Liebe macht blind und nicht zwingend reicher

Asunción: Eine Frau aus Paraguay wurde Opfer eines Betrugs, nachdem sie sich über das Internet mit einem Cyberkriminellen in Verbindung gesetzt hatte.

Virtuell durchgeführte Betrügereien sind überall und jederzeit an der Tagesordnung und haben Menschen als Opfer, die leichtgläubig sind. Eine Paraguayerin, die anscheinend auf der Suche nach der großen Liebe war, lernte einem angeblich russischen Staatsbürger kennen, der wusste wie man an Geld kommt.

Beide hatten sich über das Internet kennengelernt und eine freundschaftliche Bindung aufgebaut, die später zu einer sentimentalen Beziehung führte, die sogar so weit ging, eine gemeinsame Eheschließung zu planen. Der vermeintliche Russe hatte seiner virtuellen Partnerin gebeten, ihm Geld zu schicken, um “Investitionen” zu tätigen, mit dem Versprechen, dass er sie später zu sich nehmen würde.

Um der Bitte nachzukommen und alles, was er sagte, für wahr zu halten, hatte die betroffene Frau einen Kredit aufgenommen und sparte sie ihr Einkommen, um es später ins Ausland zu schicken. Der Betrüger erhielt zu verschiedenen Zeitpunkten Geldbeträge, bis die die Summe von 270 Millionen Guaranies erreichten. Der Frau, die eine Reise geplant hatte, sei erst klar geworden, dass alles eine Farce war, als sie die Tickets nicht erhalten habe, erwähnte Der Kommissar Diosnel Alarcón, Chef der Cybercrime Einheit.

Der Kommissar räumte ein, dass es in solchen Fällen schwierig sei, das Geld zurückzubekommen, da die Verantwortlichen in der Regel alle Spuren löschen, um eine Auffindung zu vermeiden, und es bei Banken in verschiedenen Ländern hinterlegen.

Wochenblatt / Hoy

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5 Kommentare zu “Liebe macht blind und nicht zwingend reicher

  1. Auch zum 1000. Das passiert männern wesentlich öfter. Es gibt seiten und lokale genug wo nur männer kostenpflichtig sind. Danke wirtschaft.
    Interessant wäre hier nur das geschlechterverhältnis und genau deshalb wird darüber geschwiegen.

    1. | “[…] deshalb wird darüber geschwiegen.”
      Geschwiegen wird darüber sicher nicht, aber es gibt wirklich nicht so viele Beiträge darüber, wie über Frauen, denen das Gleiche passiert. Ich kann mir aber eher vorstellen, dass das an den Männern liegt. Männer gehen prozentual gesehen auch viel weniger zu Psychologen und die Selbstmordrate bei Männern liegt höher, als bei Frauen. Frauen reden auch sicher offener über solche Geschehnisse, als Männer. Eine Frau wird eher bemitleidet, während man Männern Dummheit vorwirft.

      1. Und eben weil man das weiss, müsste die mehrheit bzw. alle der artikel männer warnen. Die sind in diesem fall die wirklich gefährdeten. Bei frauen ist das risiko minimal weil sie selber männer mit geld und gut bezahlten jobs suchen und geschichten wie diese hier halte ich für stark ausgeschmückt um nicht zu sagen, erfunden. Man müsste hier die möglichkeit haben die angaben zu prüfen.

  2. Lieber ein Schrecken mit Ende, als ein Schrecken ohne Ende.
    Eine schöne Erfahrung war das trotzdem nicht und ich wünsche ihr, dass sie sich vor dem schweren Schlag erholen kann. Genau wegen solchen Aktionen gibt es immer mehr Firmen, die einen Service anbieten, bei dem beide Seiten geschützt sind. Da der Internetausbau in Paraguay stetig voranschreitet, hoffe ich, dass es auch Kampagnen geben wird, in denen die Leute aufgeklärt werden. Das fängt schon beim Thema “sicheres Passwort” an.

    1. Das noch traurigere an der Sache finde ich, dass das Opfer wegen solcher Verbrecher oft über sehr viele Jahre das Vertrauen an andere Menschen verliert bzw. erst gar nicht mehr aufbauen kann.

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