Lindstron Mord war geplant

Tacuatí: Sie selbsternannte paraguayische Volksarmee ließ den Viehzüchter und Ex Bürgermeister der Stadt Tacuatí in der Provinz San Pedro schon vor zwei Wochen wissen, dass er Ziel eines Anschlags werden wird. Diese Art von Drohungen „flatterten“ jedoch regelmäßig zu ihm über zurückgelassene Drohbriefe. Kürzlich wurde jedoch ein Traktorist auf ein solches Schreiben aufmerksam.

Während der Präsident des Landes, Federico Franco nur kurz an der Trauerfeier teilnahm und keine Stellung gegenüber der Presse bezog wurde ihm Zurückhaltung vorgeworfen. Er selbst meinte, aggressiv gegen die EPP vorzugehen, eine Aufgabe die seinem Nachfolger nun obliegt.

Im näheren Umfeld der Waldparzelle wurden Sardinendosen und Grillkohle gefunden was darauf hinweist, dass die Täter, mindestens drei, auf Lauerstellung waren.

Ein heute gefundenes Schreiben hielt klare Regeln fest, an welche sich das Opfer anscheinend nicht hielt. In einem Interview aus dem Jahr 2010, nach seiner Entführung durch die Gruppe, sagte er, dass er dumm sein würde wenn er ihren Forderungen nicht nachkommen würde. Ein Teil des gefunden Lösegeldes (28.000 US-Dollar) soll er somit ihnen zurückgegeben haben wie auch Fleisch und andere Unterstützung. Heute wurde Lindstron nahe seinem Haus beerdigt.

Währenddessen kündigte der Innenminister Carmelo Caballero an, dass zu Luft und auf dem Land nach den Tätern gesucht werde. Viel jedoch ist laut Medienberichten nicht davon zu sehen. Eine Frau, Irma Espinoza Benítez (25), wurde jedoch im Verlauf des Tages verhaftet. Aber auch sie, ob aus Angst oder nicht, konnte keine nützlichen Hinweise zum Tathergang zuführen.

Das Schreiben der EPP beinhaltete folgende Verbote:

–          Anbauverbot für Soja und Mais welches Schädlingsgifte einsetzt
–          Arbeiter von Estancias dürfen keine Waffen tragen
–          Mindestens 500 m vom Wald fern bleiben – gilt für Arbeiter und Eigentümer
–          Kühe im Waldgebiet nicht erlaubt
–          Wasserverschmutzung in Bächen untersagt
–          Rodung der Waldgebiete oder Einzäunung der Flussufer nicht erlaubt

(Wochenblatt / Última Hora)

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1 Kommentar zu “Lindstron Mord war geplant

  1. wenn man die Forderungen liest, klingt das doch sehr vernünftig, oder? Wobei mit dem Anbauverbot von Mais und Soja sicherlich Monsanto-Samen gemeint ist, weil dafür das hochgiftige Roundup als Pestizid verwendet werden muss. Was kann Herrn Lindstron veranlasst haben sich an die „getroffene“ Vereinbarung nicht zu halten? War der Einsatz seines Lebens die Sache wert? Sicher nicht! Sehr schade, dass es so weit kommen musste. Leider lehnen sich die meisten nun zurück und sagen entweder, da kann man nichts machen oder ist ja weit weg und es geht mich deshalb nichts an. Beide Aussagen sind jedoch falsch. Wir alle sind nämlich gefordert. Wir Verbraucher haben es in der Hand die Produkte zu kaufen. Wer hat im Supermarkt schon mal gefragt, ob der Mais aus Monsanto-Anbau stammt und wenn die Frage mit ja beantwortet wird, klar gesagt, dass er diesen dann nicht kaufen wird. Boykott ist die beste Methode den Verantwortlichen auf die Sprünge zu helfen. Es bedarf keiner Gewalt und dennoch können alle etwas tun. Frei nach dem Motto: „Es ist Krieg und keiner geht hin“ oder „alle Räder stehen still, wenn der Arbeiter (Verbraucher!) es will“.

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