperative Fernheim die ohne Viehzucht leben, nichts davon haben. Entweder du steigst auch in die Viehzucht ein, oder du bekommst einen Hungerlohn, musst gleichzeitig 2-3 Jobs machen.

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